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Saldach Eslam
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Saldach Eslam
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Takana
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BeitragVerfasst am: Di Dez 02, 2014 2:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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Der geduckt kauernde Elf zückte ein schartiges Messer und näherte sich langsam. Die Glut des Feuers fing sich in seinen großen Augen und füllte sie mit rötlichem Glimmen. Einen Moment musterte er die beiden jungen Männer. Menschlingswelpen. Genauso verschreckt wie ich. kicherte er in sich hinein. An der Feuergrube setzte er sich schliesslich im Schneidersitz hin, angelte nach einem der Fleischstücke und balancierte es hinüber auf einen Stein, wobei er sich immer wieder auf die verbrannten Fingerspitzen pustete. Mit einem schnellen Schnitt zerteilte er das Fleischstück, leckte mit einer gespaltenen Zunge über die Klinge und steckte das Messer wieder weg. Fett und Bratensaft lief über den Stein und füllte die Waldluft mit seinem würzigen Duft. Eines der abgeschnittenen Teile stopfte er sich in den Mund und kaute prüfend und sog hastig die Luft ein, da es wohl noch einiges an Hitze in sich hatte. „Für Trockenpfleiff braucht eff noch etwaff.“ bemerkte er mit vollem Mund und pfriemelte den Rest wieder an einen der Äste, die über dem Feuer hingen. Mit dem linken Unterarm wischte er sich über den Mund, der danach nicht mehr so verschmiert war. Dafür zierten die groben Stoffbandagen nun Blut und Fettflecken.

„Normond, ja genau. Daš war der Name, den der alte Air'Laan genannt hatte.“ Lor hatte mehr Glück als er zu hoffen gewagt hatte. Der ganze Auftrag würde sich also rasch und problemlos erledigen lassen. Er nestelte im Kragen seiner speckigen Lederschuppenrüstung und förderte ein malträtiertes, fleckiges Stück Papier zu Tage. Lor hatte es auf dem Weg hierher sich nicht nehmen lassen sich in einem klaren rauschenden Bach abzukühlen und sich mit ein paar Wolfswelpen zu balgen, was man diesem Papierstück nun deutlich ansah. „Lor šoll Normond diese Nachricht bringen, hatte der alte Air'Laan gešagt.“ Der kühnere der beiden jungen Menschlinge -Desderon- wollte schon danach greifen. Mit einer flinken Handbewegung entzog der Wildelf das Papier seinem Griff, bevor Desderon es zu fassen bekam. „Nur Normond šoll die Nachricht bekommen, hat Air'Laan gešagt.“ Trotz dieser ernsthaften Worte warf er das Papier achtlos Galen zu. Es flog krumm durch die Luft und landete vor den Füssen des jungen Adligen.
Lor hoffte die beiden einen Moment abgelenkt zu haben. Er angelte nach seinem Speer um ihn neben sich abzulegen und griffbereit zu haben, falls die Menschlingswelpen doch noch etwas mit ihren Dolchen vorhaben sollten.

Wenn man das malträtierte Stück Papier auseinander faltete, wäre darauf folgender Text zu lesen:

Zitat:
Sei mir gegrüßt Korebin!

Sind wirklich fast vierzig Winter vergangen, seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten? Bei der Erdmutter, wie die Zeit verfliegt. Ich hoffe Dir geht es gut und Du kannst auf ein erfülltes Leben zurück und auf noch ein paar Jahre mehr voraus blicken. Und deiner kleinen Frau geht es hoffentlich auch gut. Ich wollte zu Eurer Hochzeit kommen, aber Du kennst mich. Meine Aufgaben treiben mich weit in der Weltgeschichte herum. Hast Du mit Melea die Gelöbnisse getauscht wie Du dir es immer vorgenommen hast, oder dann doch Erella erwählt? Wie es auch sei, ich denke ihr habt einen großen Stall Kinder auf das Angesicht der Erdmutter gesetzt. Wenn die Töchter nach den Müttern gehen, sind es bestimmt reizvolle Wesen und deine Söhne sind bestimmt auch solche Nichtsnutze und Rumtreiber geworden, wie dich dein Vater immer geschimpft hat.

Weswegen ich mich nach so langer Zeit bei Dir melde, hat leider einen wichtigen und ernsthaften Grund. Erinnerst Du dich noch an ... (Hier ist die Schrift von Blutflecken und Krallenrissen unleserlich) … dich gebeten in Sicherheit zu verwahren. Wie ich inzwischen rausbekommen habe, handelt es sich dabei … (Wasserflecken haben hier die Buchstaben zerfliessen lassen) ... und es droht große Gefahr. Es wäre ein Unglück, wenn... (Auch hier ist die Tinte von Wasser oder Blut verschmiert.) … nicht auszudenken, wenn das bei Euch in Saldach Eslam passieren würde. Ich habe jetzt die Möglichkeiten es hier bei mir in Amirith richtig zu handhaben. Ich möchte dich bitten das ...(hier stach die Kralle nochmal durch)... meinem Gesandten auszuhändigen, damit er es so schnell wie möglich zurück zu mir bringen kann.

Trotz allem wünsche ich Dir Glück und Gesundheit und verspreche, wenn die Angelegenheit bereinigt ist, mal bei Dir vorbei zu schauen und deine Kinder und Enkelkinder kennen zu lernen.

dein alter Freund Ebell
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Zemiocro
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BeitragVerfasst am: Do Dez 04, 2014 1:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Galen Normond Galen Normond
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Die Männer betrachteten die Kreatur – sie konnten sich einfach nicht dazu bringen, es als Mann zu sehen – weiterhin mit recht verstörten Gesichtsausdrücken. Es war so fremd, verhielt sich so seltsam, dass sie ihre Mienen einfach nicht ganz unter Kontrolle bringen konnten. Sein Freund entspannte sich noch etwas schneller als er, Galen aber hob das Papier erst nach einem deutlichen Zögern auf und er ließ dabei den Fremdling auch ganz sicher nicht aus den Augen.

„Ihr… sollt mir das hier geben?“ Versicherte er sich dann auch noch, bevor er nach einem weiteren Zögern versuchte, das Schriftstück im flackernden Licht des Feuers zu lesen, was eine ganz schöne Weile dauerte und es notwendig machte, dass er sich immer weiter ins Licht drehte. Dabei wurde Galens Gesicht keineswegs verständnisvoller. Als er sich das dritte Mal daran machte, den Text zu entziffern, platzte Desderon. „Was steht denn jetzt da drinnen, verdammt noch mal?“
„Ich glaube…“ Stutzte der junge Mann noch immer. „…der sollte an meinen Vater gehen.“
„Ja und?“
Galen sah von seinem Freund zu dem Wesen und dann zurück zum ersten.
„Ich äh… kapiere es nicht ganz.“
Desderon wollte ihm das Papier schon aus der Hand reißen, aber er gab es ihm nicht. Stattdessen verzog sich seine Miene. Sein Vater hatte durchaus ein paar seltsame Freunde gehabt, aber dieser hier war nun wirklich absonderlich. Und was konnte sein alter Herr haben, auf das sich das Schreiben beziehen konnte?

„Ich… bin mir im Moment nicht sicher, ob ich euch… äh… Herr Elf?... äh… weiterhelfen kann.“ Unsicher sah er nun auf das Anwesen hinab. Was war dort? Eine Art Schatz, dessen vor Eigentümer nun einen Anteil zurück haben wollte? Nachdenklich legte er den Kopf schlief, während er sich ausmalte wie ein Kessel voller blinkendem Gold unter dem Stallboden nur darauf wartete gefunden zu werden.

„Ähm… man kann nicht alles so recht lesen…“ Meinte er dann. „Habt ihr eine Ahnung…“ Nun schoss er seinem Kumpanen einen suchenden Blick. Sie waren Freunde, aber Geld war nun wirklich nichts, mit dem man Desderon betrauen konnte. Und Gold erst recht nicht. Nach einem Moment sprach er dann aber doch zögerlich weiter. „… um was für einen Gegenstand es sich handeln mag?“
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Takana
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 06, 2014 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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Lor betrachtete die beiden Menschlinge, wie sie sich über das Papier beugten. Er entspannte sich etwas, da erstmal keine größere Gefahr von den beiden auszugehen schien. Nur den Blick den sie ihm zuwarfen, hatte er schon öfters gesehen. Verachtung und Abscheu. Er knurrte kurz zurück und widmete sich dann wieder seinem Lammdörrfleisch.

„Šo genau hat Air’Laan Lor nicht gešagt was er abgeholt haben wollte. Lor würde schon bemerken, ob eš daš Richtige išt, meinte er. Lor šoll es nicht auf oder kaputt machen. Lor šoll eš nicht anžiehen und nicht die Inschrift lešen.“ Er kicherte etwas dabei. „Lor šoll eš voršichtig einpacken und šofort žur Rückholeiche bringen.“ Der Wildelf hatte die Fleischscheiben auf dem Stein gestapelt und fing jetzt an, sie in einen groben Lederfetzen einzuschlagen. „Mmmhh. Guteš Fleisch. Reicheš Land mit guter Beute išt daš hier.“

Lor deutete mit einem Finger auf das Papier in Galens Händen. „Air’Laan hat alleš da drin aufgemalt. Und die meišten Žeichen šind ja noch da.“

Der junge Wildelf sammelte die angeschärften Lammknochen und knotete sie in die Stoffbandagen an seinen Unterarmen. Er nestelte die Knochen zurecht, bis sie aufrecht in dem groben Stoff steckten und in einem Handgemenge eine schlagkräftige Überraschung bieten würden. Dann stand er geschmeidig auf. Selbst aufgerichtet ging er Galen höchstens bis zur Brust. Das Paket mit dem neuen Dörrfleisch verstaute er in einem Beutel an seinem Gürtel. Die Wasserflasche hob er auf und knotete sie daneben. „Wenn Normondwelpe nicht weišš, waš Lor wiederholen šoll, dann gehen wir eben Vater Normond fragen. Oder Mutter. Wer immer hier bei Menschlingen die Weišheit deš Rudelš bewahrt. Oder jemand anderem auš Normondrudel.“ Blitterdreck! Wird wohl doch nicht so einfach.

Der Wildelf beugte sich zu seiner Feuerstelle und fing an die Glut mit Erde zu zu schütten und die beiseite gelegte Moosnabe wieder drauf zu stopfen. Dann ging er zu den aufgehangen Lammfell und prüfte mit den Fingern dessen Beschaffenheit. „Lor mušš es noch einfetten. Aber špäter. Noch nicht genug durchgežogen.“ Er knotete das noch etwas feuchte Fell an die Spitze seines Kurzspeeres.
Die geschnitzte Medusa bettete er in ein Astloch der Eiche, von wo aus sie grimmig über den kleinen Platz blickte. Innerhalb kurzer Zeit deutete nichts außer ein paar Holzschnitzer und diese Figur darauf hin, dass hier mal ein Lagerplatz war.

Lor schulterte seinen Speer, wobei das Fell hinter seinem Rücken baumelte.
„Alšo loš. Šuchen wir Air’Lannš geheimnišvolles und gefährlicheš Dämonenartifa... Dingenš.“ Der Elf grinste breit und unternehmungslustig, wobei wieder zwei kleine Reisszähnchen aufblitzten. „Wo in der groššen Menschlingwohnhöhle fängt man am bešten an?“ Der Elf fing an leichtfüßig auf das Anwesen zu zu steuern.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Do Feb 12, 2015 7:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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