Aron - Das ALTE Rollenspiel Forum
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Auf der Straße
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Auf der Straße
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: So Apr 07, 2013 1:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Die junge Frau stellte sich als Mizara vor. Sie war auch Heilerin und hatte eine Heilstube in der Stadt. Lindariel freute sich auf eine Kollegin gestoßen zu sein und wollte sie auch zu ihrem Haus begleiten. Doch soweit kam es erst gar nicht. Das Pferd geriet erneut in Panik und riss sich los. Dies verwunderte die Waldelfe sehr, da sie bisher immer gut auf Tiere eingehen konnte. Doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, begann die Erde zu beben und Lindariel erhielt die Antwort auf die Nervosität des Pferdes. Häuser begannen zu erzittern und sie fand kaum halt, um ihr Gleichgewicht zu halten. Sie machte sich große Sorgen, dass sie Steine der Häuser treffen und verletzen könnten. Instinktiv zog sie den Jungen an sich heran, um ihn vor Steinschlägen zu schützen. Dann tat sich die Erde auf. Ein riesiger Riss durchzog die Straße und verschlang gleich eines der Häuser. Ein Mann wurde auch in die Tiefen des großen Loches gerissen. Man konnte nur hoffen, dass nicht noch weitere Menschen begruben wurden. Staub drangen ihr in Augen und Nase und sie musste Husten. Als das Beben verklang und der Staub sich gelegt hatte, konnte sie das Ausmaß des riesigen Kraters erkennen. Sie beugte sich vorsichtig über den Rand, hielt dabei den Jungen immer noch fest.

Ein alter Mann war in das Loch geklettert um den anderen zu helfen. Sie hörte wie seine Stimme aus der Tiefe erklang und um Hilfe bat. Mizara wollte sich schnell auf den Weg zu ihrer Heilstube machen und Verbandszeug holen. Sie wies Lindariel an solange dem anderen Verletzten zu helfen. Lindariel nickte.
„Bringt, wenn ihr könnt noch etwas Paste gegen Schwellungen und Entzündungen mit. Vielleicht auch etwas um Blutungen zu stoppen. Wer weiß, wer noch alles begraben wurde,“ bat sie Mizara. Dann richtete sich ihr Blick auf den kleinen Jungen.
„Dein Vater begleitet jetzt die Heilerin Mizara in ihr Haus, dort wird er gut versorgt. Doch du solltest schnell die Stadtwachen benachrichtigen und herholen. Vielleicht brauchen wir noch helfende Hände um weitere Verletzte zu bergen,“ bei den Worten rannte der Bursche los um Hilfe zu holen. Aus dem Augenwinkel erblickte Lindariel den fremden Mann, der noch bis vor Kurzem nicht all zu freundlich ihr gegenüber war. Er hatte verblüfft die letzten Ereignisse beobachtet.
„Kommt und helft uns. Starke Arme können wir hier gut gebrauchen,“ sprach die Waldelfe und kletterte dann ins Loch.

Sie nickte dem alten Mann kurz zu, welcher den Verletzten in den Armen hielt. Er hatte einige Schürfwunden und nach näherer Betrachtung schien sein rechtes Bein gebrochen zu sein. Zum Glück war er bei Bewusstsein.
„Wir müssen ihm helfen aus dem Erdspalt zu klettern, dann können wir ihn erst richtig versorgen und sein Bein ruhig stellen,“ sprach sie zu dem Alten.
Dann schaute sie sich kurz um.
„Ist hier noch Jemand?,“ rief sie um sicher zu gehen, dass niemand weiteres in dem Loch verschluckt wurde. Sie vernahm ein leises Wispern und schluchzen und als sie sich dem langsam nährte, erkannte sie, dass unter mehreren riesigen Gesteinsbrocken noch Jemand verschüttet war.
„Es ist gleich Jemand bei Euch, um Euch zu befreien,“ rief sie dem Jammern entgegen.
„Wir brauchen unbedingt noch weitere Hilfe. Alleine können wir das ganze Geröll nicht bei Seite schaffen,“ sprach sie zu dem Greis. “Lasst uns erst mal ihn nach oben schaffen, bevor er uns in Ohnmacht fällt. Glaubt ihr, dass eure Kraft dafür ausreicht?“
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Do Apr 11, 2013 9:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mizara d Gni Mizara d Gni
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Mizara ergriff den Mann am Arm und ging mit ihm in ihre Praxis. Während sie die Straße entlang gingen, wurde der Mann immer klarer, wie die Heilerin mit Erleichterung feststellte. Wahrscheinlich hatte er wirklich Glück gehabt und nur einen großen Bluterguss abbekommen. Sie würde ihm gleich schnell einige Tücher in kühles Brunnenwasser tränken und sich dann schnell wieder zur Grube begeben, wer weiß, wer dort alles in das Loch hinabgerissen und verletzt wurde! Aber da war ja noch die fremde Heilerin, die würde sich sicherlich schon um die Verletzten kümmern.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 12, 2013 9:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Rugor sah die Fremde an. "Ja, schaut mich an, natürlich schaffe ich das, ich bin doch kein alter Mann!", kicherte er. "Gestatten, mein Name ist Rugor von Lichtfels", stellte er sich vor und verbeugte sich leicht - hätte er sich stärker verbeugt, wäre er mit seinem Kreuz wohl nicht mehr hoch gekommen. "Wisst Ihr, mit dem Tragen ist das so eine Sache. So ein Mann kann ganz schön schwer sein, es sei denn, die Schwerkraft ist hier nicht ganz so stark!", erklärte er der jungen Waldelfe. "Mal sehen, wie war das noch ...", brummte er vor sich hin. "Ah ja, jetzt hab' ich es!"

Beschwörend hob er die Arme und sprach mit kräftiger Stimme: "Ho mire gea dinsa serina du maicha – KEH MANDITATOS!" Dann wandte er sich an die Elfe, um ihr mitzuteilen, dass das Problem jetzt wohl gelöst sein sollte. Das Problem war gelöst – zumindest fast. Eigentlich wollte Rugor die Schwerkraft nur etwas verringern, damit sie den Verletzten leicht nach oben bringen konnten. Offensichtlich hatte er aber mal wieder die Zaubersprüche leicht verwechselt und so verlor er plötzlich den Halt und schwebte langsam nach oben davon - er hatte offensichtlich die Schwerkraft ganz aufgehoben. "Beim dreimal gebratenem Teufelsschwanz, das wollte ich eigentlich nicht bewirken!", fluchte er vor sich hin. "Macht bloß keine hektischen Bewegungen, sonst fliegt ihr mir davon! Ich hab' gleich den richtigen Spruch, lasst mich kurz nachdenken!", rief er Lindariel zu, von der er sich immer weiter entfernte. Es war schon erstaunlich, dass so ein kräftig gebauter Elf wie Rugor schweben konnte. Unter anderen Umständen hätte sich Rugor über sein Missgeschick hervorragend amüsiert, aber in Anbetracht der beiden Verletzen war gerade nicht der richtige Zeitpunkt für Heiterkeit. Er grübelte angestrengt nach, wie denn wohl der richtige Spruch ging, während er versuchte, nicht zu weit davon zu schweben.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: So Apr 14, 2013 8:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Mizara war eilig in ihr Haus verschwunden, um den Mann zu versorgen. Nun waren nur noch der Greis und Lindariel da und standen in dem Erdspalt. Sie hob verwundert eine Braue als er ihr erklärte, dass das Gewicht kein Hindernis für ihn darstellte. Sein Name lautete Rugor von Lichterfels.
"Ich bin Lindariel, Tochter des Saerembors von Aanon," stellte sie sich ihm vor und verbeugte sich ebenfalls.
Rugor hob beschwörend seine Arme und begann einige Silben zu sprechen, welche die Elfe jedoch nicht verstand.

Ein Magier, überlegte Lindariel,dies macht natürlich Vieles leichter.

Sie spürte ein Kribbeln, welches von den Zehenspitzen an bis in den Kopf hinaufstieg. Verwundert schaute sie an sich hinab, als sie sich leicht wie eine Feder fühlte. Schon war sie einige Meter aufgestiegen. Mit dem Verletzten war es ähnlich, er schaute verwundert und begann zu schreien. Dann fiehl er in Ohnmacht. Schnell zog sie ihn unter den Schultern zu sich heran. Rugor konnte sie jedoch nicht mehr erreichen. Sie tat, wie er ihr sagte und verhielt sich ruhig, um nicht abzutreiben.
"Mit dem Zauber ließe sich das Geröll wunderbar beseitigen," rief Lindariel dem Magier zu.
Nun hatte sie die passende Höhe, um zu erkennen, dass die Wachen sich ihren Weg durch die Schaulustigen bahnten, die sich mittlerweile wieder versammelt hatten. Auch der kleine Junge kam angerannt und staunte nicht schlecht, als er die Drei schwebend über sich sah. Mit einem schiefem Lächeln im Gesicht winkte die Waldelfe dem Jungen und den Wachen zu, als sie den Ort des Geschehens erreichten.
"Der andere Verletzte befindet sich noch in dem Loch und ist verschüttet," rief sie.
Dann richtete sie ihren Blick wieder auf Rugor.
"Geehrter Rugor, ich möchte ja nicht hetzen, aber der Wind treibt uns langsam davon." Der Ohnmächtige erwachte wieder und begann panisch mit den Armen zu rudern. Lindariel versuchte ihn zu beruhigen, aber mit wenig Erfolg.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 17, 2013 7:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Mit Entsetzen nahm Rugor wahr, dass sich auch die Elfe und der Verletzte vom Boden lösten und langsam durch die Luft schwebten. Der Mann reagierte panisch, verlor aber dann schnell das Bewusstsein, sodass er nicht mehr mitbekam, was um ihn geschah. "Natürlich kann man so die Verletzten besser bergen, darum mache ich das doch. Aber eigentlich wollte ich die Schwerkraft nicht aufheben, sondern nur etwas verringern", rief Rugor Lindariel zu. "Ich muss mich dabei irgendwie etwas vertan haben, so etwas passiert mir sonst nie!", erklärte er, während er weiter verzweifelt in seinem Kopf nach dem richtigen Spruch kramte. Es konnte nur eine Kleinigkeit sein, die er falsch gemacht hatte, vielleicht hatte er zwei Wörter vertauscht oder so. "Ho mirea gea…" - nein, das war auch falsch. Jetzt fiel es ihm wieder ein! Er konzentrierte sich und sprach den Spruch: "Ho meira ge dinsa serina du maicha – keh manditatos"

Erst passierte nichts und er befürchtete schon, er hätte sich wieder vertan, dann aber sank er langsam zu Boden. Er blickte um sich und sah, dass auch die fremde Elfe wieder in die Grube herabschwebte und mit ihr der verletzte Mann. "So sollte das sein, lasst uns schnell die beiden Verletzten bergen, der Zauber wirkt nicht endlos lange. In 2 Fingern einer Kerze ist die Schwerkraft wieder normal. Jetzt sollten wir aber natürlich noch vorsichtig sein, die Schwerkraft ist immer noch sehr niedrig, aber so können wir das Geröll auch schnell wegräumen", erklärte er Lindariel seinen Zauber.

Der alte Magier wartete lieber nicht, bis Lindariel zu seinem Missgeschick Stellung nahm, sondern ging zu dem Verletzten, auf dem sich die schwebenden Mauerstücke langsam wieder absenkten. Bevor diese den Boden wieder berührten, fegte er die meisten Trümmer beiseite. Dann bückte er sich und begann, die verbliebenen Steine zur Seite zu räumen. Er blickte sich nicht nach der Elfe um, sie hatte auf ihn nicht dein Eindruck gemacht, dass sie nicht anpacken könnte. Vermutlich würde sie sich schon um den zweiten Mann kümmern. Rugor hoffte, dass sich die Heilerin Mizara bald wieder blicken ließ, auf die konnte man sich zumindest verlassen, was man von vielen anderen Bewohnern nicht sagen konnte. Obwohl die Straße nicht leer war, kam niemand zu ihnen, um zu helfen.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: So Apr 21, 2013 5:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Die Waldelfe war sichtlich erleichtert, als sie wieder festen Boden unter ihren Füßen spürte. Sie ging nicht weiter auf Rugors Missgeschick ein, sondern brachte den verletzten Mann zum Rand der Erdspalte. Sie nahm ihren Umhang ab und legte ihn auf den Boden. Dann bat sie den Verletzten sich hinzulegen und untersuchte sein gebrochenes Bein. Indes erreichten die Wachen der Stadt den Ort des Geschehens und betrachteten verwundert die große Grube. Als sie den alten Mann sahen, wie er das Geröll zur Seite schaffte, sprangen sie hinab und packten mit an.
Lindariel hatte die Hose des Mannes nach einigen Protesten aufgerissen und legte ihre Hände auf die verletzte Stelle, welche gerötet und angeschwollen war. Schien- und Wadenbein waren gebrochen. Sie konnte die Hitze der Verletzung deutlich spüren. Bis Mizara zurück war konnte sie schon einmal die Knochen in ihre ursprüngliche Position zurücklenken und m it der Heilung beginnen. Hier half auch allein ihre einfache Magie.
"Das wird jetzt kurz schmerzen," sprach sie zu dem Mann und schloss darauf für einen kurzen Moment die Augen. Man hörte einen Schrei, als Lindariel ihren Geist und ihre Hände dazu zwang die Knochen wieder zusammenzusetzen. Ihre Finger kribbelten leicht, als die Energie in den Unterschenkel eindrang und die Knochen wieder miteinander verschmolzen.
"Euer Bruch ist soweit behoben, aber noch nicht ganz verheilt. Bleibt liegen bis die Heilerin Mizara mit dem Verbandszeug kommt. Der Verband wird bis zum zweiten Vollmond euer Bein stützen. Dann müsste alles verheilt sein."

Lindriel erhob sich und sah, dass die Anderen das Geröll bei Seite geschafft hatten und eine junge Frau am Boden lag. Ihre Wunden waren deutlich schlimmer, als die des jungen Mannes. Auch erblickte sie ein schwarze Loch, welches in die Erde hinabführte. Es glich einem Tunnel. Verwundert schaute die Waldelfe Rugor an, bevor sie sich um die Frau kümmerte.
Die Verletzte hatte mehrere Quetschungen und Blutergüsse. An der Schläfe hatte sie eine riesige Platzwunde, welche stark blutete.
"Sie könnte eine Gehirnprellung und innere Verletzungen erlitten haben, daher sollten wir sie gemeinsam kurz anheben und sie nur ein kurzes Stück von den Trümmern wegschaffen. Zuviel Bewegung könnte ihr Schaden."
Bei vier hoben Rugor, Lindariel und die Wachen die Frau an und legten sie um. Zum Glück war sie bei Bewusstsein.
Die Wachen versuchten nun die Schaulustigen zu verscheuchen, welche sich über die Verletzten beugten, um sie zu bestaunen.

Nun könnte ich wirklich Mizaras Hilfe gebrauchen, überlegte Lindariel, sprach aber gleichzeitig zu dem alten Magier.

"Hast du den Eingang erkannt, der sich hier geöffnet hat?"
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Di Apr 23, 2013 10:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Mit Lindariels Hilfe und den Wachen waren die beiden Verletzten schnell geborgen. Erstaunt sah Rugor der Waldelfe dabei zu, wie sie den Beinbruch des Mannes richtete. Früher hatte ihn Heilmagie nicht interessiert, das war etwas so Gewöhnliches, er wollte große, beeindruckende Magie wirken! Mit dem Alter hatte sich seine Einstellung jedoch geändert. Er war reich und für ihn war Magie nur eine Liebhaberei, deswegen konnte er sich den Forschungen widmen, zu denen er gerade Lust hatte. Aber wer mit Magie anfing, sollte zusehen, dass er die Zauber nicht nur der Zauberei wegen lernte, sondern auch, um damit etwas zu bewirken! Und wo konnte man besser etwas Positives bewirken als mit Heilzaubern? Diese Heilung hier war doch der beste Beweis. Wenn es stimmte, dass das Bein in 2 Monden wieder vollständig verheilt war, hatte die Magierin gute Arbeit geleistet. Und der Zauber war gewiss nicht so leicht, wie es ausgesehen hatte, die Fremde konnte keine schlechte Magierin sein.

Als ihn Lindariel auf den Tunnel ansprach, der deutlich in dem Loch sichtbar war, musste Rugor leise kichern. Sie war eine Waldelfe, ganz eindeutig. Und sie war wahrscheinlich noch nicht oft in den Städten gewesen. Waldelfen duzen eigentlich jeden, dem sie begegnen, zumindest war das Rugors Erfahrung. Sie lebten in den Wäldern und kannten keine Höflichkeitsfloskeln, wie sie bei den Menschen und insbesondere in den Städten üblich waren. "Natürlich habe ich ihn gesehen, so schlecht sind meine Augen nun auch wieder nicht!", antwortete er schmunzelnd. "Aber ich bin mir nicht sicher, ob es ein Eingang ist oder ein Tunnel, der eingestürzt ist. Auf der anderen Seite" – er wies auf den gegenüberliegenden Schutthaufen in dem Loch – "könnte der Gang weitergehen, müsste man wohl mal freilegen. Aber du hast auf jeden Fall recht, dass das nicht einfach ein Hohlraum ist, sondern irgendwo hin führt."

Nachdenklich kratzte sich der alte Magier seinen Bart, bevor er weitersprach. "Ich weiß, dass es unter der Stadt die Kanalisation gibt, die teilweise auch große Gänge hat, aber das muss etwas anderes sein. Ich habe mal in alten Schriften gelesen, dass es unter der Stadt Gänge und Höhlen gibt, in denen eine Rasse gelebt hat, die es heutzutage zumindest hier nicht mehr gibt. Sie sollen zwar kleiner noch als Zwerge gewesen sein, aber ihre Bergbaukünste sollen diese noch bei weitem überragt haben. Ob dies ein Eingang in ihr Reich ist? Wenn man mal hinter den Schutt sieht, ist der Gang offensichtlich sehr sauber in den Stein getrieben. Vielleicht findet sich ja jemand und erforscht diese Gänge, das wäre doch etwas für die Stadtwache, oder? Die sollen ja schließlich für unsere Sicherheit soregn und wer weiß schon, was da unten lauert!" dabei schaute er die Wachmänner innerlich grinsend an, wohl wissend, dass die Wachen zwar recht grobe Männer waren und immer die Hand schnell am Schwert, im Grunde genommen aber meistens zu feige für so ein Abenteuer.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: Sa Apr 27, 2013 5:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Rugor berichtete der Waldelfe, welche Geheimnisse sich unter der Stadt verbargen. Fremde Rassen, Höhlen und Gänge. Das alles interessierte Lindariel sehr.
„Was ist eine Kanalisation?,“ fragte sie. Davon hatte sie noch nie gehört, da sie nur den Wald kannte.

Der kleine Junge, dessen Vater den Huf des Pferdes abbekam, eilte herbei. Hinter ihm kamen zwei Wachen voll bepackt mit Sachen.
„Wir waren bei der Heilerin Mizara und haben Tragen, Verbände und einige Salben mitgebracht. Mein Vater fühlt sich schon wieder besser,“ strahlte er die Helfer an. Lindariel nahm sich die Verbände und Salben und begann den Mann weiter zu versorgen, welcher sein Bein gebrochen hatte. Schnell hatte sie das Bein verbunden. Eine Schiene aus Holz diente als Stütze. Die Wachen hoben indessen die junge Frau auf die Trage.
„Der Verletzte ist soweit versorgt. Ihr könnt ihn zur Heilerin bringen. Sie wird sich um die kleineren Prellungen kümmern,“ sprach die Waldelfe zu den Wächtern. Dann ging sie zur jungen Frau.
„Ich kann die Blutungen stoppen und verbinden. Danach müsste ich schauen, ob sie innere Verletzungen hat,“ sagte sie zu Rugor und begann sofort mit der Arbeit, nahm ihren Mantel und legte die Beine nach oben. Lindariel nahm eine der Mullbinden, tränkte sie in Wein, welches ihr der Junge reichte und begann fest die Wunden zu umwickeln, um den Druck zu erhöhen. Dann betrachtete sie genauer die Salben, welche in kleine Tongefäße bewahrt wurden.

Honig- und Gänseeimischung, las Lindariel.

Sie riss einen Verband in ein größeres Rechteck, nahm die Paste und strich sie über den Leinenstoff. Der Wein kühlte die Wunden und hatte die Blutungen gestoppt, so nahm sie die Kompressen wieder ab und legte den Stoff mit der Paste auf die Wunde. Diese würde wie ein Pflaster wirken und die Wunden verschließen. Zudem würden sie sich nicht entzünden.
„Hmmm, es scheint nichts gebrochen zu sein. Sie ist bewusstlos, wahrscheinlich weil sie schon viel Blut verloren hat,“ sprach Lindariel mehr zu sich selbst. Ihre Hände tasteten den Körper ab und ihr Geist versuchte sich ganz auf die Aktivitäten des Körpers zu konzentrieren.
„Nein, sie hat keine inneren Verletzungen.“
Lindariel hatte fast ihre Arbeit beendet und cremte nun noch die Prellungen und Blutergüsse mit etwas Arnikasalbe ein, damit sie nicht weiter anschwollen.
„Mal schauen, ob sie wieder zu sich kommt?“
Die Waldelfe legte ihre Hand auf den Brustkorb der Frau und murmelte unverständliche Worte. Einen kurzen Moment später öffnete die Verletzte ihre Augen und schaute sich benommen um.

Die Wachen kamen wieder zurück.
„Ihr könnt die Frau nun auch zu Mizara bringen,“ sprach der kleine Junge, stolz auch helfen zu können. Zwei machten sich auf den Weg und die anderen blieben zurück.
„Was hat es mit dem Loch auf sich? Es scheint sich eindeutig ein Tunnel darin zu befinden, welcher kontrolliert werden sollte,“ sprach Lindariel einen Wachmann an.
„Ähhh,…öhmm… ich muss den Grafen über den Vorfall informieren, druckste dieser.
Lindariel blickte zum nächsten Wächter, welcher schneller eine Ausrede fand.
„Einer muss das Loch bewachen, damit es nicht weitere Verletzte gibt.“
„Protokollführung!“
Die Elfe gab auf. Die Wachen hatten kein Interesse an weitere Vorfälle. Doch Lindariel plagte wieder einmal die Neugier. So wandte sie sich zu Rugor.
„Was hälst du davon den Tunnel zu erforschen? Ich müsste nur noch meinen Bogen holen und kurz den Juwelier besuchen.“ Fragend schaute sie den Magier an. Die Wachen schienen nichts dagegen zu haben. Bedrückt schauten sie zu Boden. Lindariel dagegen hatte die Abenteuerlust gepackt. Zudem war es eine willkommene Abwechslung nach all den Verletzten. Später wollte sie bei Mizara nach dem Rechten schauen.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 29, 2013 9:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Auch Rugor wartete ungeduldig darauf, dass Mizara mit ihren Salben und Verbänden zurückkommt, diese ließ jedoch auf sich warten. Dann kam jedoch überaschenderweise nicht die Heilerin selbst, sondern der Junge des verletzten Bauern und brachte die notwendigen Dinge, um die andere Verletzte zu versorgen. Wahrscheinlich war der Heilerin etwas dazwischen gekommen, sie war sonst sehr zuverlässig, wie Rugor gehört hatte. Das schien die Elfe nicht groß zu stören, sie nahm dem Jungen die Sachen ab und begann damit, die Verletzte zügig zu behandeln. Rugor war sehr beeindruckt davon, als sie die verletzte Frau mit einem Zauber aus ihrer Ohnmacht weckte. "Vielleicht sollte ich mich doch auf meine alten Tage mal etwas näher mit Heilmagie beschäftigen, erstaunlich, was damit alles geht!", murmelt er vor sich hin.

Als Lindariel versuchte, die Wachen dazu zu bewegen, den Tunnel genauer zu untersuchen, hatte Rugor Mühe, sich das Lachen zu verkneifen. Genau so hatte er sich diese Maulhelden vorgestellt. Als die Elfe ihn jedoch fragte, ob er nicht mit ihr mitkommen würde, war er doch überascht. "Ich soll mitkommen? Sieh mich an, ich bin ein alter Mann, und du willst mit mir da in der Erde herumkraxeln?" Er lachte auf, dann sah er der Elfe ins Gesicht. "Du meinst das ernst, oder?" Unsicher blickte er in den Tunnel. Doch dann siegte die Neugier und die Abenteuerlust in dem alten Zwerg. "Ach, was soll's, wenn du mich mitnehmen möchtest, ich bin dabei! Wer weiß, was wir dort unten finden? Vielleicht irgendwelche Schätze oder alte Kunstwerke! Wir machen das!"

Bevor er wieder zu dem Tunneleingang runter kletterte, fragte er noch einmal laut in die umstehende Menge: "Will noch jemand mit uns in die Tunnel gehen? Oder können wir beide die Schätze alleine heben und den Ruhm alleine einsammeln?" Natürlich meldete sich niemand und so drehte sich Rugor um und winkte Lindariel zu sich heran. "Komm, die trauen sich alle nicht, wir gehen alleine in den Tunnel." Er sprang wieder in die Grube zurück und ging zum Tunnel. Dort lagen nur noch wenige Steine vor dem Eingang, die Rugor mit Mühe beiseite räumte – die Schwerkraft war fast schon vollständig zurückgekehrt.
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 01, 2013 2:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Erst grübelte Rugor, ob er sich auf dieses Abenteuer einlassen sollte. Doch dann stimmte er Lindariel zu. Der Gedanke an verlorenen Schätzen und Gold, ließ ein kurzes Glänzen in seine Augen erscheinen. Zum Glück war das Gasthaus „Zum trunkenen Mönch“ nicht weit entfernt und schnell hatte die Waldelfe ihren Bogen und Köcher geholt. Den Mantel ließ sie in ihrem Zimmer zurück, denn dieser war nun sehr schmutzig und musste erst noch gereinigt werden. Als sie zum Loch zurück kam winkte ihr Rugor schon zu und räumte die restlichen Steine bei Seite. Die Wächter hatten nicht vor die Beiden zu begleiten. Aber Lindariel störte es nicht weiter, da sie eh unerlaubt ihren Bogen dabei hatte. Die Aufregung ließ es jedoch die Wächter vergessen.

Sie kletterte ins Loch hinunter und half dem alten Zauberer. Das Geröll war nun weitaus schwerer geworden und mit vereinten Kräften mussten sie die großen Gesteinsbrocken aus dem Wege räumen. Lindariel achtete darauf, dass all der Schutt nicht wieder zusammenstürzen konnte und den Eingang versperrte.
„Ich hoffe ihr haltet so lange Wache, bis wir wieder zurück sind,“ rief Lindariel einem Wächter zu, der nur nickte. Dann war sie im Eingang verschwunden. Nur langsam gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit und man konnte kaum seine eigenen Füße erkennen. Wenn sie noch weiter gehen würden, wäre es bald pechschwarz um sie herum. Es ging steil Berg ab und bald schon befanden sie sich unter der Kanalisation.
Lindariel fragte sich, was sie wohl hier unten erwarten würde. Bisher schien alles verlassen. An den Wänden waren Balken zu erkennen, welche die Erde abstützten. Nach einer Weile erreichten sie einen weiteren Teil des Tunnels. Es ging nun nicht mehr tief hinunter, sondern immer geradeaus. Zudem konnte man sehen, dass der Gang gemauert wurde.

In weiter Ferne war ein Licht zu erkennen und Lindariel blieb abrupt stehen. Sie überlegte was sie wohl erwarten könnte und nahm ihren Bogen von der Schulter, um einen Pfeil zu spannen.
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BeitragVerfasst am: Do Mai 02, 2013 6:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Lindariel lief noch kurz in ihr Zimmer ins Gasthaus und holte noch einige Dinge, bevor sie Rugor beim Wegräumen half. Danach gingen sie gemeinsam in den Tunnel, der immer dunkler wurde. Rugor stolperte über einen Stein am Boden, den er bei dem schlechten Licht nicht gesehen hatte. Schimpfend wollte er gerade einen Beleuchtungszauber wirken, um den Tunnel zu erhellen, als Lindariel plötzlich anhielt. Rugor blickte zuerst irritiert auf die Elfe, welche ihren Bogen nahm und ihn spannte, dann in die Richtung, in die diese blickte.

Überascht bemerkte er, dass der Gang dort auffallen heller wurde. "Wie kann das sein?", fragte er seine Begleiterin. "Wir sind doch schon so tief unter der Erde, ich kenne hier in der nähe keinen ausgetrockneten Brunnen oder sonstigen Schacht, durch den das Licht fallen könnte. Aber stürm nicht gleich vorwärts, ich weiß etwas Besseres, als sich wehren zu müssen – erst gar nicht entdeckt zu werden!" Der alte Magier lachte leise und sprach dann einige fremdländisch klingende Worte, bei denen sich Rugors Hände immer dunkler färbten. Irgendwann löste sich das Schwarz von dem alten Magier und glitt erst nach vorne und dann wie ein Schirm auseinander. Er nahm zwar noch etwas von dem ohnehin knappen Licht, aber wenn man zu dem hellen Gang blickte, reichte es, um sich vorwärts zu bewegen. "Das ist ein Tarnschirm, auch Schleichschirm genannt. Von vorne ist jetzt nur noch eine dunkle Wand sichtbar. Wir können zwar auch nicht mehr so gut sehen, aber es sollte reichen, um zu dem Licht dort zu gelangen. Und wir wollten hier ja keine Bücher lesen!", erklärte er Lindariel kichernd. Dann bewegte er sich langsam vorwärts, die Hände mit dem Schirm immer gestreckt vor sich haltend.

Als sie dem Licht näher kamen, sahen sie, dass es aus einem Raum kam. Rugor erblickte auf der anderen Seite der beleuchteten Kammer die Fortsetzung ihres jetzigen Ganges. Dort wurde es wieder dunkel. Da niemand zu sehen oder zu hören war, meinte Rugor zu seiner Begleiterin: "Ich denke, hier gibt es nichts, was man fürchten muss.", und ließ die Hände mit dem Schirm fallen. Als seine Konzentration auf den Zauber nachließ, schrumpfte der Schirm, bis nur noch Rugors Hände schwarz waren – so schwarz, als hätte er sie die letzten Jahrhunderte nicht gewaschen. Der alte Magier blickte von seinen Händen zu dem Umhang der Elfe und fragte im unschuldigsten Tonfall: "Dürfte ich mir wohl einmal eine Ecke deines Umhangs borgen? Nicht? Na gut, dann eben nicht…" Er ließ den Rest des Schleichschirms verschwinden und lugte vorsichtig in den Raum hinein. Es war ein fast runder Raum, der anscheinend so aus dem Felsen geschlagen wurde. Der Tunnel, aus dem sie kamen, und der auf der anderen Seite waren nicht die einzigen Gänge, drei weitere gingen von dem Raum ab. Neben jedem Tunnel stand etwas an der Wand, aber diese Schrift hatte selbst Rugor noch nie gesehen. Über den Durchgängen ging eine filigrane Zierleiste hinweg, die offensichtlich von einer hochstehenden Zivilisation gemalt wurde. Rugors Blick wanderte weiter nach oben und dann sah er den Ursprung des Lichts: Mitten im Raum über ihnen hing eine Kugel und strahlte bläulich-grünes Licht aus.

(geht in den unterirdischen Palast im Westviertel)
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 06, 2013 9:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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(kommt vom unterirdischen Palast im alten Westteil)

Die kühle Abendluft umspülte sie wie ein Schwall kühles Wasser und machte sie wieder etwas munter. Rugor war jedoch klar, dass ihre Müdigkeit nur kurzfristig verflogen war und er dringend etwas Schlaf brauchte. Und natürlich etwas zu essen, wie ihm sein Bauch immer wieder mitteilte. "Wir sollten die Wachen zumindest darüber informieren, dass dort unten gefährliche Wesen lauern, die nach Möglichkeit nicht in die Stadt kommen sollten. Die ganze Geschichte brauchen wir ihnen nicht zu erzählen, das sind einfache Männer dort, die können damit wahrscheinlich auch nichts anfangen. Lass uns morgen gemeinsam zu einem Vorgesetzten der Wache gehen und ihm berichten, das ist sinnvoller!"

Normalerweise hätte Rugor sich mit einem Schwebezauber aus dem Loch gehoben, aber ihm war klar, dass er zu müde war, um sich vernünftig auf die Magie zu konzentrieren. Und da er nicht riskieren wollte, dass er beim Zaubern einen Fehler machte, beschloss er, den Geröllhaufen einfach hochzusteigen, wie es normale Wesen auch taten. Ächzend kam er oben am Rand an und wurde von einem der beiden Wachen angesprochen, die dort dösend auf einigen Steinen eines der zusammengebrochenen Häuser saßen: "Herr von Lichtfels? Ihr seid derjenige, der so mutig in das Loch gestiegen ist? Die Kameraden, die wir hier abgelöst haben, sagten uns nur, dass zwei Leute in das Loch gestiegen waren, aber nicht wer. Wir dachten, dass der Gang irgendwo einen zweiten Ausgang hat, und haben schon nicht mehr damit gerechnet, dass hier jemand wieder herauskommt." Dann erblickte er die Waldelfe, die hinter Rugor den Geröllhaufen heraufkam, und bot ihr eine Hand zur Hilfe an. Rugor verfluchte innerlich die Wachen, die einfach stillschweigend davon ausgingen, dass man schon einen zweiten Ausgang gefunden hatte, anstatt nachzusehen, ob einem vielleicht etwas passiert war.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: So Jul 14, 2013 12:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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kommt von:unterirdischen Palast im alten Westteil

Lindariel erblickte endlich wieder Tageslicht. Sie kletterte aus dem Krater heraus und einer der Wachen reichte ihr die Hand, um sie hoch zu holen. Innerlich ärgerte sich die Waldelfe darüber, da der alte Elf, der sichtlich erschöpft war, eher die Hilfe hätte gebrauchen können. Da sie sich in der Stadt noch nicht auskannte, informierte sie die Wachen nur über die seltsamen Kreaturen, welche in der Unterwelt hausten. Den Rest ließ sie aus. Die Wachmänner versicherten ihr, den freigelegten Eingang nicht unbewacht zu lassen. Mit dem Versprechen machten sich beide auf den Weg zu Rugors Haus, da ihm Lindariel anbot, ihn noch nach Hause zu begleiten. Die Sonne ging langsam unter. Wie lange sie wohl da unten waren? Jegliches Zeitgefühl hatte sie an diesem düsteren Ort verloren.
„Wir sollten uns morgen auf den Weg zum Magierturm machen,“ sprach Lindariel. „Dann könnt ihr euch von den Strapazen erholen und erst einmal etwas vernünftiges Essen.“
Es dauerte nicht lange und sie hatten sein Haus erreicht.
„Morgen früh hole ich euch wieder ab. Es wird sicher sehr spannend für mich den Magierturm zu sehen. Ich habe schon einige Geschichten über ihn gehört. Er ist ja in ganz Naromyr bekannt,“ sprach sie aufgeregt. „Selber habe ich noch einige Erledigungen zu tätigen. Ich muss noch einmal zum Juwelier. Der Händler wartet schon sicherlich auf mich und wundert sich, wo ich bleibe.“ Bei den Worten fiel ihr ein, dass sie sich beeilen sollte, da die Geschäfte sicherlich bald schlossen.

Die Waldelfe verbeugte sich vor dem Magier.
„Ich wünsche euch einen angenehmen Abend. Es war mir eine große Freude euch getroffen zu haben und ich hoffe, dass wir Beide alles zum Guten wenden werden. Hoffen wir, dass heute Nacht keine Monster aus den Tiefen hinaufsteigen werden.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Lindariel und machte sich auf den Weg zum Juwelier. Sie rannte fast, da sie den Zwerg nicht verpassen wollte.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 20, 2013 7:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Durch die kühle und frische Abendluft wieder etwas wacher geworden, schritten Lindariel und Rugor zum Haus des Magiers. Dort angekommen verabschiedete sich der alte Elf von seiner Begleiterin. "Hab' vielen Dank, dass du mich noch nach Hause gebracht hast. Wobei es sich doch eigentlich gehört, dass der Mann die Frau wohl nach Hause geleitet. Naja, vor einigen Hundert Jahren hätte ich das auch sicher noch gemacht, heute ist es so herum wohl angebrachter"kicherte er. "Ich danke dir auch, dass du mit mir in dieses Labyrinth hinab gestiegen bist. Eigentlich wäre es Aufgabe der Stadtwache gewesen, aber ich bin froh, dass du statt ihrer mitgekommen bist. Auf die Burschen hätte ich mich nicht wirklich verlassen können, du hingegen warst eine sehr zuverlässige Begleiterin. Lass' es uns so machen, dass du morgen zu mir zum Frühstücken kommst, dann besprechen wir, wie wir weiter vorgehen. Jetzt brauchen wir wohl beide erst ein wenig Ruhe, ich wünsche dir eine angenehme Nacht und wir sehen uns dann morgen."

Rugor sah der Elfe nach, wie sie eiligst davonlief, da sie noch zu einem Juwelier wollte und Angst hatte, dass dieser schon sein Geschäft geschlossen hatte. Der alte Mann schmunzelte über die Hektik und Ungeduld der Waldelfe. Morgen war doch auch noch ein Tag. Und übermorgen auch! Aber so war sie halt, die Jugend! Die Waldelfe würde im Laufe der Jahrhunderte sicherlich noch ruhiger werden, da war sich Rugor ganz sicher. Er drehte sich um, ging durch das schwere Eisentor durch den Garten zu seinem Haus und stapfte gemächlich die Treppe hoch. Er war kaum oben angelangt, als sich die Tür plötzlich öffnete und jemand wie ein wütendes Untier heraustrat und ihn mit glühenden Augen anstarrte. Es war jedoch kein Drache, zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Es war Salvienne, seine Haushälterin, und sie wirkte alles andere als erfreut.

(Weiter in Rugors Villa)
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Do Feb 12, 2015 9:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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