Aron - Das ALTE Rollenspiel Forum
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Reise Nach Engelsfall
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Reise Nach Engelsfall
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Do Feb 12, 2009 11:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel betrachtete ihre Mine als sie erwähnte das Feuer mehr sei als eine Bestattungsmetode. Es war fast schon Kindlich als sie davon erzählte, aber plötzlich wurde ihr Blick traurig und als sie ihr Beileid bekundete klang auch ihre Stimme so als ob in ihrem Leben etwas gründlich danebengegangen wäre. Er wollte mehr von dieser Frau, die ihn schon nach wenigen Minuten des Gespräches so in ihren Bann zog wissen das er sich durchaus vorstellen konnte dieses oder jenes mit ihr zu tun. Aber wenn er diesem Drang zu schnell nachgab würde sie sich ihm wieder verschließen und wieder ihre abweisende Art herauskehren.
Ihr plötzlicher und rascher Stimmungswandel überraschte ihn, weil er immernoch in Gedanken war und etwas aufschreckte als sie ihn ansprach.
"Ob ich dich einlade? Mit dem Allergrößtem Vergnügen."
Leise seufzent betrachtete er ihren Rücken und ließ seinen Blick langsam nach unten wandern.
Selbstbeherschung ist eine Tugend! Also reiß dich zusammen du alter Narr!
Mühsam riss er seinen Blick von ihrem einladenten Formen, sah zu Shartrik und verabschiedete sich wortreich von ihm und äußerte den Wunsch das sie sich hoffentlich noch einmal begegnen würden. In leichtem dauerlauf erreichte er Aiko, die doch schon ein gutes Stück zurückgelegt hatte und betrat mit ihr zusammen eine eher unscheinbare Hütte an der er wahrscheinlich einfach vorbeigelaufen wäre.

Als sie eintraten drang die volle, leicht spottende Stimme des Wirts an sein Ohr und er vernahm etwas von einem gewissen Patryk.
Ob das ihr Freund ist oder ob sie schon Verlobt sind? Vielleicht sind es ja auch nur Freunde oder Geschöftspartner die sich ihre Beute Teilen...
Gabriel lächelte versonnen und bemerkte erst jetzt das es hier angenehm kühl war.
Die Huun verstehen es wirklich Häuser zu bauen die perfekt isolirt sind und optimal vor der Hitze schützt!
Anerkennend nickend setzte er sich an den Tisch den Aiko ausgewählt hatte und seine Gedanken wanderten wieder zu diesem Patryk zurück.
Die Getränke kamen und Gabriel war immernoch nicht zu einer, für ihn stimmigen Lösung gekommen und als er einen Schluck Wasser Trank dachte er so bei sich, und nicht ohne einer gewissen Vorfreude, das er vielleicht doch noch eine Möglichkeit hatte seine gelernten und selbst entwickelten Verhörmetoden anzuwenden. Hier musste er jedoch noch feinfühliger und behutsammer vorgehen als sonst.
"Ja, es gibt kaum etwas besseres!"
Er verschränkte die Hände und stütze sein Kinn darauf.
"Also wenn du etwas über mich oder von mir wissen möchtest brauchst du nur zu fragen."
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Vara
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BeitragVerfasst am: So Feb 15, 2009 2:08 am    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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Aiko musterte Gabriel erstmal eine ganze Weile und trank auch etwas von ihrem Getränk, bevor sie sich doch dazu entschloss, etwas zu sagen. Während sie die Worte aussprach ließ sie den Mann nicht aus den Augen.
"Weißt Du, ich habe lange überlegen müssen... Du siehst älter aus, vielleicht hat Dich die Sonne Raans sogar etwas verändert... Und Du selbst, wolltest höchst wahrscheinlich auch nicht so schnell erwischt werden, zumindest würde ich mein Äußeres etwas ändern, wenn ich auf der Flucht wäre." Wieder nahm sie einen Schluck von ihrem Wasser. "Aber jetzt bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass Du es bist, den sie suchen..."
Sie kramte kurz in einer kleinen Tasche ihrer Hüftbekleidung (es handelte sich dabei ja irgendwie um eine gelungene Mischung von kurzer, enger Hose und einem halben Rock) und zog dort einen Zettel hinaus, den sie ihm dann auch hinschob. "Weißt Du alter Mann, ich kann vielleicht nicht lesen, aber ein ausgeschriebenes Kopfgeld erkenne ich dann doch noch recht genau. Und die Zahl, die dort unter Deinem Bild aufgeführt ist, scheint auch nicht unbedingt gering zu sein..."
Sie wartete darauf, dass er sich das Blatt Papier ansah, dass sie ihm soeben zugeschoben hatte. Dann brachte sie ihre Gedanken aber noch in Worten unter, bevor er wirklich hätte darauf reagieren können.
"Es interessiert mich weniger, warum Du gesucht wirst Gabriel..." Obwohl es wahrscheinlich eine recht spannende Geschichte werden konnte, die dieses Essen zu etwas aufregenderem machen konnte, als es eigentlich war... "Was ich von Dir wissen will ist, warum ich Dich für diese beachtliche Summe nicht einfach ausliefern sollte?" Sie verzog kurz den Mund, als sie merkte, dass sie sich etwas unverständlich ausgedrückt hatte. Sie alleine würde es wohl kaum schaffen ihn überhaupt irgendwohin zu bringen. "Oder sagen wir besser: Warum ich Dich für diese Summe nicht ausliefern lassen sollte?"
Jetzt erst erwartete sie eine Reaktion von Gabriel's Seite aus, wurde aber wieder jäh von dem Wirt unterbrochen, der gerade zwei volle Teller duftender Eintöpfe an den Tisch brachte. Mist! Warum gerade in diesem Moment! Er verdarb der Frau ihren ganzen mysteriösen Auftritt...
"Sag mal Aiko, was machst Du wieder für ein beleidigtes Gesicht?" fragte er... "Nun füttere ich Dich hier auch noch Tag für Tag durch und dann schaust Du auch noch so!"
"Es ist nichts!" hetzte sie, er sollte endlich wieder gehen und sie in Ruhe ihre Geschäfte machen lassen...
"Versteh mal einer die Weiber..." scherzte der Mann in Gabriel's Richtung und lachte schallend, als er sich sodann auf den Rückweg zu seinem Tresen machte.
Beleidigt hatte Aiko dem Wirt noch etwas nachgeschaut, bevor sie sich erst für einen Bissen ihrem Eintopf zuwendete, bevor ihr Blick dann wieder Gabriel galt.
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: So Feb 15, 2009 3:00 am    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Betroffen und etwas geschokt betrachtete Gabriel dieses verhängnissvolle Blatt Papier. Im ersten Impuls wollte er Aiko niederschlagen, das Blatt nehmen und vernichten.
Nein! Warum muss mich meine Vergangenheit sogar hier einholen?
Er wollte ihr gerade eine Antwort geben, aber da kam das Essen, es war ein nahrhafter Eintopf. Schweigend und grübelnd widmete er sich dem Teller der vor ihm stand und während er aß sprach er kein Wort, vielmehr legte er sich die Worte zurecht.
Langsam beinahe bedächtig legte er den Holzlöffel beiseite und trank noch einen Schluck Wasser.
"Nun kurz gesagt weil ich die Gastfreundschaft deines Volkes genieße und weil ich die Armee Gonds besser kenne als du!"
Er lachte kurz und freudlos auf.
"Oh ja, das würde ihnen so passen!"
Gabriel nahm den Steckbrief und las ihn Aiko flüstern vor:

Zitat:
Gesucht:
Vizekomandeur der Nördlichen Grenztruppen, Obrist Gabriel.
Ihm werden Hochverrat, Befehlsverweigerung und Fahnenflucht vorgeworfen!
Wer Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen gibt, oder wer ihn der Gerichtsbarkeit Gonds aushändigt erhält eine Belohnung von 500 Goldmünzen!


Nachdem er geendet hatte machte er eine kurze Pause bevor er weitersprach und sah Aiko durchdringend an. Dabei faltete er das Blatt zusammen uns steckte es unter den Bund seiner Hose.
"Du hättest Glück wenn du die Garnision Lebend verläßt und die fünfhundert Goldmünzen wirst du auch niemals zu Gesicht bekommen!"
Gabriel schnaupte leise.
"Aber du konntest ja nicht wissen das die meisten Offiziere der großen Armee Gonds niemals für einen Gefangenen so viel Gold zahlen würden, und wenn du auf dein Recht bestehst- und in diesem Fall hättest du recht- werfen sie dich in ein Verließ!"
Er seuftzte schwer und mussterte dann Aikos durchauß anregendes äußeres. Noch leiser als ohnehin schon sagte er:
"Und wenn sie dich vergessen würden, wäre das noch am gnädigsten!"
Er erschauerteals er sich an den Tag zurückerinnerte an dem er das Haus über sich und Sabina einstürzen einstürzen ließ.
Gabriel zog sich tief in seine Gedanken zurück und bemerkte garnicht das er den Name des Mädchens aussprach.
Ob es Sabina gut geht? Ich hoffe sie bereitet meinen Eltern keine Sorgen...
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Vara
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BeitragVerfasst am: So Feb 15, 2009 7:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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Da hatte Gabriel sie die ganze Zeit, als es völlig unsinnig war, mit Worten überflutet und nun, wo es wirklich wichtig war, schwieg er und aß so ganz in Ruhe seinen Eintopf... Dem von Natur aus eher ungeduldigen Mädchen, mochte das gar nicht gefallen aber Aiko zwang sich dazu, darauf zu warten, bis der Mann sich gestärkt hatte. Wahrscheinlich überlegte er daran, was er ihr für einen guten Grund liefern konnte. Es musste aber auch einer sein, der sie überzeugte, da sollte er sich also lieber ein paar Gedanken mehr machen... Also musste sie warten, auch wenn ihr das gar nicht gefallen wollte. Sie aß in der Zeit auch etwas, obwohl sie eigentlich noch gar keinen richtigen Hunger oder Appetit hatte. Sie wollte mit ihren Fingern ungeduldig auf dem Tisch rum tippen, aber sie wollte den Mann ja auch nicht aus der Ruhe bringen und ihre beherrschte Fassade sollte ja auch nicht so schnell bröckeln.

Als er dann endlich fertig war, war sie doch etwas enttäuscht von dem, was er da die ganze Zeit wohl ausgebrütet hatte. Sollte das etwa schon alles gewesen sein? Sie wusste, dass seine kühle Art in diesem Moment nur gespielt war, aber sollte er es eben halten, wie er mochte. Sie versuchte ja auch beherrscht zu bleiben, obwohl ihr das auch nicht unbedingt lag.
"Du meinst also, unsere Gastfreundschaft ist so groß, dass wir jedem Fremden Schutz gewähren?" Sie runzelte etwas beleidigt die Stirn. "Und ich muss die Armee Gonds nicht erst kennen lernen, um zu wissen, dass sie sich nicht von all den anderen unterscheidet. Du solltest mich nicht für zu dumm halten, alter Mann." Sie musterte ihn etwas eingehender... "Du wärst nicht der erste, der von uns ausgeliefert werden würde. Weißt Du, wir bringen nicht unser eigenes Dorf in Gefahr, damit einer wie Du in Sicherheit ist." Das stimmte nicht, aber sie konnte wirklich überzeugend lügen und die Huun hatten sowieso schon nicht den besten Ruf...
Wegen der Ungedult wurde sie langsam zynischer. "Meinst Du, wir riskieren, dass die Armee Gonds hier einfällt, weil sie Dich vielleicht hier vermutet?"

Sie beugte sich jetzt nach vorne und stützte ihre Ellenbogen auf dem Tisch ab, was ihm einen Einblick in ihr tiefes Dekolleté erlaubte. Gedankenverloren stocherte sie etwas in ihrem Eintopf, bevor sie weiter sprach. "Gib mir diesmal einen besseren Grund, Dich nicht zu verraten... Überzeuge mich davon, dass Du es verdient hast, dass ich schweige." Sie schaute zu ihm hoch und betrachtete ihn wieder eindringlich.
Was sie hören wollte, waren herzzerreissende Geschichten, sollte er versuchen ihr zu drohen, würde sie ihn wohl wirklich ausliefern. Eigentlich wollte die Frau es nicht tun, aber er sollte ihr eine Geschichte bieten, die sie wirklich davon überzeugen würde. Und wer war diese Sabina, deren Namen er so vor sich hin flüsterte? Vielleicht seine Frau, die er hatte zurücklassen müssen? Oder war sie vielleicht schon gestorben? Hatte er Kinder? Vielleicht war es seine Tochter...
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: So Feb 15, 2009 10:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel seuftzte sehnsüchtig während er diesen Einblick genoss, ob es beabsichtigt war oder nicht spielte in diesem Moment keine Rolle für ihn.
"Nun du musst nicht gleich beleidigt sein, dass ich gesagt habe das ich die Gastfreundschaft deines Volkes genieße war das keinesfalls beleidigend oder schmähend gemeint!"
Gabriel lächelte kurz herablassend.
"Außerdem mag ich bezweifeln das sich Gonds Armee derzeit für mich interresiert außerdem..."
Er machte eine kurze Pause und wrang seine Hände.
"... außerdem würdest du eine unschuldige in Gefahr bringen!"
Nun würde wohl kein Weg mehr daran vorbeiführen ihr die Geschichte seiner Flucht zu erzählen, allerdings in einer Kurzfassung.
"Mein Aufstieg in der Armee hat nicht allen gepasst, vor allem die Adligen waren dagegen dass ich zum Offizier und zum stellvertretenden Kommandeur der nördlichen Grenztruppen berufen wurde. Schließlich wurde ich mit einer Kompanie zu einem Dorf geschickt um es von Wegelagerern zu befreien. Es war ein Hinterhalt. Als ich in die Kaserne zurückkehrte wartete ein weiterer Befehl auf mich, es war ein Auftrag der selbstmörderisch war. Ich sollte- mit einem Zug- einen Stamm Orks vertreiben. Als ich jedoch an meinem Auftragsort eintraf fand ich nur Ruinen vor."
Wieder machte er eine Pause unt trank einen Schluck Wasser, dabei versuchte er seine Nervosität in den Griff zu bekommen- das sie ihm immernoch einen ganz tiefen Einblick gewährte machte die Sache jedoch nicht einfacher. Kurz Räusperte er sich bevor er weitersprach.
"Bei der Durchsuchung der Ruinen fand ich zwei dinge... erstens: einen massiven Treppensturz und zweitens, ein Mädchen das total verängstigt war. Ich habe sie gefragt was vorgefallen war und was sie mir erzählte hat mir die Augen geöffnet."
Nun mussterte er Aiko und fasste ihre Hand, das seine Hände immernoch in Handschuhen steckten und sie das als unhöflich empfinden konnte, war ihm in diesem Moment egal.
"Sie sagte mir das es nie Orks in dieser Gegend Gonds gegeben hatte und das unsere eigenen Soldaten das alles angerichtet hatten! Und soll ich dir das bester verraten? Ihre Eltern lagen drei Meter entfernt, beide tot, wie sie zugerichtet waren werde ich dir hierbei verschweigen!"
Er ließ ihre hand wieder los und bemühte sich bei den nächsten Worten möglichst gleichgültig zu wirken, ob es ihm gelang wusste er nicht.
"Also habe ich unseren Tod vorgetäuscht indem ich das Haus über uns einstürzen ließ."
Während er sprach zog er kurz seine Handschuhe aus und zeigte ihr seine Finger, an denen die Fingernägel gerade wieder nachgewachsen und die tiefen Schnitte wieder zugeheilt waren.
"Mit diesen Händen habe ich uns einen Weg nach draußen gegraben und sie danach bei meinen Eltern abgeliefetrt. Zuvor habe ich das arme Mädchen erst noch zwei Tage durch halb Gond getragen."
Während er seine Handschuhe wieder anzog blickte er sie bittend an und verlieh seiner Stimme einen drängenden Unterton.
"Wenn du mich nun auslieferst bringst du nicht nur mich sondern auch meine Eltern und dieses Mädchen in Gefahr. Also Bitte ich dich zu schweigen!"
Kurz überlegte er bevor er einige Münzen auf den Tisch legte und aufstand.
"Hier, der Rest ist für dich. Ich werde dein Dorf nicht weiter in Gefahr bringen, das verspreche ich dir."
Er griff gemähchlich nach seinen Sachen und wante sich dann zur Tür.
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Vara
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 16, 2009 8:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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Seine Geschichte traf den richtigen Nerv bei Aiko. Es erinnerte sie an sich selbst, an ihre eigene Kindheit, an den Tod ihrer eigenen Mutter. Daran, wie die Orks einfielen in ihr zu Hause. Daran, wie sie alles zerstörten, was ihr lieb und heilig gewesen war. Daran, wie sie ihre Mutter misshandelten, direkt vor ihren kindlichen Augen. Daran, wie ängstlich sie war, als eines dieser Wesen, den Schrank zerbrach und das andere Kind entdeckte, dass neben ihr saß.
Wäre in diesem Moment nicht alles dunkel geworden um sie herum, hätte sie vor Angst geschrien. Das schlimmste hatte sie aber leider nicht verpassen dürfen, dies war ihr nicht vergönnt gewesen. Es verfolgten sie heute noch Alpträume, in denen sie ihre Mutter Qualen leiden und letztendlich sterben sieht.
Daher konnte sie sehr gut mit Sabina mitfühlen... Nur war sie alleine, als sie wieder zu Bewusstsein kam. Ihr hatte niemand geholfen, sie war ganz alleine, als sie erwachte. Das Dorf war mit leblosen Leibern überflutet und sie - ein kleines sechsjähriges Mädchen - die einzige Überlebende.
Nichts war bisher härter, als diese wenigen Tage alleine in der Wüste. So ganz ohne ihre Mutter, ganz ohne zu Hause und ganz ohne Hoffnung. Hätte Patryk sie nicht gefunden und aufgelesen, wäre sie dort sicher gestorben. Es war schon Jahre her, aber sie hatte das alles bisher nicht überwinden können. Die Trauer, wegen ihrer Mutter und ihrem zu Hause, wich schnell dem Hass Zandur und seinen Orks gegenüber.

Sie beobachtete noch halb, wie er sein Gold auf den Tisch legte und war recht froh darüber, dass er sich erhoben hatte und ihr den Rücken zuwandte, als er sich auf den Weg zur Tür machte. So hatte sie genug Gelegenheit, sich eine Träne aus dem Gesicht zu wischen, die aus ihren Augen gekullert war, als sie an diese unschönen Ereignisse aus ihrer Kindheit zurück dachte. Zum Glück hatte er das nicht gesehen, es wäre ihr zu peinlich und unangenehm gewesen.
Sie schnappte sich sein Gold und warf dem Wirt eine Münze davon zu, den Rest steckte sie wieder ein - war ja schließlich für sie. "Hey Wissmar, ich bin dann jetzt wieder weg!"
Dann lief sie Gabriel nach und holte ihn draussen auch schnell wieder ein.
"Weißt Du, alter Mann..." fing sie langsam an, während sie im gleichen Tempo neben ihm her ging. "Deine Geschichte hat mich überzeugt..." Jetzt überholte sie ihn vollends und lief im Rückwärtsgang vor dem Mann her. "Und warum trägst Du jetzt Briefe aus, wie ein einfacher Bote?" fragte sie wieder gewohnt keck.
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 16, 2009 9:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel trat aus dem Lokal und genoss die Sonne. Es war zwar ziemlich warm, aber nach den Erinnerungen die ihn gerade heimgesucht hatten war es eine Wohltat. Er blieb jedoch nicht lange ungestört, denn Aiko hatte ihn bereits nach ein paar Augenblicken wieder eingeholt.
Auf ihre Bemerkung das seine Erzählung sie überzeugt hatte lächelte er freudlos.
"Ach das freut mich aber..."
Als sie ihn überholte und rüchwärts vor ihm herging wäre er beinahe stehengeblieben und hätte ihr einen Rüffel verpasst den sie niemals vergessen würde.
Ruig Gabriel, ganz ruig...
Er seuftzte tief und besann sich auf ihre Frage.
"Nun, wie gesagt ich musste aus Gond fliehen und will mir irgendwo etwas neues aufbauen. Ich verbrachte einige Tage in Sai und durfte dort die Gastfreundschaft des Herzogs genießen, auch wenn er nicht persönlich anwesent war. Hier beginnt nun der interesannte Teil! Als gegenleistung für meinen Aufenthalt soll ich einen Brief an Nagakura überbringen- der sich derzeit in Aron befindet. Deshalb bin ich gerade als Bote tätig."
Er Kratzte sich mit der linken Hand am Kopf.
"Wie du siehst also nur eine vorrübergehende Tätigkeit."
Spontan fasste er den Entschlus Aiko jetzt zu fragen ob sie ihn nicht begleiten will.
"Aiko ich hätte eine Frage an dich."
Nervös räusperte er sich und hoffte das sie es ihm die gespielte nervosität abnahm.
"Eine so lange Reise ist alleine ziemlich langweilig und deshalb wollte ich dich fragen ob du mich begleiten möchtest?"
Gespannt blickte er Aiko an und wartete auf eine Antwort.
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Vara
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 16, 2009 11:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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"Was steht denn in dem Brief drin, den Du zu überbringen hast?" fragte Aiko gespielt neugierig, auch um nicht sofort auf sein Anliegen antworten zu müssen. Nicht, dass es sie wirklich auch nur einen Deut interessierte, aber wenn er sie schon fragte, ob sie ihn begleiten wollte, hatte sie ihrer Meinung nach ein Anrecht darauf, es zu erfahren. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt, war sie mittlerweile auch stehen geblieben und hatte Gabriel damit ebenfalls zum Stillstand gebracht.
Wer war er schon, dass er sich anmaßte eine fremde Frau zu fragen, ob sie ihre Heimat verlassen würde, um mit ihm Briefe zu überbringen? Und dann auch noch an irgendeinen Herzog... Einen Mann, den sie nicht mal kannte und auch nie kennen lernen wollte! Sie empfand es eigentlich schon als Frechheit, dass ihm tatsächlich solche Gedanken im Kopf rum schwirrten.
Also wirklich, was war das für eine dumme Frage... Als würde er tatsächlich daran glauben, dass sie ihn in irgendeiner Welt oder irgendeinem Leben begleiten würde... Natürlich empfand sie ihn in diesem Moment als äusserst interessant, aber nicht interessant genug um ihn auf seinen Botengängen zu nachzulaufen.
Ausserdem würde sie Patryk nie aus solchen Gründen verlassen. Aiko war vielleicht nicht die Einzige für den Huun-Krieger, aber sie liebte ihn. Das Dorf für irgendeinen Fremden verlassen? Nein, um ihn zu verlassen und weg zu gehen, konnte es nur einen einzigen logischen Grund geben. Und Aran bot der Frau die Perspektiven darauf nicht. Nur die Aussicht darauf an Zandur Rache nehmen zu können, würde sie von Patryk und den Huun trennen können. Patryk besaß sie wohl doch nicht ganz, größer als diese Liebe zu ihm, die zweifellos in ihr vorherrschte, war die Wut auf die Mörder ihrer Mutter, die Zerstörer ihrer Kindheit und kindlichen Unschuld.
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Di Feb 17, 2009 12:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel merkte schon an ihrer Art das sie zwar angebissen hatte aber den Köder noch nicht geschluckt hatte. Sie war nicht bereit ihre Ketten abzustreifen und ihre Bindungen zu lösen. An ihrer Stelle hätte er laut gelacht und gefragt ob ihm die Sonne das Hirn verbrannt hätte das er auf solche Gedanken kam.
"Hmm... Es ist eine gute Frage für was ich mein Leben Riskiren soll."
Er setzte sich in den Schatten eines Hauses ohne darauf zu achten was Aiko von ihm dachte weil er auf die Sauberkeit seines Hosenbodens keine Rücksicht nahm. Nachdem er es sich im Schneidersitz bequem gemacht hatte sah er sie verschwörerisch an.
"Gleich siehst du noch eines meiner Geheimnisse. Bitte schweige auch darüber!"
Vorsichtig nahm er den Brief aus der Innentasche seines Wamses und griff dann nach seinem Wanderstab. Mit einer geschickten Handbewegung entriegelte er es und offenbarte Aiko die wahre Natur dieses Gegenstandes. Als er am einen Ende zog, löste es sich ´lautlos und bevor sie sich versah hielt er ein Schwert in der Hand. Gespannt flüsterte er:
"So dann wollen wir doch mal sehen..."
Vorsichtig löste er das siegel ohne es zu brechen, als es ab warsteckte er die Klinge wieder in den langen, hohlen Teil des Wanderstabes und verriegelte ihn wieder. Behutsam entfaltete er das Blatt und strich es glatt, dann las er es. Erst einmal um einen Überblick zu bekommen und dann ein weiteres mal um sich wesentliche Details einzuprägen anschließend las er Aiko den Brief vor:

Zitat:
Mein kleiner Nagakura,
ich schreibe dir diesen Brief in tiefer Sorge um dich. Seit mehreren Monaten habe ich bereits nichts mehr von dir gehört und hoffe auf diesem Weg etwas von dir zu erfahren!
Doch mich plagen auch noch andere Sorgen.
Seit geraumer Zeit fallen immer wieder Zandurs Truppen in dein Herzogtum ein und dein Stellvertreter ist ein Taugenichts der seine Zeit lieber damit verbringt oppulente Feste zu feiern anstat seine Untertanen zu schützen.
Ich habe in deinem Namen und mit den Mitteln aus deiner Erbschaft einen kleinen Trupp Soldaten in deine Dienste genommen, 100 Mann, um wenigstens deinen Stammsitz und die in unmittelbarer nähe gelegenen Dörfer zu schützen.
Ich flehe dich an, komm zurück und leite uns in diesen schweren Stunden!
Gerüchten zu folge will Zandur seinen Blick nach Aran richten und dort soll die alte Feste Engelsfall wieder in Stand gesetzt werden.
Natürlich weiß ich nicht ob es der Wahrheit entspricht, doch sehe ich keinen Grund warum uns reisende Kaufleute belügen sollten.
Ich hoffe das dich diese Zeilen erreichen werden.

Ruth

Nachdenklich faltete er den Brief wieder zusammen, legte das Siegel verkehrt herum in die Sonne, wartete ein Paar Augenblicke und presste es dann ganz vorsichtig wieder darauf. Als er mit dem Ergebnis zufrieden war steckte er den Brief wieder weg und strich sich mit der Hand über das Kinn.
Nach einer Weile sagte er:
"Das sind ja sehr interresante Neuigkeiten...!"
Von einer Sekunde zur anderen wechselte seine Stimmung, Gabriel wurde beinahe ausgelassen.
"Aran rüstet also zum Krieg... na dann hoffe ich mal das Zandurs Streitmacht nicht hier durchkommt."
Er bedachte sie mit einem Blick der aussagen sollte das er sich genau das wünschte.
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Vara
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BeitragVerfasst am: Di Feb 17, 2009 9:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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Aiko folgte dem Mann zu der Hauswand und ging neben Gabriel in die Knie. Aus dieser Position beobachtete sie, was er mit seinem Stab machte und wie er den Brief mit dem heraus kommenden Schwert öffnete. Sie staunte nicht schlecht über die Klinge und über das Versteck davon. Auf ihre eigene Waffe war sie sehr stolz, aber so raffiniert konnte sie es nicht verstecken. Naja, warum sollte sie auch? Sie war jemand, der es mochte im Mittelpunkt zu stehen und sie mochte es, wenn man sie ansah. Ihr Schwert zog eben auch einige neugierige und auch neidische Blicke auf sich, sie würde es nie verstecken wollen.

Aber hatte er sich bis eben gerade nie gefragt, was in diesem Brief stand? Er war doch schon so lange unterwegs... Sie selbst hätte den Brief sofort aufgerissen, sobald sie das Anwesen verlassen hatte. Die Frau hätte es nie so lange ausgehalten, dazu war ihre Neugier einfach zu groß. Bei Gabriel schien diese Eigenschaft ja eher weniger ausgeprägt zu sein.
"Lies doch vor!" drängte sie ungeduldig, als er sich den Brief zwar durchzulesen schien, aber sie nicht daran teil haben ließ. Irgendwie fühlte sie sich von ihm ausgeschlossen, sein Blick war so ernst und sie wusste nicht mal warum. Wie ein kleines Kind, dass nicht wusste und nicht erfahren durfte, worüber die Erwachsenen sprachen. Und solch ein kindisches Verhalten ihr gegenüber konnte sie nunmal nicht ausstehen.

Dann irgendwann - es schien eine Ewigkeit vergangen zu sein - wiederholte er den Inhalt auch noch mal laut. Der Brief schien sehr wichtig zu sein, daher konnte sie erst recht nicht nachvollziehen, warum man so einen wichtigen Brief irgendeinem Fremden gab, um ihn zu überbringen...
Aiko's Mine verdunkelte sich fast schon schlagartig, als sie diesen einen Namen hörte, der sie nachts in ihren Träumen heimsuchte und am Tage ihre Gedanken dominierte, wenn sie damit alleine war. "Zandur..." flüsterte sie mit wütend klingender Stimme. Er würde also tatsächlich in greifbare Nähe kommen. Sie wollte Rache an ihm üben, sie wollte ihn tot sehen! Und dies am Besten so schnell wie möglich.
"Sag Gabriel..." Sie runzelte die Stirn und sah ihn ernst an, bevor sie ihm ihre Frage stellte. "Kannst Du mich zu dieser Grenzfeste führen?"
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Di Feb 17, 2009 10:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel erhob sich und mussterte Aiko, diesmal aber genauer.
"Nun Aiko, ich nehme an das du bei deinen Raubzügen schonmal den einen oder anderen Kampf ausgefochten hast und keinesfalls stelle ich dein Können mit dem Schwert infrage..."
Gabriel brach ab weil er merkte das er im Begriff war abzuschweifen. Nachdenklich kratzte er sich am Kinn und überlegte wie er ihr seine Erfahrungen bezüglich eines Krieges vermitteln könnte. Aprubt hob er seinen Wanderstab und tippte ihr gegen die Stirn.
"Es ist offensichtlich das du einen Groll gegen Zandur hegst. Ich weis zwar nicht wieso und es geht mich auch nichts an, dennochsolltest du nicht so naiv sein und eine Schlacht mit einem Scharmützel zu vergleichen zu wollen."
Langsam ließ er den Stock wieder zu Boden sinken und blickte Aiko dabei direkt in die Augen.
"Ja, ich kann dich nach Engelsfall führen. Aber du wirst tun was ich sage, dies ist meine einzige Bedingung."
Plötzlich kam Gabriel eine Idee und er beschloß sie ihr gleich mittzuteilen, nicht das sie sich am Schluß mit der Ausrede, das dies nicht Teil ihrer Abmachung war, herauswinden konnte.
"Ich werde dich unterwegs Unterrichten. Allerdings nicht mit dem Augenmerk auf Schwertkampf, sondern ich werde versuchen deinen Geist zu stärken. Damit meine ich Gedult, Gleichmütigkeit und Gelassenheit aber auch Besonnenheit, Achtsamkeit und vorrausschauendes Denken."
Als er sich seiner Worte richtig bewusst wurde lächelte er die junge Kriegerin entschuldigend an und hob beschwichtigend die Hände.
"Ich denke keinesfalls das du dumm bist! Aber ich schätze dich als eine Person ein die manchmal ungeduldig ist und deshalb unbedacht reagiert."
Gabriel nahm die Hände wieder runter und sah Aiko traurig an.
"Im täglichem Leben mag das zwar nicht tragisch sein, aber im Krieg könnte dich so etwas das Leben kosten..."
In Gedanken fügte er noch hinzu:
...und das will ich nicht!
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BeitragVerfasst am: Di Feb 17, 2009 10:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko Nia Dilara Aiko Nia Dilara
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Dieser Wanderstock an ihrer Stirn, mochte ihr gar nicht gefallen. Wieder fühlte sie sich wie ein kleines Kind, das etwas falsch gemacht hatte und nun dafür gemahnt wurde. Es war gar kein schönes Gefühl, sie konnte es nicht leiden und er stellte Bedingungen, die sie ewig an solche Empfindungen fesseln würde.
Hielt er sie etwa für dumm? Er hatte es vielleicht nicht so direkt ausgesprochen, aber hatte er nicht eben dies gerade mit zahlreichen Worten umschrieben? Was für ein elender Idiot... Erst hatte er sie gefragt, ob sie ihn beim Briefe austragen begleiten wollte und nun schickte er sich an, miese Bedingungen zu stellen?
Sie stand aus ihrer Hocke auf und schaute Gabriel mit beleidigtem Gesicht an. "Ich bin nicht kaputt Gabriel. Es gibt also keinen Grund für Dich, mich zu reparieren..." Sie musterte ihn mit Blicken, die ihm klar machten, dass seine Bedingungen nicht gerade ihre besten Launen hervorgerufen hatten. "Wenn wir gemeinsam reisen würden, dann als gleichwertige Personen, auf gleicher Stufe! Niemals würde ich Dir als Deine Schülerin folgen!" Sie verzog den Mund. "Dir muss man anscheinend Nachhilfe in Sachen Stolz geben..."

Sie wollte sich jetzt auch auf den Weg zurück zum Wirtshaus machen. Irgendwer würde ihr schon verraten, wie sie zu dieser Grenzfeste kommen würde.
"Ich wünsche Dir eine angenehme und einsame, weitere Reise, alter Mann." sagte sie monoton. Dann machte sie sich langsam auf den Weg zu dem unscheinbaren Gebäude, drehte sich aber ein paar Schritte weiter doch noch einmal zu Gabriel um. "Und du kannst nicht wissen, wie viele Kriege ich bisher schon bestreitet habe. Denke nicht, dass Du alles besser weißt, weil Du länger gelebt hast, als ich." Ihre Miene verdunkelte sich noch mehr. Was für ein Idiot!
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Di Feb 17, 2009 10:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gabriel Gabriel
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Gabriel sah Aiko mit gemischten Gefühlen nach. Aber vielleicht war es auch besser so. Nach ein paar Atemzügen war er jedoch wieder mit sich im reinen und schulterte wieder sein Bündel. Lächelnd wante er sich ab und ging auf das Tor des Dorfes zu.
So war das ganze zwar nicht geplant aber es ist immernoch besser als das ich ihr Grab schaufeln muss oder selbst wegen ihrer Unbeherschtheit das Leben verliere!
Nur zu gerne hätte er ihr unter die Nase gerieben das diese Vorderungen lediglich eine kleine Prüfung waren, bei der sie mit Pauken und Trompeten untergegangen war. Diese Spitze verkniff er sich jedoch.
Hier weiß sowiso keine Menschenseele wo Engelsfall liegt, also muss ich mir keine Gedanken mehr darüber machen.
Als ihm bewusst wurde das der weg über Engelsfall zwei Wochen länger gedauert hätte als auf direktem Weg, schritt er noch etwas beschwinkter aus und verließ kurz darauf das Dorf. An Aiko verschwendete er keinen Gedanken mehr. Sollte sie doch schmollen wie ein Kind, und Kinder hatten seiner Ansicht nach, nichts in einem Krieg verloren!

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Abends, es war bereits dunkel geworden, breitete er seine Decke unter einem Felsvorsprung aus. Als er sich auf die linke seite drehte konnte er einen Streifen des klaren Sternenhimmels sehen. Seuftzend betrachtete er die Sterne und dachte zufrieden:
Da habe ich doch noch ein ordentliches Stück geschafft!
Langsam dämmerte er in einen seichten Schlaf hinüber...

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Die nächsten Tage und Wochen waren recht eintönig, aber Gabriel lernte schnell welche Tiere jagbar waren und welche Pflanzen er gefahrlos Essen konnte. Dabei halfen ihm seine Ausbildung und seine Erfahrungen die er in der Armee sammeln konnte. Das einzig echte Problem war jederzeit Wasser zur verfügung zu haben. Zwar fand er hin und wieder ein Rinnsaal oder einen See, aber bei ersterem bekam er nach einigen Schlucken Durchfall und bei zweiterem trank er erst garnichts da das Wasser abgestanden roch. Durch einen Zufall erkannte er das er genießbares Wasser aus bestimmten Pflanzen pressen konnte. Das war zwar mühsam und anstrengend, aber so hatte er wenigstens genug zu trinken um überleben zu können.
Zunächst bemerkte er garnicht das sich die Wegitation nach und nach veränderte- und als ihm bewusst wurde das er in einem Wald stand- musste er erst überlegen um zu erkennen das er sich in Amirith befand.
Zuerst freute er sich über die veränderte Landschaft, nun hatte er jederzeit Wasser zur Verfügung, doch es dauerte nicht lange bis ihm auch der Wald auf die Nerven ging. Es passierte rein garnichts. Zwar hatte er gerüchteweise gehört das es in diesem Land Würzelbären und Steinrießen geben sollte, doch beides bekam er- vielleicht zu seinem Glück nicht zu Gesicht.

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Sechs Wochen nachdem er das Huun Dorf verlassen hatte erreichte er Aran. Dies kündigte sich wieder durch einen Landschaftswechsel an. Erst wurde der Wald lichter und dann begann plötzlich urbar gemachtes Land, Er hatte sein Ziel fast erreicht. Nach seinen Informationen musste er noch einen Wald durchqueren um nach Aron zu gelangen und sich dabei richtung Süden wenden.
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