Aron - Das ALTE Rollenspiel Forum
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Der Wald an den Rändern der Marsch
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Der Wald an den Rändern der Marsch
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Sanne
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BeitragVerfasst am: So Sep 11, 2011 3:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Luna Luna
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Plötzlich schreckte Laurina auf. Ein Schauer jagte ihr den Rücken hinunter. "Nein!", entfuhr es ihr, als ein bohrender Schmerz ihr den Atem raubte. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich, als sie den Blick gen Himmel hob. Die Nacht war herein gebrochen. Nur wenige Wolken verdeckten den wunderschönen, einzigartigen, atemberaubenden Glanz des beinahe vollen Mondes. Ihre Augen nahmen einen gleichzeitig trüben und glasigen Ausdruck an. Nur mit Mühe konnte sie sich von dem Jungen entfernen, der sich an sie geklammert hatte wie ein Ertrinkender. Es tat ihr im Herzen weh, diesen kleinen Jungen seinem Schicksal überlassen zu müssen, aber sie musste weg bevor sie noch jemanden - oder sich selbst - verletzte. Laurina lief los. Du kannst dem Mond nicht entkommen. Du kannst ihm nicht entkommen, Laurina. Die gewünschte Wirkung der Mondblume traf nicht ein. Vielleicht weil es Vollmond war? Oder beinahe, denn noch war er nicht voll am Himmel zu sehen. Laurina krümte sich und suchte Halt an einem Baum. Ein Schrei entwich ihrer Kehle. Er klang nicht menschlich, auch nicht elfisch. Es war der Raubschrei eines wilden Tieres. "Wieso hilfst Du mir denn nicht?", flüsterte Laurina rasselnd. Die Blüte entfaltete ihre wahre Schönheit im Schein des Mondes. Langsam schien die böse Macht des Mondes nach zu lassen. Ich kann dir nicht helfen. Das musst du schon selbst tun. Ich ziehe nur die Energie aus dem Mondschein um mich am Leben zu erhalten. Laurina wurde wütend. Sie griff in ihr Haar und riss die Blume heraus. "Du willst mir nicht helfen?", schrie die Elfe sie an. Ihr Gesicht lief rot an. Nachdem Laurina einige Male ausgeatmet hatte, schlug sie die Augen nieder. "Du willst mir nicht helfen?", fragte sie diesmal viel ruhiger. Es kam keine Antwort. Laurina setzte die Blume wieder in ihre Haare und lehnte sich gegen einen Baumstamm. Wolken schoben sich vor den Mond. Sie blinzelte. Für einen Moment hatte der Zauber keinen Einfluss mehr auf sie. Erleichtert atmete sie aus. Doch wer wusste, wie lange es so bleiben würde.

Auf einmal hörte sie Stimmen. Ihr Blick glitt erschöpft nach rechts. Nach einer Weile entschied sie sich den Stimmen auf den Grund zu gehen. Als die Elfe um die Ecke bog, stachen ihr sofort zwei Gestalten ins Auge. Es handelte sich bei Ersterer um eine Frau und bei Letzterem um einen Mann. Sie schienen beide menschlich zu sein. Laurina verzog das Gesicht. Erst jetzt fiel ihr der Junge wieder ein. Sie warf einen Blick über die Schulter. Sie hatte ihn alleine gelassen. Aber sie war eine Gefahr für ihn gewesen. So wie damals für IHN, den Jungen ihrer Träume. Sie konnte nur mit Mühe die Tränen zurückhalten. Der Schmerz in ihrer Brust verstärkte sich. Der Mond schien aus seiner Deckung zu treten. Es blieb keine Zeit dafür eine Entscheidung zu fällen. Entweder sie lief, in der Hoffnung einen Unterschlupf zu finden einfach weiter, wobei die Gefahr bestand umzukommen, oder sie suchte Schutz bei den beiden Menschen. Die Option zum Dorf zurück zu kehren, stand nicht zur Verfügung. Dort war es für sie und die anderen viel gefährlicher als sonst wo. Der hämmernde Schmerz in ihrem Kopf, kündigte an, dass der Zauber des Mondes bald seinen Höhepunkt erreicht haben würde. Und dann würde sie umherwandeln, auf der Suche wie sie ihn am Besten erreichen konnte. Es war gefährlich, denn sie wusste nie wo sie auftauchte, wenn sie wieder aus dem Trance aufwachte. Oder ob sie überhaupt aufwachte.

Ruckartig waren die Schmerzen vorbei. Eine lähmende Stille durchfuhr ihren gesamten Körper. Die Elfe stieß einen erstickten Schrei aus. Ihre Augen vermieden es, nach oben zu gucken. Scheinbar war der Mond von den übrigen Wolken verhangen worden. Ein Lächeln glitt ihr über das Gesicht. Laurina richtete den Blick wieder auf die beiden Menschen. Der Junge hatte seine Familie warscheinlich verloren, aber die anderen Dorfbewohner würden sich um ihn kümmern. Die Schuldgefühle verblassten. Laurina setzte einen Fuß ins Sichtfeld der Beiden Gestalten. Ihre Hand suchte ihre Waffe, fand aber nichts. Sie musste sie unterwegs verloren haben. Laurina seufzte über ihre Unfähigkeit. Aber ihr blieb keine Wahl. Die Elfe näherte sich vorsichtig den Menschen, jederzeit bereit für einen Kampf. Auch Waffenlos.

Laurina bemühte sich keinen Ton zu erzeugen. Als sie fast hinter dem Mann stand, außer Reichweite jedoch dass er sie nicht schlagen konnte, räusperte sie sich. Jetzt fiel ihr ein, wie sie auf die Beiden wirken musste. Eine fremde Elfe, mit dicken Ringen unter den Augen, dreckverschmiertem Gesicht, rissiger Kleidung und blutigen Füßen. Auch ihre Kleidung war von dem kleinen Jungen mit kleinen Blutropfen übersät. Das Kleid war früher mal wunderschön gewesen. Ein Geschenk eines Liebhabers. Laurina blinzelte die Tränen weg. Mit der Zeit hatte sie die Risse immer wieder zugenäht, soweit es möglich war. Die Frau saß auf dem Boden und schien vor Kurzem geweint zu haben, oder sehr traurig zu sein. Um Mitgefühl für sie zu haben, kannte Laurina sie viel zu wenig. Es kam aber der Verdacht auf, dass der Mann ihr etwas angetan haben konnte. Die Elfe interessierte sich normalerweise nicht für menschliche Angelegenheiten. Der Junge war eine Ausnahme gewesen. Diese Beiden sahen aus wie Städter, an ihnen haftete der leichte Geruch der Stadt. Irgendwann mussten sie mal dort gewesen sein, in einer Stadt. Laurina verengte die Augen zu Schlitzen. Sie würde vorsichtig sein müssen.

Wie hatte sie vergessen können, dass sie zu schwach für einen Kampf war? Diese Information traf sie wie ein harter Schlag. Laurina fasste sich unbewusst an die Wange. Das Kichern der Blume hallte in ihren Ohren, wie ein lästiger Ohrwurm. Die Elfe ballte die Hände zu Fäuste. Es würde bestimmt nicht zu einem Kampf kommen. Die Frau schien in ihrem Zustand nicht mal in der Lage dazu zu sein.
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: So Sep 25, 2011 10:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Milana Milana
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Sie schien die Worte Georgs nicht zu hören, doch dieser Eindruck täuschte und sie wusste auch, dass der Mann nicht log. Doch ihr Stolz verbot es ihr ihm allzu schnell zuzustimmen. Sie nickte nicht und gab auch sonst keine Anzeichen dafür, dass sie ihn verstanden hatte und ihm glaubte. Aber was bedeutete ihr Stolz in diesem Moment noch? Sie hatte ihm Praktisch den Grund für ihre Verbannung auf die Nase gebunden. War es da nicht widersinnig auch nur an Stolz zu denken?
Milana hatte ein Problem. Wie konnte sie diese Situation beenden, ohne das es gespielt wirkte? Denn zum einen wollte sie wenigstens diesem Mann gegenüber ehrlich sein. Schließlich hatte er es sich verdient. Zum anderem wollte sie einen klaren Schlussstrich unter ihre Vergangenheit ziehen. Und das sollte so sauber wie möglich geschehen.
„Da habt Ihr vermutlich recht“, bestätigte sie seine Aussage. Langsam wischte sie sich mit den Ärmeln über das Gesicht um den Staub zu entfernen. Ihr Erfolg mochte zweifelhafter Natur sein, aber da sie keinen Spiegel hatte konnte sie ihr Werk auch nicht begutachten.
Georg war wirklich aufmerksam und sie wünschte sich, dass es dieser vermaledeite Händler damals auch gewesen wäre. Dankbar streckte sie die Hände zu dem Feuer und wärmte sich daran.

Die junge Frau wollte sich gerade bei ihm bedanken, als er fragte, ob sie auch etwas riechen würde. Zuerst war sie zu verblüfft um etwas zu sagen, doch dann errötete sie leicht. „Also das ist ja wirklich die Höhe!“ Sie war nahe daran auf zuspringen und ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen, doch dann stieg ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase. „Oh, Ihr meint ja gar nicht…“, murmelte sie und errötete dann noch mehr. „Es riecht irgendwie verbrannt“, sagte sie nach einigen Momenten der inneren Sammlung. „Ob da hinten im Wald ein Feuer ausgebrochen ist?“
Rasch rappelte sie sich auf und blickte Georg ein wenig ängstlich an. „Und wir stehen genau in Windrichtung. Feuer geht doch mit dem Wind, oder? Wir sollten von hier verschwinden!“ Diese Worte hatte sie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit ausgesprochen und wenn ihr nicht Diese, oder Jene Körperstelle von dem Sturz schmerzen würde, dann wäre sie vermutlich wieder Kopflos davon gerannt.
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Sophia
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BeitragVerfasst am: Di Sep 27, 2011 12:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Georg Georg
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Georg musste lächeln, als er Milanas Reaktion wahrnahm, versuchte allerdings dies zu verbergen. Hatte sie wirklich geglaubt er würde ihr jetzt sagen, dass sie stank? Ihr weiteren Worte ließen ihn auch sofort wieder ernst werden. Sie hatte Recht. Der Wind würde das Feuer in ihre Richtung treiben. Milanas Worten konnte Georg jedoch auch entnehmen, dass diese wohl lieber davon gelaufen wäre und dass so schnell wie möglich. Jedenfalls waren ihre Worte sehr schnell und vielleicht wäre sie ebenso schnell gewesen, aber irgendetwas schien sie zurück zu halten. Georg war zu sehr damit beschäftigt zu überlegen, was er tun sollte, um den Grund für Milanas zögern wahr zu nehmen. Er wollte eigentlich in Richtung des Feuers laufen in der Hoffnung, dass er noch etwas ausrichten konnte. Einem ausgewachsen Waldbrand hatte er wenig entgegen zu setzen, aber er könnte versuchen einen solchen zu verhindern, wenn es noch nicht dazu gekommen war. Milana jedoch schien wenig geneigt sich dem Feuer noch weiter zu nähern. Georg zögerte einen Moment, dann sah er Milana eindringlich an:
„Wir müssen versuchen uns dem Feuer zu nähern. Vielleicht kann ich einen Waldbrand verhindern, vielleicht kann ich jedoch auch nichts ausrichten. … Aber ihr habt Recht. Wir sollten nicht geradewegs auf das Feuer zu laufen, wenn der Wind es uns entgegen treibt, kann das gefährlich werden. Aber wir könnten versuchen einen Bogen zu laufen.“ Georg stockte. Wieso war er eigentlich davon ausgegangen, dass sie ihm folgen würde und nicht lieber alleine los zog? Und wenn sie ihm nicht folgen würde, würde er sie dann ziehen lassen um sein Ziel zu erreichen, oder würde er ihr folgen, um sie vor weiteren Missgeschicken zu bewahren? Da viel Georg etwas ein – ein kleiner Trick, aber keinesfalls eine Lüge, sondern im Gegenteil:
„Außerdem ist es am Sichersten für uns, wenn wir versuchen hinter das Feuer zu gelangen, statt geradewegs davon zu laufen. Wenn der Wind auffrischt, dann kann uns das Feuer sonst schnell einholen.“, fügte Georg noch hinzu und hoffte Milana damit überzeugen zu können mit ihm mit u kommen.
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Kobiaron
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 14, 2011 10:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Irmwisch Wellentänzer Irmwisch Wellentänzer
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Da ich keine Antworten erhielt, suchte ich das Weite.
Ich hatte keine Bleibe und konnte somit nicht in der Stadt bleiben.
Also lief ich los. Ich lief und lief und lief.
Ich lief so lange, bis mich meine Füße fast nicht mehr trugen.
Ich kam in ein Marschland, da sah ich einen Wald und dann hörte ich es. Ferdegetrappel. Das Aufschlagen von Hufen auf Waldboden.
Ich hörte genauer hin. Es war ein Reiter und der Hufschlag kam mir sehr bekannt vor.
Es klang nach den Bewegungen von Mirko, den Pferd meines Freundes Thravian.
Ich rief den Wind an, um ihn zu sagen, dass er Mirko mitteilen sollte, dass ich hier bin und Thravian gern wieder sehen möchte.
Die unsichtbaren Worte, die nur das Pferd verstand, machten sich auf die Reise. Binnen eines Augenblickes waren sie da und ich machte mich auch auf den Weg, um meinen alten Freund, endlich wieder zu sehn.
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Nagakura
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BeitragVerfasst am: Di Okt 18, 2011 5:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Milana Milana
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Es klang vernünftig was der Mann sagte. Und sicherlich hatte Georg in solchen Dingen mehr Erfahrung als sie selbst, denn in Gond war sie niemals in ein Feuer geraten. Alles was sie diesbezüglich wusste, hatte sie von Hauslehrern gelernt. Einer von ihnen war ein alter Mann gewesen. Er hatte als junger Mann in der Armee Gonds gedient und hin und wieder eine Anekdote aus seiner Dienstzeit zum besten gegeben.
Milana hatte ihn gemocht und Aremi war für sie fast so etwas wie ein Familienmitglied gewesen. Doch dann war er an einem Infekt gestorben. Ein neuer Lehrer hatte seinen Platz eingenommen, doch die junge Frau hatte den ehemaligen Soldaten nie vergessen.

"Einen Bogen sagst du?", wiederholte sie seinen Vorschlag und blickte skeptisch nach links und rechts. "Aber wo sollen wir lang gehen?" Als sie sich etwas drehte um einen möglichen Weg zu entdecken, sah sie eine weibliche Gestalt. Das Kleid der Frau sah ziemlich mitgenommen aus und das Gesicht der Fremden war verdreckt. Aber sie sah gerade auch nicht besser aus.
Während sie noch diesem Gedanken nach hing, fielen Milana die Charakteristischen Ohren auf. "He Georg", sagte sie leise. "Schau mal, eine Elfe." Sie deutete kurz mit dem Zeigefinger auf die Elfe und fragte sich, ob ihr Auftauchen etwas gutes, oder schlechtes zu bedeuten hatte.
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Sophia
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BeitragVerfasst am: Di Okt 18, 2011 7:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Georg Georg
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Georg war sich nicht sicher, ob Milana tatsächlich nach einem richtigen Weg Ausschau hielt, so wie es ihre Worte vermuten ließen. Jedenfalls war er froh, dass sie sich wieder beruhigt zu haben schien.
„Falls du nach einem Weg suchst, den werden wir sicherlich nicht finden.“, erklärte er mit einem Lachen. „Wir werden uns schon einen … was?“
Gerade hatte Georg sich eine Frau gewünscht, die ihm helfen würde ein Problem zu lösen und jetzt – als sich das Problem von selbst gelöst zu haben schien – stand plötzlich eine vor ihm, als er sich umdrehte. Nun, sie sah auch nicht direkt aus, als hätte sie ihm helfen können, sie wirkte eher als bräuchte sie Hilfe, auch wenn sich Georg nicht ganz sicher war, ob sie die Fäuste aus Angst oder Angriffslust ballte. Einen kurzen Augenblick lang blickte er die Elfe vor sich nur verdutzt an. Dann fing er sich und beugte leicht den Kopf zur Begrüßung, wobei er unwillkürlich seine Handflächen zu ihr drehte, um ihr zu zeigen, dass er keine Waffen zur Hand hatte und auch nicht gewillt war anders auf sie los zu gehen.
„Brauchst du vielleicht Hilfe?“, fragte der Feuertänzer schließlich und musterte die Elfe genauer. Sie war verdreckt und... blutig? Einen Moment lang überlegte Georg ob es womöglich er und Milana waren, die jetzt Hilfe benötigten, da er an der Elfe auf Anhieb keine Verletzungen erkennen konnte, die für das Blut verantwortlich gemacht werden könnten. Dann nahm er den leichten Geruch von Rauch war und die Richtung aus der sie kam, stimmte auch.
„Weißt etwas von einem Brand?“, platzte es aus Georg heraus, während er die Elfe eindringlich ansah.
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Mordred
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 07, 2011 7:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Thravian Rondanar Thravian Rondanar
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Thravian war ziemlich lange unterwegs gewesen, um möglichst viel Abstand zwischen sich und dem Heer Arans zu bringen.
Noch wusste er nicht, wo er Mirko hinlenken wollte. Ein Ziel hatte er nicht und obwohl er als Botenreiter wohl nahezu überall würde sein Geld verdienen können, betrachtete er ihr die vor ihm liegenden Monate mit Sorge.
Einsamkeit war er gewohnt, erschreckte ihn also nicht, aber die Unsicherheit über seinen Aufenthalt und Verdienst nagte doch an ihm.
Gerade war im Begriff Mirko in einen letzten Trab fallen zu lassen und auf eine Licchtung, zu zu halten, als das Pferd plötzlich vor einem sich im Wind bewegenden großen Ast scheute. Thravian war so in seine Gedanken versunken gewesen, dass er diesen Ast nicht wahrgenommen hatte und den Sprung Mirkos auch nicht ausbalancieren konnte. Dieser machte einen Satz, so dass Thravian aus dem Gleichgewicht geriet. Der Ast traf ihn nicht am Kopf sondern an der Schulter, während er zur Seite aus dem Sattel glitt.

An dieser Stelle des Bodens durchzogen große Baumwurzeln den Weg, so dass Thravian mit der Schulter ziemlich unsanft auf einem solchen landete. Verdutzt seinem ein kurzes Stück davon laufenden Mirko nachsehend, richtete er sich zum Sitzen auf und rieb sich die schmerzende Schulter.
Zwei, drei Schritt von ihm entfernt blieb Mirko stehen, witterte kurz in die Umgebung und begann dann das Waldgras zu rupfen. Thravian, der sich nicht sicher wahr, ob er nicht doch noch verfolgt wurde, verzichtete darauf, Mirko im wahrsten Sinne des Wortes anzupfeifen. Weglaufen würde das Pferd nicht, da war er sicher, aber ebenso sicher war auch, dass so ein Pfiff ihn verraten konnte.
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Kobiaron
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 12, 2011 4:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Irmwisch Wellentänzer Irmwisch Wellentänzer
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Da saß er nun, mein Freund Thravian, vom Pferde gafllen. Mirko hingegen stand da, als wäre nichts gewesen und zupfte sein Gras. Ich konnte nicht anders, ich musst einfach singen:

"Ein einsam Reiter,
auf steinigen Pfad,
durch grauen Wald,
das Pferd unsanft trat.
Der Retier er woll't,
doch er hat's nicht gekonn't,
hat's nicht geschaft,
ist von seinem Pferd gekracht.
er flog so hoch,
er flog so schön,
jeder ders merkte,
musste hin seh'n."

Mit diesen Worten trat ich hinter einen Baum hervor, sprang auf den Sattel von Mirko und griente meinen Freund Thravian breit an.
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Mordred
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BeitragVerfasst am: So Nov 13, 2011 5:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Thravian Rondanar Thravian Rondanar
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Während Travian sich wieder aufrichtete, hörte er die gesungenen Wortes und schüttelte den Kopf. Er musste sich schon sehr irren, wenn dies nicht der kleine Kobold war, den er schon einmal getroffen hatte - damals auf dem Weg nach Engelsfall. Er ging nicht davon aus, dass der Kobold ausgerechnet dazu auserkoren worden war, ihn der Fahnenflucht zu überführen. Und wenn schon mit dem werde ich wohl fertig.
Travian kniff die Augen zusammen und musterte die Umgebung, konnte aber den kleinen Irmwisch erst entdecken, als dieser auf Mirkos Sattel sprang.
Mirko, der ungerührt von Thravians Sturz, Gras gerupft hatte, hob den Kopf, schüttelte den Kopf und wandte seine Nüstern dem Kobold zu. Aus Thravians Sicht wirkte das so komisch, dass dieser fast laut lachte.
Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen ging er zu seinem Pferd hinüber.
"Na, wenn das nicht mein kleiner Freund Irmwisch ist. Wo kommst Du denn plötzlich her, Hmm?" Irgendwie erinnerte ihn dieser Kobold an eine Art Spielzeug, dass er als Kind gehabt hatte. So ein Männchen an einer Feder in r einer Schachtel, dass beim Öffnen der Schachtel steht daraus hervor sprang. Obwohl damit zu rechnen war, hatte es jedesmal funktioniert: Der kleine Thravian erschrak jedes Mal auf's Neue. Der Gedanke daran ließ sein Grinsen noch etwas breiter werden, während er fragend und forschend den Kobold musterte.
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Kobiaron
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 14, 2011 10:39 am    Titel: Antworten mit Zitat

Irmwisch Wellentänzer Irmwisch Wellentänzer
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Ich hätte es nicht gedacht, aber mein Freund Thravian freute sich wirklich mich zu sehn. Auch wenn er mich zuerst nicht bemerkte und meinen Standort erst feststellte, als Mirko seinen großen Pferdekopf zu mir wandte. Zum Glück hatte das Pferd nicht stark in meine Richtung ausgeatmet, sonst wäre ich bestimmt vom Sattel geweht worden.

Mit einem breiten Grinsen auf seinen gesciht, am der Mensch näher an mich heran. Da ich auf den Pferd stand, waren wir fast auf Augenhöhe, wobei es diesmal ich war, der die anderen überragte. Stolz auf meine Größe reckte ich mich noch ein bisschen mehr.
Da mich Thravian nun entdeckt hatte, konnte ich den Zauber, den ich über meine Glöckchen am Fußgelenk gelegt hatte, fallen lassen und bei jeder Bewegung Klimperten sie ein wenig.

"Woher ich komme, wollt Ihr wissen, Freund Thravian?"
Ich schaute den Menschen neckend an. Ein breites Grinsen stahl sich auf mein Gesicht.
"Nun, ich komme aus der großen Stadt Aron, wo sehr viel Betrieb herrscht und die meisten Wesen alle größer sind als ich. Aber nichts hielt mich lange dort und so zog ich weiter. Vermutlich habe ich es meinen Freund den Wind zu verdanken, dass er mich zu euch geführt hat. Aber nun sagt, Freund Thravian, wie ist es Euch ergangen?"

Ich setzte mich auf den Sattel, damit ich ihn in die Augen blicken konnte und wartete gespannt auf seine Geschichte. Nervös begann ich mit meinen Ohrring zu spielen.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 1:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lindariel Lindariel
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Lindariel löschte die Glut der Feuerstelle, an welcher sie Rast gemacht hatte. Sie war nun seit Wochen unterwegs und endlich stand sie vor ihrem Ziel: Aron . Es trennten sie nur noch die Felder der Bauern von der Stadt. Etwas Rauch stieg von dem verglühten Holz gen Himmel, als sie zwischen den Bäumen des hiesigen Waldes saß und die Dächer der Stadt betrachtete. Noch nie hatte Lindariel eine Stadt besucht, sie war aufgeregt und hatte gleichzeitig ein mulmiges Gefühl im Magen.

Was mich dort erwarten wird, überlegte sie.

Am Waldesrand fühlte sie sich sicher. Doch musste sie ihre Deckung aufgeben und sich nun in die Stadt begeben. Sie hatte ihrem Volk versprochen, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Nun war sie zum ersten Mal auf sich allein gestellt und das unter Menschen, einem Volk welches sie nur als Wilderer kannte.
Lindariel stand auf und schulterte ihren Bogen. Gewissenhaft prüfte sie, ob ihr Dolch immer noch am Gürtel war. Sie verabscheute Gewalt, aber sie wusste, dass man den Menschen nicht immer trauen konnte. Lindariel trat aus der Deckung der Bäume hinaus und straffte ihre Gestalt. Nach einem langen Tagesmarsch, des gestrigen Tages hatte sie beschlossen am Rande des Waldes sich auszuruhen. Nun war es schon Mittag und sie musste ihren Weg fortsetzen.
Sie stand auf einer Wiese und die Hitze der Sonne traf sie. Es war sehr heiß. Im Schatten des Bäume war es angenehm kühl. Als Lindariel zum Himmel empor blickte , sah sie die vielen kleinen weißen Wolken, die sich zu einer Großen zusammenrotteten. In der Ferne bellte ein Hund. Ein Zeichen, dass sie den Menschen sehr Nahe war.

Wie mit den Wolken, so ist es auch mit den Menschen, dachte sie, sie rotten sich in großen Städten zusammen, bis sich das Licht der Sonne verdunkelt.

Auch wenn sie bisher eher negative Erfahrungen mit den Menschen als Wilderer gemacht hatte, beschloss sie ihnen freundlich gegenüberzutreten. Jedoch stets auf der Hut zu sein. Immerhin musste sie Antworten finden.

Wer war der Feind des Waldes und der Elfen geworden.

Die Waldelfen hatten eigendlich keine Feinde, daher war alles sehr merkwürdig. Aber warum hatten dann die Wölfe und die goldenen Hirsche den Wald verlassen, warum sangen die Vögel nicht mehr. Auf dem Weg nach Aron, war Lindariel durch die Wälder gereist und hatte sich von den Städten ferngehalten. Sie hatte einige Spuren lesen können, welche auf Wölfe deutete, doch sie wusste nicht, ob es sich um das Rudel handelte, welches den Wald verließ. Keiner in ihrem Volk wusste, was in den Wäldern vor sich ging und nun ruhten alle Hoffnungen auf ihre Schultern.
Lindariel blieb also nichts anderes übrig, als nach Aron zu gehen, da sich hier die Spuren der Wölfe verloren, wie die Späher damals berichteten, als sie noch nicht auf diese gefährliche Reise geschickt wurde.

„Sei freundlich, aber vorsichtig,“ sprach sie zu sich selbst, um sich Mut zu machen.

In den Städten sollte es Tavernen und Gaststuben geben, wo sich die Menschen und Einheimischen trafen. Vielleicht sollte sie dort als erstes hingehen, um nach Antworten zu suchen. Lindariel verstand nicht, wie man sich in engen Räumen treffen und aufhalten konnte. Unter freien Himmel, war es doch viel schöner. So wie sie ihr Hausvieh zusammenpferchten, so hielten sie es auch mit sich selbst. Sie schüttelte den Kopf und machte sich auf den Weg. Oben am Himmel flog ein Falke. Sie dachte an Alanel und deutete dies als gutes Zeichen.
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