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Silas Grenze - Lages
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Silas Grenze - Lages
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Santuo
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 25, 2013 1:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Meister Sarnalidas Meister Sarnalidas
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Der Prinz versank in Schweigen und suchte sich einen Platz abseits der anderen. Er hatte viel zum Nachdenken und er schien nicht gänzlich von Azas Worten überzeugt zu sein. Man hatte ihm angesehen, dass ihm der Vergleich zwischen ihm und ihrem Führer unangenehm war. Auf einer Seite verfügte dieser über nützliche Fähigkeiten, die seine eigenen in den Schatten eines Palastes stellten. Zum anderen sah er überhaupt keinen Vergleich in dem Maß ihres Ehrgefühls. Er hätte niemals den Tod auf den Feind gesendet wenn es keinen offensichtlichen Nutzen gehabt hätte. Selbst den Anggriff hatte er nur geführt um die Lage und das Schicksal ihrer Feinde unter Kontrolle zu halten. Seiner Kontrolle. Doch wie die Hellseherin richtig erkannt hatte, hatte er versagt. Und obwohl er sich schämte konnte er in diesem Moment an nichts schöneres Denken als an die Hoffnung, dass im nächsten Moment Schirkuh über eine der Dünen wanderte um ihn zu befreien. Seufzend beugte er sich mit dem Flickzeug über seinen neuen Stoff, doch egal wie lange er daran herumschneiderte, die Löcher wurden eher größer als kleiner. Schließlich schlief er erschöpft ein, das Gewand als löchrige Decke über sich.

Ancragor hatte inzwischen begonnen zu essen und sich an dem Gespräch zu beteiligen. Seine Worte waren bestimmt aber nicht unfreundlich.
"Ihr urteilt vorschnell junge Dame. Ich bin überaus bereit meine Interessen mit jedem zu teilen, der betroffen ist und selbst mit denen, die lediglich glauben das Recht der Betroffenheit zu besitzen. Im selben Atemzug würde ich auch liebend gerne, wie ihr es nennt, offenbaren wer es wirklich ist, der das Interesse an diesem Jungen in meine Hände und meinen Kopf gelegt hat. Es ist also wirklich nicht der Mangel an gutem Willen, der euch im Unwissenden lässt. Es ist teils mein eigener äußerst mangelhafter Wissenstand, teils ist es Unsicherheit und Misstrauen sowohl euch und Meister Ahr gegenüber, als auch meinen Auftraggebern. Seht, ich bin ein einfacher Mann, ich möchte mich nicht durch falsche Spekulationen in den Weg von Menschen stellen, die über weit höhere Macht und Ressourcen verfügen, als ich selbst. Ich könnte jetzt lügen und behaupten ich handele nur zu eurem Schutz oder zu dem des Prinzen, aber die Wahrheit ist, ich handle zu meinem eigenen Schutz und das Leben des Prinzen garantiert es mir in meiner augenblicklichen Lebenslage."
Er bblickte sich um und grub eine Hand in den Sand um ihn durch die Finger gleiten zu lassen. "In Anbetracht meiner örtlichen Lage ist wohl auch das Leben unseres Führers essentiell." sagte er ernst und lächelte dann.
"Ich befinde mich über meine Interessen und meine Auftraggeber im Unklaren. Was ich weiß ist, dass es sie gibt und dass ich besser tue was von mir velangt wird. Wenn ihr aber Fragen habt bin ich gerne bereit sie zu beantworten, sofern ich die Antwort kenne. Ebenso gibt es auf meiner Seite einige Fragen, die sicher in den nächsten Tagen meine Lippen verlassen werden. Ich habe gesehen, dass sowohl ihr als auch Ahr über bemerkenswerte Fähigkeiten verfügen, doch im Besonderen interessiert mich die Illusion die ihr soeben erwähntet. Doch dafür ist später Zeit. Ruft micht für meinen Teil der Wache, ich schätze Prinz Trokh wird euer Angebot verschlafen." Damit legte er sich lächelnd in den Sand und zupfte sein Gewand so zurecht, dass es seinen gesamten Körper verdeckte. Das Feuer hatte seine Nahrung vertilgt und schwelte noch eine Weile vor sich hin, ehe auch die letzte Glut erlisch.
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 30, 2013 7:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aza Aza
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Aza wurde sanft von Ahrs Stimme geweckt. Sie streckte sich einige Male, gähnte ausgiebig und begann mit der Wache. Der Halbelf hatte sich in ihren Schoß gebetet und schlief schon bald tief und fest. Ihre Blicke glitten über die Dünen der Wüste und blieben an dem jungen Prinzen hängen. Eigentlich wollte sie ihn wecken, damit er sie bei der Wache unterstützen konnte und lernte, worauf es ankam zu achten. Doch nach Ahrs Worten hielt sie es auch für besser, das Prinz Trokh seine Ressourcen einteilte und neue Energie schöpfte. Neben ihm lag der alte Mann. Seinen Worten konnte sie kaum glauben schenken. Daher war sie ihm schweigsam gegenüber geblieben und begann keine Diskussion. Er wollte mehr über ihre Fähigkeiten lernen, aber sie hatte nicht vor ihm ihre Fertigkeiten zu offenbaren. Wieso auch? Er traute ihnen nicht und sie ihm nicht. Seinen Worten zu Folge verfolgte er nur einen Nutzen. Jenen sein Leben zu schützen und zu retten. Aber wovor? Wer wusste, in welche Schwierigkeiten er sie bringen konnte. Ihre Blicke glitten wieder zurück zum Horizont, während sie weiter grübelte. Ahr und der Prinz waren ihm von Nutzen. Der Prinz, da er ihn wahrscheinlich seinen Auftraggebern aushändigen sollte und Ahr, da er der Führer durch die Wüste war. Sie erfüllte keinen Zweck, daher musste sie umso vorsichtiger sein. Ihre Hand glitt automatisch zu ihren kleinen ledernden Beutel. Sie zählte die Gifte auf die sie noch bei sich hatte. Würde der alte Mann, der angeblich über keine großartigen Fertigkeiten verfügte zu Riskant werden, dann würde sie ihn aus dem Weg räumen.

Aza glaubte ein Geräusch zu hören. Es klang nach Schritten, welche sich tief in den Sand gruben. Leise stand sie auf, achtete darauf, dass Ahr weiter schlief. Ihre Gestalt nahm die Farbe der Wüste an und leise streifte sie durch das Lager. Sie konnte keine Fußspuren entdecken, aber das Geräusch blieb. Langsam näherte sie sich der Quelle und seufzte erleichtert auf. Der Wind fegte den Sand in einen umgekippten metallenen Topf. Die Körner die über die Wand des Topfes kratzten, verursachten ein gleichmäßiges Knirschen, welches Schritten ähnelte.

Sie ging zurück zu Ahr und konzentrierte sich wieder auf die Dünen. Sie setzte sich und ihre Gestalt nahm wieder Form an. Im Halbschlaf legte der Halbelf seinen Kopf wieder in ihren Schoß. So verweilte sie den Rest ihrer Wache, bis die Sonne den Zenit überschritten hatte und sich gen Westen richtete. Leise stand sie auf und weckte Ancragor.
„Es ist Zeit für Eure Wache,“ sprach sie und legte sich zu Ahr zum Schlafen.
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Takana
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BeitragVerfasst am: So Okt 20, 2013 10:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ahr alHachjaddan Ahr alHachjaddan
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Eigentlich hatte Ahr sich vorgenommen, nur mit halben Auge zu schlafen um einen Blick auf den doch zwielichtigen Ancragor zu haben. Aber Morpheus’ Tentakeln zogen ihn tief in sein Reich. Und er war in der letzten Zeit tief mit den Schatten verschmolzen gewesen. Eindrücke, die ein sterblicher Geist aufwendig zu verarbeiten hatte.

Eine leichte Berührung ließ den Halbelfen aufschrecken. Seine aufgerissenen Augen blickten in das Gesicht des alten Mannes, das vor ihm vor einem glitzernden Sternenhimmel schwebte. Die Hand auf meiner Schulter hätte auch ein Dolch sein können. schalt er sich selbst. Aber der tiefe Schlaf hatte ihm gut getan. Seine Gedanken waren wieder klar wieder Himmel über ihm, die Beinwunde pochte nur noch ein wenig und die Schatten, die um ihn herum strichen, waren wieder voller Verheißungen, statt an ihm zerrender Alpträume.

„Weckt den Prinzen. Wir brechen gleich auf.“ ordnete er knapp an. Sich selbst gönnte er einen kleinen romantischen Moment um Aza aus ihren Träumen zu geleiten. Er strich die Haare beiseite, vergrub sein Gesicht in ihren Nacken und hauchte geflüsterte Worte in ihren Schlummer.

Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis der Halbelf aufbruchbereit war. Vor sich hatte er vier knapp verschnürte kleine Rucksäcke gestellt, die das Wichtigste enthielten, was man aus dem versehrten Wüstenelflager noch bergen konnte. Dazu hatte er auf einen Stein vier Steingutbecher gestellt, die eine traurige Menge Wasser enthielten. „Die letzte Ration. Uns wird also gar nichts anderes übrig bleiben, als bis zum Morgen das Massiv zu erreichen.“ Ahr nahm seinen Becher in die Hand, drehte ihn zunächst unschlüssig in der Hand, bevor er ihn zu seinen Lippen führte. Langsam ließ er die Flüssigkeit in seinem Mund kreisen, bevor er letztendlich schluckte. Als würde er edlen Wein aus Kumesh kosten und nicht brackiges Wasser, das nach dem Leder des Trinkschlauches schmeckte.
„Dann los.“ Er schnappte sich einen der Rücksäcke und zog ihn unter der Wüstenkleidung an. Kurz überprüfte er den Sitz. Kurz überlegte er den anderen, vor allem dem Prinzen seine eigenen Erfahrungen machen zu lassen. Aber es würde ein kräftiger Marsch werden und sie brauchten jedes Bisschen ihrer Kräfte. So überprüfte er bei jedem den Sitz des Rucksacks und besserte entsprechend die Länge der Riemen nach, damit sie auch über lange Zeit nicht ins Fleisch schnitten.

Ein Blick in den glitzernden Sternenhimmel wies dem Halbelfen die Richtung und mit federnden Schritten glitt er über die Dünen. Ab und zu hielt an auf einem Dünenkamm an um sich zu orientieren, die Umgebung wachsam in Blick zu haben und um seinen Mitreisenden Gelegenheit zu geben wieder aufzuholen. Es war auch ein wenig unfair. Nicht nur, das er derartige Reisen gewohnt war. Er nutzte ebenso die Schatten zwischen den Dünen, um besser über den Sand gleiten zu können und sein Gewicht zu stützen. Die wüstenelfischen Dünenläufer waren immer stolz darauf, den Widrigkeiten, die die Wüste ihnen entgegen brachte, aus eigener Kraft zu strotzen. Aber Ahr war sich nicht zu fein dazu, alles zu nutzen, was ihm zur Verfügung stand.

Es war früher Morgen. Ein schwacher purpurner Schimmer am Horizont kündete schon von der kommenden Hitze des Tages. Ahr hielt auf einer Dünenspitze an und versteifte sich. Mit knapper Geste bedeutete er den anderen zu warten und verschwand in den noch düsteren Tälern. Stille senkte sich über den Sand. Nach einer Weile schälte sich die Silhouette des Wüstenelfen aus der Dämmerung. Auf den Schultern trug er einen Körper, der sich bei Näherkommen als große Echse entpuppte. Sie glotzte mit toten erstarrten Augen und aus einem kleinen Schnitt am Hals sickerte Blut über die Schulter des Halbelfen. Ohne ein Wort zu verlieren, fiel er mit seiner Last wieder in seinen Laufschritt.

Es dauerte doch bis fast mittags, bis sich erste scharfkantige Felsen aus dem Wüstensand schälten und die ersten Ausläufer des Assath-Massivs andeuteten. Große, zerklüftete Felsen streckten sich trotzig in den gleißenden Himmel und warfen ihre langen Schatten in die Wüste. Viele Legenden rankten sich darum, was sich auf ihren hochgeregten Gipfel befinden möge. Die Götter selbst sollen sie als Tritt benutzen, um auf die erbarmungswürdige Welt der Sterblichen hinabsteigen zu können. Und der Dreck, der dabei von ihren Stiefeln bröselte, soll dort oben manche Wunder hinterlassen haben.
Ahr ließ die tote Echse in die Schatten eines Felsens fallen und sank schwer atmend daneben. Selbst für ihn war der nächtliche Marsch anstrengend gewesen. Überraschend wenig Blut war aus dem Hals der Echse auf seine Wüstenkleidung gesickert. Kaum sichtbare schattige Tentakel glitten nochmals über die Halswunde zwischen den Schuppen, bevor sie dem Licht des Tages flohen. „Ab jetzt müssen wir vorsichtig sein.“ keuchte der Halbelf. „Es ist gut möglich, dass wir nicht die Einzigen sind, die in den Felsen Schutz suchen.“ Er gestatte sich ein aufmunterndes Lächeln. “ Wir sollten erstmal frühstücken.“ Damit zückte er einen elfischen Knochendolch und fing an, die erlegte Echse auszuweiden. „Wir bräuchten noch ein Feuer. Und Euch mein ‘Prinz’ verspreche ich den Gaumenkitzel eines Gewürzes, dass ihr bestimmt noch nie gekostet habt.“
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Santuo
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BeitragVerfasst am: Do Okt 24, 2013 4:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Meister Sarnalidas Meister Sarnalidas
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Ancragor lag auf dem Rücken und schlug sofort die Augen auf, als Aza ihn berührte. Er sah nicht aus als hätte er bis zu diesem Zeitpunkt tief geschlafen. Sein Blick war wach und bereit. Außerordentlich, die Fähigkeiten der jungen Frau. Sie hatte eine Form der Wahrnehmungsveränderung unglaublich weit entwickelt für ihr junges Alter etwas, das der Illusionist in ihm sehr zu schätzen wusste. Schweigend richtete er sich auf und beobachtete wie sich die Frau zu ihrem Anführer legte. Zwischen ihnen gab es eine seltsame Art des Vertrauens. Sie beide waren Einzelgänger, doch das Schicksal schien ein Paar aus ihnen geschmiedet zu haben, das eine mögliche Zukunft miteinander hatte. Vielleicht gab es ja auch für ihn solch ein Pendant. Er lächelte über die Absurdität. Nicht einmal die Magierinnen, die sich damit beschäftigten die weiblichen Reize zu perfektionieren hatten in seinen Gedanken keinen Platz.

Der Magier hatte eine ruhige Schicht. Nur das Geräusch eines alten Kessels nagte an seinem Ruhebedürfnis so stellte er sicher, dass die anderen schliefen und machte eine beschwichtigende Handbewegung. Sofort hörte der Wind auf zu wehen und das Geräusch verstummte. Als er glaubte den Reisenden genug Schlaf gegönnt zu haben trat er an Ahr heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. Sofort fixierten die nervösen Augen sein Gesicht, schienen aber nicht unbedingt erleichtert darüber, dass es seines war. Viel mehr war Ärger in ihnen zu sehen. Vielleicht darüber, dass sie überhaupt zugefallen waren.
Sarnalidas machte sich dann auf um den Prinzen zu wecken, was sich schon als schwieriger herausstellte bis der Adelige verstand, dass er nicht geträumt hatte und wirklich in der Wüste war.

Ohne zu Murren lauschte der Magier dem Murren der Prinzen und folgte Ahr, der kein Ohr für die Klagen zu haben schien. Die größe der Echse war bemerkenswert und der Magier fragte sich woher dieses Tier genung zu fressen bekam, doch die Wege der Natur waren noch vielseitiger als die des Schicksals und so ergab er sich in seinen Vermutungen.

"Ah, die Treppe der Götter"
jauchzte der Magier vergnügt, als die ersten Felsen sich zeigten.
"Seht nur wie weit ihre Schatten reichen und das wo die Sonne beinahe über uns steht. Es heißt wer auf der Spitze des höchsten Berges stehen sieht bis zum Horizont nur seine eigenen Ausläufer. Hier werden wir Wasser finden und Menschen." Ob der Worte des Führers wurde sein Gesichtsausdruck missmutig. "Ein Feuer? Ich schätze, das ist erneut meine Aufgabe? Eure Hoheit, wenn ihr mich begleiten würdet.

Ein schmaler Streifen war zu sehen. Brüchiger Lehm lag unter dem sich an der Seite anhäufenden Sand, der sie die vergangenen Stunden, Tage und Wochen umgeben hatte. Der rote Untergrund setzte sich immer feiner ab von dem hellen Sand ehe er in einen Pfad überging, der um den spitzen Felsen, an dem Ahr sich niedergelassen hatte, herum in eine flache Schlucht führte. Eine Felswand lag vor ihnen und versperrte den Weg, doch die Schlucht bahnte sich einen Weg durch den Rotbraunen Fels. Außerdem bot sie Schatten. Etwas, dass ebenso selten gewesen war wie eine Menschliche Seele.
Die Schritte des Prinzen wurden schneller. Obwohl seine Klagen einem resignierten Wimmern gewichen waren wusste jeder wie sehr er in der Sonne litt und so war er auch nicht besonders erfreut gewesen, als er den gerade gefundenen schmalen Schatten erneut verlassen musste um mit Ancragor Holz für ein Feuer zu suchen. Keine majestätischen Gärten, keine Musik, keine Frauen zum verführen und keine Männer die vorgaben ihn zu bewundern. Keine exotischen Speisen und Spiele und keine Diener, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablasen.
Der alte Mann meldete sich zu Wort ehe jemand Einspruch erheben konnte.
„Lassen wir ihm seinen Schatten, er wird ihn beinahe so viel Freude bereiten wie euch junger Ahr, nicht war?“ Seine Augen zeugten für einen kleinen Augenblick von grenzenlosen Wissen, seine Worte waren von einem Lächeln umspielt, doch er hielt den Blickkontakt nicht lange. Gemütlich pfeifend folgte er Trokh, das dumpfe klopfen seinen Stabes im Sand veränderte sich in ein dumpfes Knallen auf steinernem Untergrund, dann verschwand es vollkommen als er der Griff änderte und das Holz waagerecht hielt. Es schien beinahe als würde er im Schatten verschwinden, ein Trugbild der brennenden Sonne.

Mit dem Schatten kam ein Schrei und ein beißender Geruch nach Verwesung. Trokh hatte sich mit der Stirn an den kühlen Fels gelehnt und versuchte den Geruch durch seinen Ärmel zu filtern. Der Alte lächelte ob der Schreckhaftigkeit des jungen Mannes.
„Scheint als hätte sich ein Tier einen besonderen Ort ausgesucht um zu sterben. Der Kadaver muss hinter einer der nächsten Ecken liegen, wenn man dem Wind trauen kann. Das Fleisch ist nutzlos aber es gibt etwas anderes durchaus schmackhaftes, dass diese toten Körper begleitet. Ihr werdet sehen junger Prinz.

Der Kadaver lag mitten auf dem Weg. Das Tier musste aus der Höhe heruntergestürzt sein. Die Augen hatten sich mittlerweile an die Abwesenheit der Sonne gewöhnt und die vorherige Dunkelheit war einem gewöhnlichen Tageslicht gewichen. Die Schlucht wand sich zwischen den zwei Felswänden entlang und über ihnen war ein Streifen aus weiß und blau. Der rissige Lehm war festem Gestein gewichen. Der Alte Schritt voraus und blieb vor dem Leichnam stehen.
„Interessant“ murmelte er, während er mit seinem Stab in dem toten Wesen stocherte. Als der Thronfolger näher kam sah er, dass es sich keineswegs um ein Tier handelte. Es war ein Mensch, der in Pelze gekleidet war. Er lag wohl bereits einige Tage dort. Der Stab hatte eine klaffende Wunde aufgeklappt aus der kleine Larven hervorkrochen. „Seht ihr junger Prinz. Das Fleisch ist nutzlos, aber diese Tierchen haben schon manchen einsamen Wanderer vor dem Tode bewahrt. Diesen wohl nicht. Aber woher diese Wunde?“ Er ließ das Fleisch wieder zusammenklappen und wie auf Befehl stürzte der Prinz zur Seite und entleerte seinen Mageninhalt am Rande der Schlucht.
„Nana ihr werdet doch nicht wieder...“ der alte Mann brach seinen Satz ab und richtete seinen Blick auf Ahr, der mit Aza dem Ruf ihres Problemkindes gefolgt war. „Meister Ahr, spürt ihr das?“ Da war nichts, so sehr der Halbelf seine Schattenfühler ausstreckte, keine Menschenseele war zu erkennen, auch nicht die seiner Mitreisenden. Der Alte deutete den Blick des Schattenmagiers. „Ja...“ er richtete seinen Blick wieder auf die Leiche „...ich auch nicht.“
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Magrat Knoblauch
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 28, 2013 7:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aza Aza
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Aza war fest eingeschlafen. Die letzten Tage hatten sie viel Kraft gekostet. Als sie erwachte dauerte es einen kurzen Moment, bis sie begriff, dass sie sich in der Wüste befand. Die sanfte Stimme von Ahr hatte sie geweckt und sie verspürte ein leichtes Kribbeln in ihrem Nacken. Nur ungern erhob sie sich. Doch sie musste sich in Erinnerung rufen, dass sie auf der Flucht waren und sie sich keine Verzögerungen erlauben konnten. So gab sie Ahr einen zärtlichen Kuss, um anschließend ihre Kleidung vom Staub abzuklopfen.
Der Prinz hingegen ließ sich nur schwer wecken. Die Strapazen setzten ihm schon jetzt zu. Dies war deutlich in seinem Gesicht abzulesen. Ein Grummeln war auch zu vernehmen.
„Junger Prinz, spart euren Ärger und nutzt eure Kraft für die Widrigkeiten der Wüste,“ sprach Aza und setzte sich in Bewegung um Ahr zu folgen.

Der Schluck Wasser hatte nur bewirkt, dass sie begann starken Durst zu verspüren. Doch Aza hielt ihren Mund, verlor kein Wort und folgte dem Wüstenelfen, der mühelos durch die Dünen der Wüsten glitt. Nur langsam bekamen ihre Füße ein Gefühl für den Sand und das anfängliche Stolpern wechselte zu einem gemächlichen Schritt. Trotzdem war Aza nicht schnell genug, um mit Ahr mithalten zu können. Doch zum Glück war sie nicht allein mit diesem Problem. Der Prinz war der Letzte in ihrer Gruppe und es war ihm anzusehen, dass ihn dieser Marsch quälte. Wenigstens war kein Grummeln von ihm zu vernehmen und er folgte stillschweigend.
Als Ahr seine Mitreisenden dazu aufforderte eine Pause einzulegen, war Aza froh darüber und ließ sich erschöpft in den Sand fallen. Die Pause konnte sie gut gebrauchen, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte. Für einen kurzen Moment war der Halbelf verschwunden und als er wieder zurückkehrte, trug er eine Echse bei sich. Aza rappelte sich wieder auf und folgte ihrem Reiseführer weiter, verwundert darüber, wie ihn das Gewicht nicht zu belasten schien.

Azas Mund war vollkommen ausgetrocknet und ihr Hals brannte, als sie endlich das Massiv erreichten. Die Sonne stand nun schon hoch oben am Himmel und die Hitze strahlte unnachgiebig auf sie hinab.
„Ich kriege keinen Bissen hinunter, bevor ich nichts getrunken habe,“ keuchte Aza und ließ sich neben Ahr auf einen Stein gleiten. Schweißperlen rollten ihr an den Schläfen hinab, die sie mit der Hand fortwischte. Prinz Trokh und der fremde Alte machten sich auf den Weg um Feuerholz zu suchen.
Ich werde nach Wasser suchen,“ sprach Aza und erhob sich wieder erschöpft. Doch ihr Plan wurde von einem Schrei des Prinzen unterbrochen. Azas Silhouette verschwand und wurde eins mit dem roten Lehm. Schnell begab sie sich zu dem Prinzen. Auch Ahr folgte ihr. Als sie ihr Ziel erreicht hatte, musste sie feststellen, dass eine Leiche den Prinzen aus der Fassung gebracht hatte. Der Geruch war nicht gerade angenehm.
„Prinz Trokh, ihr zieht in den Krieg und dies bringt euer Gemüt durcheinander?“ Dann richtete sie ihren Blick auf den Toten. In jenem Moment war es Aza egal was der Alte faselte. Sie beugte sich zur Leiche hinab, murmelte ein paar Worte, wie: „Der ist schon mindestens eine Woche tot,“ und begann zu suchen. Schnell wurde sie fündig. Sie holte einen Wasserbeutel, aus Kameldarm gefertigt hervor. Hastig begann Aza zu schütteln.
„Da ist noch etwas Wasser drin,“ sprach sie und öffnete den Beutel. „Es ist sogar noch gut,“ redete sie weiter und ein Strahlen war auf ihren Lippen zu sehen.
„Gut gemacht junger Prinz. Aber vermeidet das ständige erbrechen. Ihr werdet noch austrocknen.“
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 30, 2013 8:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ahr alHachjaddan Ahr alHachjaddan
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Ahr schnitt flache Scheiben des leicht porösen Echsenfleisches aus dem Körper, wobei er peinlich darauf achtete, weder die schuppige Haut, noch die ungenießbaren Innereien anzuschneiden. Ein paar der Drüsen ließen sich anderweitig verwenden oder würden auch bei Giftmischern und Schamanen gute Preise erzielen. Ein Schrei von hinter den Felsen riss ihn von der Zubereitung des verspäteten Frühstücks.

Kurz darauf löste er sich aus den tiefen Schatten zwischen den Felsen und blickte schweigend über Ancragors Schulter um den Grund des Aufruhrs zu erfahren. Im lag schon ein bissiger Kommentar auf der Zunge, doch dann blickte er mitleidig zum Prinzen herüber, als er sich daran erinnerte, wie es ihm selbst erging und an den gehässigen Blick seines Meisters, als sie damals über die Reste einer Nomadenfamilie stolperten, die Bekanntschaft mit einer ausgehungerten Hyänensippe gemacht hatte.

„Eine Wasserstelle lockt auch Hyänen an.“ bemerkte der Halbelf knapp, während er den Toten begutachtete. Aza schien sich von seinen Begleitern als Erste mit den harten Gebräuchen der Wüste anzufreunden. Und eine davon ist: Ein Toter braucht nichts mehr.
Ahr brauchte etwas, aber dann dämmerte ihm, was ihn schon die ganze Zeit gestört hatte. Die ganze Situation war merkwürdig. Ein Toter braucht nichts mehr: „Das gefällt mit nicht. Er ist gekleidet wie ein einfacher Nomade oder Minenarbeiter. Viel zu holen ist bei ihm nicht. Und der, der für das Loch in der Brust verantwortlich ist, hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, seinen Wasserschlauch an sich zu nehmen. Und bis auf die Maden hat sich noch kein Aaasfresser an diesem reichlichen Mahl gütlich getan.“ Er blickte hoch, aber am Himmel waren keine der üblichen Geier zu sehen, die sich sonst recht schnell versammelt hätten. „Eine Möglichkeit wäre, dass er hier es nur weiter geschafft hat als andere Opfer. Oder...“ Ahr drehte sich zu Ancragor um. „Du hast recht. Die Gegend hier ist seltsam ... ruhig.“ Der Halbelf verengte seine Augen zu Schlitzen und schien auf eine Erklärung zu warten, wie ein einfacher alter Mann das bemerken konnte.

„Der Schrei von Trokh hätte eigentlich diejenigen, die solche Löcher machen anlocken müssen. Das ist zum Glück nicht geschehen. Wartet kurz.“ Einen Moment erschien der Halbelf wieder zwischen den Felsen. Er hatte die teilzerlegte Echse zu einem Bündel verschnürt und mitgenommen. „Wir sollten zusammenbleiben und rausbekommen, woher er gekommen ist. Wir haben eigentlich eine Rast bitter nötig, aber zuerst müssen wir sicherstellen, dass uns dabei nichts überraschen wird.“ Ahr blickte kritisch über die Felsen und schlich dann leise in eine der weiterführenden Schluchten.
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Santuo
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BeitragVerfasst am: Do Nov 07, 2013 8:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

NSC - Trokh NSC - Trokh
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Der Prinz röchelte schwach. Die vergangenen Tage und Stunden war ein einfach zu viel für ihn gewesen. Überall lauerte der Tod. Seine Feinde waren überall. Nur wusste er nicht wer Feind war und wer Freund. Überhaupt wusste er nichts mehr. Er wollte sich einfach nur setzen und nicht wieder aufstehen. Vielleicht nicht hier neben dieser Leiche aber prinzipiell. Stattdessen musste er mit ansehen, wie sich die beiden Männer beratschlagten über dem stinkenden Fleisch einen Gelebten. So sah ein Körper aus, der eine Woche tot da lag verlautete die Hellseherin. Wieso war er ausgesendet worden und nicht sein Bruder. Sollte doch KRieg über das Land ziehen und Mord und Todschlag. Wenn er damit diesem Schicksal entging war es eine Überlegung wert. Während er über seine Feinde nachdachte richtete er sich auf und nahm im Augenwinkel etwas war. Schon ertönte eine bekannte Stimme.

"Habt ihr Überraschen gesagt? Ich glaube das ist unser Stichwort" Lathifs breites Grinsen wurde nur von der Häßlichkeit seiner Männer übertroffen. Übriggeblieben war wirklich nur der Abschaum unter den Sklaven. Alle anderen waren ihrer Wege gegangen und hofften sich irgendwie durchzuschlagen. Lathif aber war einem Ziel gefolgt. Sowohl vorne, als auch hinter ihnen machten sich über ein duzend Bewaffnete bereit. "Eure Hoheit. Wie schön euch zu sehen. Ein wenig sind wir auch wegen euch hier. Ihr seit quasi unser Pfand. Eure Mannen belagern wohl noch immer ein paar leere Mauern und wie ich sehe habt ihr bereits Freundschaft mit anderen Verbrechern geschlossen. Ihr habt einen interessanten Geschmack..."
Der Alte unterbrach die Triumpfrede mit einer sachlichen Frage, die Stimme frei von Angst oder Respekt oder auch nur dem Zeichen von Überraschung.
"Wie habt ihr es geschafft die Magiebahnen versiegen zu lassen?"
Lathifs Lächeln wandelte sich in Ungehaltenheit. Er wollte seinen Triumpf auskosten.
"Was sprichst du für Unsinn alter Narr." Nun war doch Überraschung auf dem Gesicht des Mannes mit dem Stab.
"Aber wenn ihr nicht dafür verantwortlich seid wer...oh..."

In diesem Moment fingen die Wände zu ihren Seiten an sich zu bewegen. Wo gerade noch feste Gesteinsschichten und der staub von Jahrtausenden still vor sich hin existiert hatte war nun etwas lebendiges, zumindest an einigen Stellen. Wer sich an die ungewohnte Situation gewöhnt hatte, das Stein lebte sah, dass es sich um Wesen handelte. Größer und breiter als jede Menschengestalt lösten sich ein halbes Duzend Braunroter Wesen aus dem Fels. Der alte Mann wurde von einem Arm gepackt und zur Seite geschleudert wie ein Kind, das von einem Pferd getreten wurde. Am Ende des Armes befand sich ein Muskulöser Körper. Feine Schuppen bedeckten ihn, farblich abgestimmt auf die Umgebung. Ein lautes Brüllen ertönte aus einem von großen Zähnen bewachsenen Maul und ebenso wie die anderen Fünf stürtze das Monster sich auf Lathif und seine Schergen. Aza, Ahr und Trokh schienen nicht von belang zu sein und auch Ancragor war wohl schlicht und ergreifend im Weg gewesen. Mächtige Waffen mähten durch die Menschen, ehe die ersten auch nur Zeit dazu hatten sich in Sicherheit zu begeben. Trokhs Herz setzte Aus, als etwas seine Schulter berührte, doch es war Ancragor, das Gesicht von Blut überströmt.
"Mein Junger Herr. Es ist Zeit zu gehen." sagte er ruhig aber bestimmt, doch dr Prinz rührte sich nicht. Hinter der Bärtigen waren zwei weitere Monster aus dem Fels entstanden. Sie richteten zwei übermenschliche Speere auf Ancragors Rücken, griffen aber nicht an. Schon wenige Sekunden nachdem, das erste Brüllen erklungen war, verstummte das letzte Geräusch.
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 03, 2014 8:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ahr alHachjaddan Ahr alHachjaddan
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Ahr verfluchte seine eingeschlafenen Instinkte. Er hatte sich in den letzten Jahren zu sehr darauf verlassen, durch die verschleierte Schattenwelt des Dazwischen zu blicken und somit seine anderen Sinne sträflich vernachlässigt. Er rutschte ab, als der Felsen, von dem er aus die Umgebung untersuchen wollte, sich plötzlich bewegte und etwas Schuppiges sich daraus schälte. Bei der Mar’! Sandorks! fluchte er in sich hinein, als er mit einem Haufen Geröll den Abhang hinunter rauschte. Harter Stein, dann Dunkelheit.

„Willkommen in meinen Reich“ hauchte eine sonderbar tiefe, aber durchaus anregende Frauenstimme. Wie hypnotisiernde Wellen bewegten sich ihre vier Arme, mit denen sie ihn zu sich hin lockte. Verwirrende Schlieren tanzten um ihr altersloses Gesicht, ihre Augen brannten in einem unnatürlichen Rot und die die lange gespaltene Zunge, die zwischen ihren Lippen wie eine von einem Fakir beschworene Schlange tanzte, verwirrten ihm die Sinne. Hinter ihr erstreckte sich ein gähnender Abgrund, der Stille, Kälte und Vergessen versprach.

Anderswelten und ihre Versprechungen. Alte Reflexe, die ihn bei diesen Reisen den Verstand retteten, schlugen an und er zwang sich die Augen zu öffnen.

Felsen. verschwommen in roten Nebel. Schwerfällig hob er den schmerzenden Arm und wischte sich Blut aus dem Gesicht. Wie lange hab ich gelegen? Was ist passiert? Es war noch Tag. Um ihn herum lagen Steine und Geröll. Über ihm erstreckte sich einige Klafter Steilwand. Knapp hinter ihm einige Klafter nach unten. Sandorks waren da gewesen! Und er spürte... er spürte nichts. Der Kontakt zu den Schatten, der Anderswelt war weg. Immer noch. Doch nur ein Alptraum. Er war sich nicht sicher, ob er darüber erleichtert sein sollte. Merkwürdigerweise fühlte er auch Bedauern in sich. Er richtete sich auf und ignorierte mit zusammengebissenen Zähnen den schmerzhaften Protest, den sein geschundener Körper meldete.

Der kleine Absatz auf den ihn die Steinlawine gespült hatte, war das Ende einer Höhle die vor ihm gähnte und ins Bergmassiv führte. Er tat ein paar zögerliche Schritte hinein und lehnte gegen die kühle Felswand. Weg von dem Abgrund, der ihn um ein Haar verschlungen hätte. Sandorks! Was wohl aus den anderen geworden ist? Aza? Trokh und sein Mentor? Der seltsame Weise? Lathif der Trottel hatte sie gefunden. Und die Orks hatten ihn gefunden. Das musste alles warten. Erst mal musste er sehen, wie er hier wieder rauskam.
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Santuo
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BeitragVerfasst am: Do Sep 04, 2014 5:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

NSC - Trokh NSC - Trokh
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Die Kreaturen kommunizierten miteinander, Worte konnte man aber nicht erkennen. Es war ein Grunzen und brüllen, das jedoch für die richtigen Ohren einen sinn ergeben musste, denn die Orks reagierten auf die gegenseitigen Worte. Bisher hatte niemand ein Wort an den Prinzen oder seine Kameraden gerichtet. Wobei die Mehrzahl leicht übertrieben war. Ahr und Aza waren verschwunden im Eifer des Gefechts zumindest konnte Trokh sie nicht unter den Leichen der Sklaven entdecken, die sehr sehr tot aussahen. Der alte Mann schien wohlauf zu sein, auch wenn er etwas verwirrt aussah und die ganze Zeit etwas von Magie und Bann vor sich hinnuschelte.
Zuerst hatte er versucht mit den Sandorks, zumindestens nannte er sie so obwohl er nur wenige Stunden zuvor versichert hatte, dass es sich bei diesen Tieren um Märchenfiguren handelt, zu sprechen, doch mit einer eindeutigen Geste hatte sie ihm beschieden sich zu setzen und ruhig zu sein. Nun schienen sie unsicher ob sie sich nicht doch versichern sollten das Ahr und Aza auch getötet oder gefangen wurden. Genausogut konnte es aber auch sein, dass sie sich überlegte wie sie den Prinzen umbringen sollten. Vielleicht war für einen Menschen seines Standes ein besonderer Tod vorgesehen und Ancragor stellte wohl einfach keine Gefahr dar. Die Verletzungen, die ihm der Sturz eingebracht hatten, müssen schwächer gewesen sein als es ausgesehen hatte, denn der Alte hatte noch immer keine Miene verzogen und der Blutfluss war versiegt.

Die Orks schienen sich entschieden zu haben. Mit einem Grunzen und einem Speer trieb ein besonders fies aussehendes Exemplar sie auf die Beine begleitet von dem Befehl eines ebenso fies aussehenden. Eigentlich konnte Trokh keinen Unterschied zwischen den Kreaturen erkennen. Sie sahen alle bösartig aus.
"Gehen wir junger Herr" sagte Ancragor mit einem Lächeln, das wohl aufmunternd wirken sollte. Der Prinz war nicht zu Aufmunterung bereit.
Ächzend stand er auf und ließ sich von dem Alten am Arm führen. Müdigkeit war absolut vergessen. Auch die Hitze schien von einem Schleier der Angst verdrängt worden zu sein. In seinem Kopf ging er alle Szenarien des Todes durch, die sein Gehirn sich ausdenken konnte...es waren erstaunlich zahlreiche Möglichkeiten.
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2014 12:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ahr alHachjaddan Ahr alHachjaddan
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Ahr schlich vorsichtig an den groben Felswänden entlang. Seine Finger strichen über den harten Sandstein. Grob heraus gehauen? Natürlich entstanden? Er war sich nicht sicher. Er fühlte sich unangenehm blind und verletzlich ohne die Möglichkeit in den Schatten streifen zu können.

Das Licht der Wüste blieb immer weiter zurück und so musste er sich auf das wenige verlassen, was seine halbelfischen Augen noch zu erkennen vermochten und seine Finger und Füsse ertasten konnten. Es ging viele Schritte aufwärts, einige Schritte hinab, ein paar Wendungen und schon nach kurzer Zeit konnte er nicht mehr genau sagen, ob sich dieser Gang sein Ziel in der Höhe oder zum Fusse des Berges suchte.

Licht? Nach ein paar Schritten wurde es deutlicher. Vor ihm tasteten sich dünne Finger von trüben flackernden Licht an den Felswänden entlang. Was ihm Vorher verborgen gewsen war, dass hier auch Inschriften die groben Felswände zierten. Die Farbe war alt und die Zeichen klein und dicht nebeneinander gesetzt. Ib niru al'Durh aklaste Bashnach. Ethù niru …. Das waren alte Worte. Und Ahr überlegte angestrengt, wo er dieser Sprache schon einmal ansichtig wurde. Und was die Worte bedeuteten. Kommen wird Durh aus oder von...? Gewesen wird er sein..... Er bräuchte besseres Licht und Ruhe. Ruhe? Lärm drang durch die Höhle. Es war ihm zunächst nicht aufgefallen, weil es sich nur langsam gesteigert hatte, während er alle seine Sinne gebraucht hatte seinen weg zu finden. Es war zunächst wie ein leises Plätschern gewesen. Jetzt waren Stimmen zu unterscheiden. Viele Stimmen.

Vorsichtig schlich er weiter, dem Licht entgegen. In der Wand des Ganges zeigten sich einzelne, herausgebrochene Löcher, die sich in eine riesige Höhle öffneten. Der Gang, in dem sich Ahr befand lag weit oben, fast unter der Decke der Höhle. Diese Höhle wurde dominiert von riesigen Statuen, die die Decke zu stützen schienen. Es waren groteske Figuren, die nur entfernt humanoide Merkmale aufwiesen. Fackeln und große Feuerschalen spendeten Licht und verpesteten die Luft mit ihrem Qualm. Sein Blick senkte sich zum Boden der Höhle und er erkannte grobe Zelte, die sich zwischen altertümlichen, teils verfallenen Bauwerken drängten und auf eine blasphemische Art deplatziert wirkten. Und nun erkannte er auch, was dieses Gemisch an Stimmen hervorbrachte und er ging hinter den Felsen vorsichtig in Deckung. Bei der Mar'! Wie konnte dies so lange unentdeckt bleiben? Ich muss irgendwie unentdeckt da runter. Vorsichtig auf jeden Schritt achtend, untersuchte er den weiteren Verlauf des Ganges.
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