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Die Elfenwälder
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Die Elfenwälder
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Takana
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BeitragVerfasst am: So März 24, 2013 1:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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Lor schnappte sich das Kurzschwert und steckte es in seinen Gürtel. Er brauchte einen Moment um eine Position zu finden, an der es ihm nicht im Weg war. Mit Schwertern hatte er eben wenig Erfahrung, das war offensichtlich. „Zweibeinige Bären?“ Der junge Wildelf überlegte eine Weile. „Achso. Wegen den Bärenbildern auf ihren Fahnen.“ Er schaute den alten Mann etwas misstrauisch an. „Was für eine Verschwendung.“ murmelte er noch, während er die Leichen begutachtete. Irgend etwas gab ihm aber doch zu denken. „Leute die andere Menschlinge jagen. Mmmhhh. Meint Šareš šo kräftige Krieger in schwaržen Umhängen?“ Er schaute den alten Mann genau an. Lor war sich nicht sicher, ob er mit diesen Leuten zu tun haben wollte. „Lor hat eine Aufgabe in Naflir bekommen, alšo mušš Lor dahin.“ sagte er nur, ohne sich näher zu erklären.
An einem Soldaten hatte er noch einen Wasserschlauch und ein kleines Beutelchen mit Heilkräutern gefunden. Dies schien ihm nützlicher, als das Zeug, das Sares einsammelte. „Waš meint Šareš damit, der Wald šei nicht freundlich? Die Bäume šind gešund und aušgeglichen. Beute išt aušreichend vorhanden. Und keine Špuren von dunklen Monštern, wie Orkš oder Fyrchte. Und falsche Wege? Treibšand, Moore, Schlinglianen, Venusfallen,... waš meint Šareš damit?“

Lor kramte noch bei zwei weiteren Toten, fand aber nichts, was ihm noch irgendwie nützlich erschien. Einen Gürtel nahm er noch an sich und schnitt ihn zurecht, um das feste Leder als Steinschleuder verwenden zu können. Schade, dass mir Oseras Krieger den Bogen weggenommen haben. Ehrlicherweise würde er mit einer Schleuder derzeit allerdings mehr ausrichten. Aber das Messer von ihm war gut und immer noch scharf.

Lor hob seinen Steinkurzspeer auf und stand auf.
„Also gut. Lor geht mit Šareš ein Štück nach Wešten.“
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Taladius Goldfaden
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BeitragVerfasst am: So März 24, 2013 3:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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"Ja, die Fahnen." antwortete Sares, "Aber Verschwendung? Tote Bärchen sind gute Bärchen.", er klopfte dem Elfen auf die knochige Schulter, "Das lernste schon noch."
"N'paar von unseren Leuten ham schwarze Mäntel.", entgegenete er.
"Sind nette jungs, wenn man nicht die falschen Farben trägt."
Er schien zu überlegen, während er, seine Fackel so tief haltend, dass er den Weg gut sehen konnte, voran ging und dem schmalen Pfad weiter folgte.
"Was für 'ne Aufgabe kannst'n du schon in Naflin haben?
Ist gefährlich dort geworden. Boros will sein Prinzesschen haben und in der Stadt soll es von Rotröcken nur so wimmeln. Zur Sicherung des Friedens, sagen sie. Aber Naflmir kennt keinen Frieden, so lange fremde Drecksäcke durch unsere Wälder stolpern."
Er knurrte, ein wenig wie ein Hund.
"Treibsand, Moore,...Schlingfallen hab ich noch keine gesehen, aber wer weiß. Ein paar kleine, aber steile Berge, reißende Flüsse, Wege, die ins Nichts führen. Orte, an denen es spukt, alte Ruinen voller bissiger Wölfe. Und zwischen all dem die Streifen der Beredirmer. Hier im Osten holen sie sich noch blutige Nasen, aber Richtung Naflin, wo die Straßen breiter sind, will ich denen nicht über den Weg laufen. Auf Waldvolk sind sie auch nicht grade gut zu sprechen, denk' ich mir."
Er sah vorsichig zu den Bäumen und senkte die Stimme, als hätte er Angst, belauscht zu werden.
"Überhaupt sind die Wälder komisch geworden, seit die Rotröcke hier sind."
Bereits im nächsten Moment lächelte er aber schon wieder freundlich.
"Wo kommst'n überhaupt her, wo man so komisch redet?"
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mo März 25, 2013 4:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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„Töten ohne Fleisch, Fell, Sehnen oder Knochen žu nutžen. Daš išt Verschwendung.“ murmelte Lor noch, aber er wollte sich auf keine Diskussion einlassen. Wenn die Menschlinge nicht von Orks oder Harpyen dezimiert wurden, dann erledigten sie das wohl eben selbst. Sonst gibt es wohl schnell zu viele. Ein wenig war er darüber erschreckt, wie abgestumpft er in den letzten Wintern geworden war, in denen er durch die Länder der Menschlinge geirrt war. Aber die Lebensflamme dieser Wesen brannte eben hell und kurz. Und Menschlinge, deren Leben beendet wurde ist ihm ein vertrauter Anblick geworden.

„ 'Nette' Jungš šind daš alšo. Aha.“ Der junge Elf nahm sich vor, besonders wachsam bei Sares und seinem Stamm zu sein. Wie nett die Schwarzmäntel sein können spürte er noch etwas in seinem Oberschenkel. „Lor hofft, die haben nichtš gegen Braun,“ bemerkte er trocken, als er an seiner hauptsächlich aus Leder gefertigten Kleidung hinab blickte.

„Ach die Aufgabe. Komischer Elfenkram eben. Nichtš Bedeutendeš.“ wiegelte Lor die Frage ab. „Und wegen irgendwelcher Brunftrangeleien von diešem Boroš išt eš gefährlich dort? Warum?“, fragte Lor etwas ungläubig. Boros, Boros,... hab ich den Namen schon mal gehört? Egal... „Wölfe, Berge und Flüšše. Daš išt nichtš, vor dem Lor Angšt haben müššte. Aber Gešpenšter!? Hier gibt eš Gešpenšter? Da machen Šareš und Lor beššer einen Bogen drum. Und die Wälder šind ein wenig aufgebracht wegen dem ganžen Trubel. Eš wird žuviel gejagt und žuviel Aaš rumliegen gelaššen. Kein Wunder, dašš daš Gleichgewicht etwaš geštört išt. Waš findet den Šareš šo komisch an den Wäldern?“ Lor schaute sich auch vorsichtig und aufmerksam um.

„Lor kommt auš dem wilden, morgendlichen Ende der Amirithischen Wälder. Aber da wird nicht komisch gesprochen. Ganž und garnicht. Und wenn eš Revierštreiterein gibt, klären daš die Häuptlinge unter šich. Und daš šind die bešten Krieger deš Štammeš und nicht irgendwelche schnöšeligen Schönlinge mit groššer Klappe, die nur Kämpfen laššen können...“ Bevor sich der junge Wildelf weiter in Rage brachte, hielt er seinen Mund, stapfte hinter dem Alten her und hielt den Wald weiter unter Beobachtung. „Wie viele Morgen, oder šogar Monde išt eš den biš nach Naflin?“ Mistrauisch lugte er nach oben und versuchte durch die Bäume ein paar Sterne zu erspähen, um sich zu vergewissern, dass Sares ihn wirklich nach Westen führte.
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Taladius Goldfaden
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BeitragVerfasst am: Di März 26, 2013 2:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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Sares zuckte mit den Schultern.
"Dann geh' halt zurück und schneid' sie dir in kleine Häppchen. Ich halt' dich nicht auf."
"Wir sind, was Farben angeht, nur auf Rot schlecht zu sprechen."

"Auf dem wilden morgenlifen Ende, tut der kleine Lor daf?", neckte ihn der Alte, während sie auf eine schmale Lichtung traten.
Ein kleines Lagerfeuer brannte dort und schickte dichte Rauchschwaden in den Nachthimmel.
Vier Gestalten, die zwar jünger, aber keineswegs besser genährt aussahen, als Sares, schauten ihnen aus müden Augen entgegen.
"Da biste ja endlich.", stellte einer fest.
"Hatten wir nicht besprochen, dass das Feuer uns verraten kann?", fragte der in die Runde.
"Haben wir.", kam die knappe Antwort.
"Hams lieber warm, so lang`es geht.", knurte ein anderer.
"Was hast'n da aufgetrieben.", fragte einer mit fettigen schwarzen Strähnen, die ihm über den Rücken fielen.
"Einen Elfen. Ernennt sich Lor. Hat eine unbedeutende Aufgabe in Naflin."
"Aha. Bin Ronek.", stellte sich der vor, dessen Kiefer offensichtlich einmal gebrochen gewesen und nicht ganz richtig zusammen gewachsen war.
"Sam.", knurrte ein etwas kräftigerer Kerl, dessen Augenbrauen ihn - vielelicht ungewollt - dauernd böse aussehen ließen.
"Martn. Und was will der Kleine bei unserer erlauchten Truppe?", fragte einer, dessen verwaschen bläulicher Anzug wohl vor langer Zeit einmal eine ordentliche Militäruniform war.
Seine Locken schimmerten leicht golden im Feuerschein und auch sonst schien er der einzige des Haufens zu sein, der sich die Mühe machte, sich etwas öfter zu waschen.
"Nach Naflin. Weiß einer von euch, wie lange der Weg ist?", fragte Sares.
"Paar Wochen.", antwortete der ehemalige Sodlat, "Kommt darauf an, welchen Weg man sich entlang traut. Die guten Straßen werden allesamt bewacht. Über die Waldpfade kommt man gut vorwärts, aber wenn der Bronder noch Schmelzwasser führt, schaut man blöd aus der Wäsche. Die Furten sind dann fast alle überflutet."
"Klingt toll. Können wir ihn ein Stück begleiten?"
"Seit wann geh'n wir westwärts?", fragte Sam mit grimmiger Miene.
"Wir sind nirgendwo willkommen.", murrte Matn, "Von mir aus können wir westwärts gehen. Hoch dich hin, Kleiner."
Er nahm sich einen dünnen Ast und kratzte damit das letzte bisschen Glut zusammen.
"Was hast du so lange getrieben, Sares?", fragte Ronek beiläufig, während er an einem steinharten Brot herum nagte.
"Hab'n pasar Rotröcke gefunden. Hab Schnaps mitgebracht.", antwortete er und hielt seine Beute freundlich seinem Nebenmann hin, der den Korkverschluss heraus zog und gierig einen Schluck nahm.
"Gut zum Einschlafen.", lobte er.
"Sind wohl nicht die einzigen, die hier jagen."
"Nö.", meinte Sares mit einem zufriedenen Grinsen.
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Takana
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BeitragVerfasst am: Di März 26, 2013 6:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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„Kein Rot, aha.“ Lor wickelte mit Bedauern die roten Bandagen ab, die er sich aus den Wappenröcken der toten Soldaten zurecht geschnitten hatte, und stopfte sie weg. Auf den Vorschlag seine Vorräte aufzustocken blieb er kurz stehen und überlegte. „Nein, ich hab noch genug. Und mir schmecken Kaninchen oder Fische beššer. Šollen šich Wölfe und Ameišen darum kümmern.“

Als Sares sich über seinen Sprachfehler lustig machte, hätte Lor ihm fast einen Schwinger verpasst. Doch er bemerkte rechtzeitig die vier Gestalten auf der Lichtung und schluckte die Beleidigung runter.
„Daš Feuer išt wirklich žu auffällig.“ bemerkte Lor ein wenig überheblich. Und es hat den alten Sares vor einer Tracht Prügel bewahrt. „Die Grube išt nicht tief genug. Und andereš Holž würde weniger rauchen und Funken schlagen.“
Trotzdem nahm er die Einladung an und setzte sich im Schneidersitz dazu. Das Kurzschwert störte dabei ein wenig, so legte er es neben den griffbereit abgelegten Kurzspeer. Dann folgte er stumm der Unterhaltung und musterte aufmerksam die kleine Gruppe.
„Ein paar Wochen. Gut.“ Lor hatte sowieso nicht vor die ausgetretenen Pfade der Menschlinge zu verwenden. Sie waren unsicher frei von Deckung und an den Rändern sammelte sich immer aggressive Wesen, die auf leichte Beute hofften. „Dann wird Lor wohl einen Teil davon reiten.“

Er schaute nochmal abschätzend in die Runde. Praktisch gekleidet und nicht übertrieben genährt. Und sie zogen anscheinend im Wald umher. „Ihr šeid eine Räuberbande.“ stellte er ruhig, ohne Wertung fest. Diese Art nomadischer Kleinstämme der Menschlinge hatte er schon oft dabei beobachtet, wenn sie durch die Wälder zogen. „Und Stämme mit roten und schwarzen Umhängen prügeln šich hier.“ versuchte er sich weiter einen Überblick zu verschaffen. Die hängen sich aber sehr an den Farben hier auf. Lor war selten in der luxuriösen Lage gewesen, auf die Farbe seiner Kleidung zu achten. Erstmal musste sie überhaupt vorhanden, dann warm und stabil sein. „Und waš macht ihr wenn ein roter einen schwaržen Umhang anžieht?“ Er konnte sich nicht vorstellen, dass da noch keiner auf diese Idee gekommen wäre. Jedenfalls würde er sich nicht daran beteiligen seine Sinne mit Feuerwasser zu benebeln und lieber den Waldrand hin und wieder zu beobachten.
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Taladius Goldfaden
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BeitragVerfasst am: Mi März 27, 2013 12:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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Sares riskierte einen irritierten Seitenblick, als Lor die Bandagen abband, aber ließ das dann doch unkommentiert. Anscheinend war der Elf auch nicht gerade von der hellsten Sorte.

"Ja, trockeneres Holz würde weniger rauchen.", gab der, der das Feuer schürte bissig zurück, aber hier pisst's den ganzen Frühling lang immer wieder. Das Holz lag rum, wir hams genommen, wenn die Bären ne Feuerwache schicken, begrüßen wir sie freundlich."

"Reiten wirst du?", fragte Martn mit hochgezogener Braue.
"Wo hast'n dein hübsches Ross gelassen?"

"Jo, ne Räuberbande.", lachte Sam und sah dabei wnoch böser aus.
"Was wollen wir auch noch sonst sein? Unsere Dörfer lagen an der Grenze zu Beredirm. Wurden schon im ersten Feldzug niedergebrannt."

"Oder später, als die Bauern, Hirten und Jäger bestraft wurden, weil sie ihr Land nicht hergeben wollten. Wie deins, Sares, nicht?"

"Jap.", meinte der ältere und spuckte angewidert.
"Hab damals zwei Kinnder sterben sehn und zwei andere sind sonstwo abgeblieben."
"Haran und Kasha?", fragte Sam.
"Hadran und Kasra, du Esel!"
"Ja...genau die. So weit wie wir rumstreifen müssten die uns ja irgendwann über den Weg laufen."
"Irgendwann.", murmelte er begeisterungslos.
"Wir sollten schlafen.", stellte Martn fest.
"Der Elf hat gute Augen, er kann die erste Wache übernehmen."
"Ich lass mich doch nicht von einem fremden Elfenjungen bewachen!", wandte Grigor, der sein Gesicht bisher im Schatten einer tiefne Kapuze verborgen hatte, ein.
"Dann pass auf ihn auf, vier Augen sehen mehr.", knurrte Sares, bevor er sich eine Decke von einem herumliegenden Haufen Krimskrams holte.
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mi März 27, 2013 1:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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„Lor macht eršte Wache. Gut.“ Der junge Wildelf hatte sowieso vor, bei der Gruppe nicht tief einzuschlafen. So ganz geheuer waren sie ihm immer noch nicht. Aber dann machte er sich erstmal nützlich. Zunächst hob er eine tiefere Feuergrube aus. Mit gezischtem „Uh,..Ohh“ und „Ahh, Au...“ schaffte er es auch einigermaßen, die Glut und glimmenden Äste hinüber zu befördern. Zuletzt drapierte er noch die restlichen feuchten Äste und Holzstücke drum herum und darüber, damit sie den Schein und Funkenflug weiter abdämmten und durchtrockneten. So hatte man in ein, zwei Stunden trockenes Holz zum nachlegen. Zuletzt legte er noch ein paar Kaninchenfleischstreifen darüber. Für später.
Dann kletterte er an einen Baum neben dem Lagerplatz hoch um die nähere Umgebung im Blick zu haben. Er hatte sich ein kleines Stück Holz mitgenommen, dass er erst einen Moment begutachtete und dann entschied, dass es die Form eines Drachen hatte, die er nun Span für Span mit dem edel verzierten Messer freilegte.

„Ihr haut vor Ošeraš Štamm ab. Daš išt klug.“ war, was er aus der Unterhaltung schloss. „Aber Welpen verlieren išt bitter,“ bemerkte er mitfühlend, wollte aber nicht weiter in der schmerzlichen Erinnerung rühren. „Und nein, Lor hat keinen fešten Pakt mit einem Tiergefährten. Lor frägt Wölfe oder Hirsche, ob šie Lor ein Stück mitnehmen. Šo wie bei Euch.“ Lor schnitzte seelenruhig weiter und ließ hin und wieder seinen Blick umher schweifen. „Möge die Erdmutter mit über Euren Schlaf wachen.“ wünschte er noch.
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Taladius Goldfaden
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 08, 2013 12:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

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Der Räuberhaufen machte zwar nicht den Eindruck, aber was das Aufstehen anging, hatte sich eine eiserne Disziplin durchgesetzt. Pünktlich zum Sonnenaufgang flog ein kleiner, gut gezielter Stein an Lors Kopf, um ihn etwas unsanft aufzuwecken.

"Auf die Beine, Junge! Der frühe Vogel hat Gold im Mund...oder so. Mit dem Sonnenlicht kommen die beredirmischen Patrouillen und die sollen sich doch nicht auf unseren Frühstückstisch verirren!"

Die Männer kramten bereits ihr Zeug zusammen und löschten der Reihe nach die letzte Glut des Feuers, in dem sie sich nacheinander darauf erleichterten. Noch bevor Lor von seinem Baum klettern konnte, waren sie beinahe abreisefertig. Aus einem Stoffsack wurden ein paar saure, nicht mehr ganz frische Äpfel herum gegeben, in die jeder, wenn nicht genussvoll, dann doch immerhin gierig, hinein biss.

"Komm, kleiner Elf, wir haben einen weiten Weg vor uns und wollen noch ein paar Freunde besuchen!"
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Takana
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 10, 2013 10:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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„Irgendwo muss er doch sein. Los sucht weiter.“ Der junge Wildelf hörte die anderen Welpen durch den Wald streichen. Inzwischen hatte er Übung darin bekommen, ihnen aus den Weg zu gehen, aber manchmal... „Ich hab ihn!“ Ihm rutschte das Herz in die Hose, als er Cairin hoch aufgerichtet über dem Ast hinter sich erblickte. Blitzschnell hatte dieser die Faust erhoben und zugeschlagen. „Auf die Beine, Junge!“ Aufwachen? Wie? Lor schaffte es gerade noch sich am Ast festzuhalten, als ein geworfener Stein ihn aus seinen Alpträumen riss. „Ähm ja. Mmmhh... Lor kommt šofort.“ murmelte er verschlafen. Ausdauernder Wildelf oder nicht, aber die letzten Tage hatten ihm einiges abverlangt und sein Körper sehnte sich immer noch nach längerem regenerierendem Schlaf. Die Ästen um ihn herum waren bevölkert mit einem kleinen geschnitzten Drachen, einem Pegasus und zwei Harpyien, von der die eine noch recht unfertig aussah. Irgendwann waren ihm darüber die Augen schwer geworden. Blitterdreck! Ich hätte doch Wache schieben sollen. Er war froh darum, dass es den Menschlingen auch irgendwie entfallen war.

Belustigt schaute er zu, wie sie das Feuer auspissten. Lor stand keineswegs über solch kindischen Spässen, eher im Gegenteil. Damit einhergehend zog ein kräftiger Gestank über den Lagerplatz. Das wird die Mücken fernhalten, grinste er in sich hinein. Als alle fertig waren, machte er sich trotzdem die Mühe die Feuerstelle wieder zuzuschütten und mit der aufgehobenen Grasnabe zu verdecken. Und wenn auch der Gestank noch eine Weile in der Luft hängen würde, versuchte der junge Wildelf die anderen Spuren des Lagerplatzes zu verwischen.

„Jaja, die Mauš, die žueršt ihren Kopf auš dem Bau štreckt, wird vom Buššard geriššen.“ brummelte Lor schwach und gähnte nochmal herzhaft. „Waš für Freunde denn?“ fragte er, während er sich nach etwas umsah, dass ihm als Frühstück dienen konnte. Plötzlich schleuderte er seinen Speer durch das Unterholz. Die Zweige knackten und ein leises, ersterbendes Pfiepen war noch zu vernehmen. Lor sprang hinterher und kam kurz darauf mit seinem Speer und einem blutigen Eichörnchenkadaver zurück. Genüsslich riss er kleine Brocken daraus und kaute darauf, während sie weitergingen. Mit dem Unterarm wischte er sich notdürftig das Blut vom Mund und grinste mit rotgefärbten Reisszähnchen in die Runde. „Will jemand von den Räubern auch ein Štückchen Lunge? Ganž frisch.“
Während sie weiter durch den Wald gingen, zog er dem kleinen Tier das Fell ab, war sich aber noch nicht ganz schlüssig, was er daraus fertigen sollte. Knochen und ungeniessbare Eingeweide vergrub er jedenfalls schnell in dem losen Waldboden. „Waš šind daš nun für Räuberfreunde?“
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BeitragVerfasst am: Do Nov 13, 2014 5:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lor Lor
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Lor war ein paar Tage mit den Räubern gewandert. Die Truppe war gerade damit beschäftigt ein verborgenen Rastplatz einzurichten, während der junge Wildelf sich abgesetzt hatte um etwas zum Abendessen zu jagen. Locker hielt er den Speer in der Hand über seinen Kopf, während er seinen Atem beruhigte und das Ziel anvisierte. Heute wird Lor frisches Wildschwein essen. Der junge Eber suchte arglos im Waldboden nach Eicheln. Ein leichter Luftauch blies die Witterung des Wildelfen von ihm fort. Und gleich... Lors Hand glitt zum Schwung holen nach hinten.


„Hier treibst Du dich herum. Hab ich dich endlich gefunden.“ Lor wirbelte herum und blickte hinauf in das Gesicht des alten Mannes neben ihn. „Blitterdreck. Wer bišt du denn?“ Er hatte weder gehört oder gewittert, wie sich der alte Mann ihm genähert hatte.
„Deinesgleichen haben mich immer Air'Laan geheissen.“ antwortete gelassen der alte Mann. Lor blickte wehmütig dem Keiler nach, der aufmerksam geworden war und nun das Weite suchte. „Air'Laan hat meine Jagd verdorben.“ warf ihm Lor zornig vor.
„Lass ihn ruhig noch ein wenig Zeit und ein paar Nachkommen in die Welt setzen.“ kommentierte der alte Druide. „Wir haben anderes zu tun. Hier wird es einige Veränderungen geben, und es ist nicht gut, wenn Du hier bleibst und auch noch Unruhe rein bringst. Komm ich zeig Dir was besseres.“ Der alte Mann streckte dem jungen Wildelfen einladend seine Hand hin. „Air'Laan hat Lor garnichtš žu šagen. Komischer alter Kauž.“ Nicht nur, dass er ihm sein Abendessen verscheucht hatte, regte die ruhige Art des Mannes Lor noch zusätzlich auf. Seiner Wut nachgebend holte Lor aus und hieb dem Alten in den Magen. Doch der drehte sich geschmeidig ein wenig um seine Achse, ließ den Hieb ins Leere laufen und legte dabei väterlich den Arm um die Schulter des jungen Wildelfen. „Hoppla nicht so hastig.“ Lor taumelte mit dem Schwung des verfehlten Hiebes nach vorne und die Beiden verschwanden in dem dicken Stamm einer Eiche.
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