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Glasmacherei Mawerda
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Glasmacherei Mawerda
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 15, 2010 11:47 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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Kaum hatte sie sich schlafen gelegt, klopfte es schon an ihre Türe. Laut wurde sie zum Aufstehen gerufen. Wie spät mochte es sein? Dia streckte sich und spürte dabei, dass der Hund quer auf ihren Beinen lag. Vorsichtig stupste sie Merix herunter, der etwas unwillig auch sich schon in eine Ecke setzte. Noch immer waren ihre Gedanken nicht beisammen, als sie zum Fenster humpelte und dieses öffnete. Natürlich war es sogar mit Glas vor der Kälte geschützt (und jetzt im Sommer vor der Hitze), denn was sonst sollte sie in einem Glasmacherhaus erwarten?
Als sie sich ihr Kleid anziehen wollte, bemerkte sie, dass sie darinnen geschlafen hatte. Sie sollte es wohl noch heute waschen. Langsam zog sie deshalb ihr altes an. Ein etwas dreckiges Kleid, mit zwei braunen Flicken. Doch unter der leichten Schmutzschicht schimmerte es bisweilen rot und unten am Saum war noch Goldfasern zu erkennen. Auch der Schnitt war viel edler, sodass sie mit Absicht das Korsett wegließ.
Und dann erinnerte sie sich. Die Schmerzen, die sie gestern hatte. Ihre ‚Lüge’. Merix hereinkommen und ihre Aussage dazu. Hatte ihr Meister etwas gesagt? Gefragt? Daran konnte sie sich nicht erinnern. War er überhaupt anwesend gewesen?
Vorsichtig zog sie die Tür auf, schlüpfte hindurch und nahm weiterhin ihren Stock mit. Und was, wenn er fragen würde?
Voller Unbehagen trat sie – den Hund im Schlepptau – in die Küche. Dort fand sie den Elfen mit Brot in der Hand, fertig, das Essen anzurichten. Hatte man so etwas schon gesehen? Welcher Mann kümmerte sich um die Küche, wenn eine Frau im Hause war? Das war ziemlich fremd für das Mädchen, das sowieso nicht mehr wusste, wohin mit ihr, und jetzt eine Kleinigkeit erlebte, das auch noch gleich in eine fremde Kultur gehörte. Verstört und klein trat sie nun in die Küche hinein und wünschte sich, der Fremde hätte das Missgeschick gestern nicht mitbekommen.
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 15, 2010 7:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Leon schreckte erst aus seinen Grübeleien hoch, als das Mädchen durch die Tür in die Küche trat, das sie eigentlich ausgelöst hatte.

"Ah Dia... Guten Morgen!"

begrüßte er sie und wurde dem Brot, das er wohl schon ein paar Minuten in der Hand hielt gewahr. Schnell legte der Elf es auf dem Tisch ab. Dann wandte er sich wieder seiner Schülerin zu. Doch nicht gleich sprach er, stattdessen war Leon sich nicht sicher was er nun sagen sollte. Sollte er sie jetzt gleich auf den gestrigen Vorfall ansprechen oder lieber gar nicht? Wenn, aber vielleicht besser beim Essen oder danach?

"Äh, hilfst du mir bitte beim Tisch decken."

entschied Leon sich daher erstmal zu sagen. Ob er den gestrigen Abend noch ansprechen wollte, darüber war er sich damit immer noch nicht sicher. Doch anstatt weiter zu überlegen, verlegte er diese Entscheidung erstmal nach hinten und holte stattdessen die Butter aus dem Schrank und stellte sie auf den Tisch.
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Di Feb 16, 2010 12:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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Dia stand noch immer in dem Raum und hielt den Stock umklammert. Erst kurz nach der einfachen Frage antwortete sie: „Ja, ja, natürlich.“
Vorsichtig stellte sie den Stock an die Wand und humpelte in die Richtung der Schränke. Seit den letzten Tagen wusste sie ziemlich genau, wo was lag. Behände griff sie nach der Marmelade und stellte diese auf den Tisch. In der Luft lag eine Spannung, die noch nicht einmal dadurch wegzukriegen war, dass sie Merix nach draußen schickte.
Sie hatte das Gefühl etwas sagen zu müssen, um die Stille zu durchbrechen, und so setzte sie an: „Wäre es ein Problem, wenn ich heute Abend die Wäsche wasche?“
Der Tisch war nun fast voll, aber richtig hungrig fühlte sie sich nicht. Ob der Elf es nun wusste, oder nicht? War er anwesend gewesen? Erinnerte er sich überhaupt?
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Do Feb 18, 2010 10:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Der Tisch war jetzt schnell gedeckt. Leon setzte sich und begann damit gedankenlos ein Brot zu schmieren. Dias Frage warf ihn mit ihrer irgendwie völligen Unpassendheit etwas aus der Bahn. Kurz musste er sogar über die Formulierung nachdenken. Was meinte sie mit "die" Wäsche"? Ihre Wäsche? Wollte sie seine etw mitwaschen? War das bei Menschen so üblich? Noch nie hatte er sich über so etwas banales wie Wäsche waschen gedanken gemacht, vor allem nicht, ob es da Unterschiede zwischen Menschen und Elfen gab.
Ihm wäre es eher peinlich gewesen, wenn Dia sein Kleidung wusch.

"Du kannst deine Wäsche jederzeit waschen. Also zumindest, wenn wir nicht grade arbeiten oder so."

antworte Leon schließlich. Da Dia sich noch nicht gesetzt hatte, machte Leon eine ausholende Handbewegung und versuchte möglichst ungewzwungen zu klingen:

"Setz dich doch."
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 19, 2010 4:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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Dia war keine große Elfenversteherin. Überhaupt war sie gar nicht so gut darinnen, feine Dinge an der Körpersprache abzulesen. Aber ihre einfache Frage schien auf so großes Misswollen zu stoßen, dass sie es sogar an einer leicht gerunzelten Stirn und am kurzen innehalten der Bewegung ablesen konnte. Vielleicht sollte sie diese einfach in der Nacht waschen, weil der Elf nichts von der Tagesarbeit ausfallen lassen wollte. Das könnte sie noch nachvollziehen.
Aber warum unterstrich er das Wort ‚deine’? Anscheinend wollte er nicht, dass sie ihm half. Tat er wirklich Frauenarbeit? Warum? Eine Antwort bekam sie so einfach nicht und fragen konnte sie auch nicht – sie war sich sehr sicher, dass sie ihn dann verletzten würde.
Noch immer lag diese Spannung in der Luft, diese Elektrizität, als würde sich gleich ein Blitz entladen. Auch die Einladung zum setzten wirkte nicht so freundlich, wie sie sollte. Schweren Herzens setzte sich das Menschenkind auf den Stuhl und begann – sobald ihr Meister begonnen hatte – selbst leise, schweigsam und aufgesetzt unbekümmert zu essen. Der Spitzohr wusste – oder ahnte – etwas: Und sie wusste nicht wie viel, was und welche Konsequenzen das haben würde…
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 19, 2010 11:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Irgendwie Leon die ganze Szene unangenehm, am liebsten hätte wäre er in den Garten gelaufen und hätte dem Rauschen des Baumes zugehört, aber das konnte er jetzt nicht machen.
Statt sich weiter seinem Brot zu widmen faltete der Elf die Hände und begann behutsam zu sprechen:

"Nun, Menschen sind sehr vielfältig, aber manche halten es genauso wie wir Elfen und daher hoffe ich, dass du richtig verstehst, was ich meine."

Kurz hielt Leon inne und dachte, dass er sie diesen Satz auch hätte sparen können. Er war nur irgendwie kompliziert und nichtssagend, aber der Elf konnte sich einfach nicht dazu durchringen direkt zum Problem zu kommen, deshalb begann er nochmals mit etwas anderem:

"Bei uns Elfen ist es so, dass ein Lehrer für einen elfischen Schüler eine sehr wichtige Position einnimmt. Dieser ist es dem er alles zu verdanken hat. Bei uns Elfen ist dies noch mehr so als bei euch Menschen, da der Perfektionismus mit dem wir unsere Handwerke und Künste betreiben so stark ist, dass ein Schüler ohne Lehrer niemals etwas vergleichbares schaffen könnte.
Aber auch umgedreht ist jeder Schüler etwas wichtiges für seinem Meister. Es ist nicht, wie ich es bei Menschen schon oft gesehen habe, dass Lehrlinge nur günstige Arbeitskräfte sind. Ein Schüler ist für jeden Lehrer eine Person, an die er all sein Wissen weitergibt, damit sie etwas großes werden kann. Einen Elfen kann nichts glücklicher machen, als wenn sein Schüler ihn eines Tages übertrifft."

Noch einmal hielt Leon inne. Immernoch waren seine Worte eigentlich unwichtig, belanglos. Schließlich gab der Elf sich einen Ruck:

"Was war gestern los mit dir? Ich will dir nichts Böses und natürlich musst dir mir nicht alles über dich erzählen... aber dein Wohlergehen liegt mir am Herzen und ich möchte die helfen."

Leons Blick hatte etwas mitfühlendes, aber auch Unsicherheit lag darin, denn er war sich nicht sicher, ob es richtig war das er das Thema jetzt angesprochen hatte, aber es schien ihm falsch einfach so zu tun, als wäre nichts gewesen.
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 20, 2010 3:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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Dia war unendlich froh, als Leon endlich begann zu sprechen. Das stille Schweigen und die Ungewissheit waren nicht gut für ihren empfindlichen Geist. Als er dann begann, das Verhältnis Schüler und Lehrer darzustellen und die Unterschiede zu ihrem vorherigem Denken – die es tatsächlich in aller Fülle gab – nickte sie und war dankbar, ein so belangloses Thema (im Vergleich zu ihrer Schwäche bei jeder Lüge einen Schmerzanfall zu bekommen) gewählt zu haben.
Was die Worte nützen würden, wusste sie nicht. Dass ein Lehrer möchte, dass seine Schüler eines Tages schlauer sind als er, fand sie generell auch eher ungewöhnlich. Es wäre doch total deprimierend, sich plötzlich von seinem ‚Kind’ etwas sagen zu lassen. Oder zu bemerken, dass man trotz seines Alters schlechter sei.
Aber dennoch spürte sie, dass auch Leon das ganze nicht wichtig war. Aber nach seinem kurzen Monolog brach es auch schon aus ihm heraus. Das Mädchen hob kurz den Kopf zu ihm hoch, als er endlich fragte, was los sei.
Er weiß es also doch!
Sie schämte sich ihres Fehlers und so schwieg sie eine kurze Zeit über. Bei Meredith war es einfacher gewesen, mochte sie doch die Frau über alle Maßen und vertraute ihr. Hier stand sie ihrem Lehrmeister gegenüber, der so anders und unberechenbar war, wie es nur ein Elf sein konnte:
„Ich..“, setzte sie an und schluckte schwer. Es war schwierig einen Sachverhalt zu umgehen, wenn man nicht Lügen konnte: „Ich habe seit ein paar Monaten öfter schreckliche Schmerzen. Gestern war es wieder so.“, begann sie langsam und stockte dann völlig. Für eine längere, größere Antwort müsste er schon direkter und konkreter fragen.
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Di März 09, 2010 12:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Leon musterte Dia besorgt. Er kannte sich mit Menschenkrankheiten nicht aus und wusste da überhaupt nichts zu tun. Aber er wollte seiner Schülerin nicht zeigen, dass ihn dergleichen verunsicherte.

"Wir sollten damit zu einem Heiler gehen, Dia. Der wird bestimmt wissen, was da hilft. Die Elfe, die mich nach dem Einbruch versorgt hat, machte einen sehr kundigen Eindruck. Am bestn gehen wir zu ihr."

erklärte Leon fest entschlossen. Er hoffte zumindest, dass sie Rat wusste, denn er wusste nicht wer sonst noch helfen könnte. Vielleicht die Magier?
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Di März 09, 2010 6:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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„Ich war schon bei ihr.“, antwortete Dia leise zu ihrem Teller hin. Hoffnungslosigkeit war nicht neu für sie, aber es war auch kein gutes Gefühl, zu wissen, dass ihr nicht zu helfen war. Ihr Meister schien sich wirklich Sorgen zu machen. Das Mädchen wusste, dass für ihren Beruf ihr Wahrheitssyndrom kein Problem war, aber nur allzu schnell konnte man sich dann missbrauchen lassen. Nachts schwebte es ihr manchmal vor, dass irgendein König ihr Fragen stellte. Zum Beispiel über seine Frau, sein Land, seine Armee oder Freunde. Und sie musste antworten. War die Antwort falsch, so merkte es dieser König, der in diesem Fall fast jeden darstellen konnte, dass sie an Schmerzen litt und konnte daraus seine Rückschlüsse ziehen.
Das gefiel ihr zu Recht nicht.
„Ich bin für die nächsten Tage zu einem Tee eingeladen.“, flüsterte sie noch hinterher, während sie beschämt zu Boden schaute. Die Elfe war ihr sympathisch, auch wenn Elfen – nun anders waren. Dennoch wollte sie auch nicht von ihrer größten Schwäche erzählen. Es machte sie noch verletzlicher.
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 05, 2010 6:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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"Gut, dann sollten wir da auf jeden Fall hingehen!"

sagte Leon mit neuem Mut in der Stimme. Aber gleich bedauerte er seine Worte. Woher nahm er diee Gewissheit, dass das Mädchen überhaupt mit ihm dort hin gehen wollte? Vielleicht wollte sie lieber allein zu der Heilerin. Vielleicht würde es ihr dann leichter fallen über ihre Probleme zu sprechen. Er wusste viel zu wenig über das Mädchen.
Für Leon war der Lehrmeister, der ihm die Perfektion der Glasherstellung vermittelt hatte, wie zu einem zweiten Vater geworden und er war für ihn wie ein Sohn gewesen. Aber vielleicht wollte Dia gar nicht ein so starkes Band zu ihm knüpfen. Vielleicht war das bei den Menschen gar nicht üblich. Leon wusste es nicht. Um sicher zu gehen, dem Mädchen nicht zu Nahe zu treten, fügte er seinen Worten hinzu:

"Du kannst natürlich auch allein gehen, wenn dir das lieber ist."

Der Elf fragte sich, wie sie entscheiden würde. Er hatte nämlich keinerlei Ahnung. Bis er Dia bei sich zur Lehre aufgenommen hatte, hatte Leon gedacht, er verstünde die Menschen. Aber jetzt zeigte sich ihm immer mehr, dass es nicht so war.
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BeitragVerfasst am: Di Jul 06, 2010 3:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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„Ja.“, antwortete Dia ziemlich unkonkret. Was sollte sie tun? Natürlich war es ihr lieber alleine zu gehen. Aber andererseits – die beiden Elfen wussten sich bestimmt zu beschäftigen. Es waren immerhin Spitzohren. Die dachten und handelten doch ganz anders als Menschen.
Und ich kann ihm nicht sagen, dass ich mich alleine wohler fühle. Das geht nicht.
Sie wusste nicht warum das nicht ging. Aber sie fühlte, dass es sehr unklug war. Es war zu direkt. Zu ehrlich. Zu… schlimm. Mit solchen Sätzen machte man sich keine Freunde.
„Wir könnten gehen. Ja.“, wiederholte sie noch einmal die kurze Bestätigung. Keine direkte Antwort, obwohl es zu gut auf die Frage passte.
Die Elfe würde bestimmt den Elfen irgendwann herausschicken, oder? Behandelten sie Frauen in der Gegenwart von Männern? Taten Elfen das? Sie waren aber definitiv nicht das springende, lustige Volk, von dem auch erzählt wurde. Aber sie waren auch nicht die mit den langen Bärten und den vielen Büchern.
Sie waren also ganz anders als man sie ihnen vorgestellt hatte. Damit konnte sie nicht umgehen.
„Darf ich Merix mitnehmen?“
Dia bemerkte, dass sich ihr Gegenüber ernsthaft Sorgen um sie machte. Das – freute sie irgendwie. Aber es beunruhigte sie auch gleichermaßen. Wieder eine ziemlich unbekannte Situation. Und fliehen konnte sie schlecht. Was wohl der Elf über sie dachte?
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Do Jul 08, 2010 4:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Leon musterte sie. Irgendwie wirkte Dia unsicher. Aber der Elf vermochte es nicht mit Sicherheit zu sagen. Als das Mädchen die Sprache auf ihren Hund brachte, lächelte Leon leicht. Das Tier schien dem Mädchen mehr zu lieben als alles andre auf der Welt. Leon hatte so eine Verbundenheit mit einem Tier bisher noch nie bei einem Menschen erlebt.

"Natürlich, darfst du ihn mitnehmen."

antwortete er auf die Frage. Der Elf überlegte, ob sie am besten nicht jetzt gleich gingen. Sein Blick huschte kurz zum Fenster. Es regnete wieder, aber zum Glück nur ein bisschen.
Schon wollte er den Mund öffnen um zu sagen, dass sie jetzt gleioch gingen, da fiel ihm ein, dass Dia es vielleicht gar nicht wollte. Anstelle dessen, was er eigentlich sagen wollte, fragte der Elf also:

"Möchtest du, dass wir jetzt gleich zu der Heilerin gehen oder ist es dir später lieber?"
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: So Jul 11, 2010 5:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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Dia schaute aus dem Küchenfenster nach draußen. Es schien, als würde gerade jetzt das Wetter sie beglücken wollen, denn ein riesiger Wasserstrom floss vom Himmel zur Erde herunter. Tendenziell hatte die einstiege Adelige nichts gegen den Regen. Es waren nicht so viele Leute unterwegs, wenn man es richtig anstellte konnte man sich darinnen säubern und die Bäche füllten sich, die Blumen wuchsen und alles wurde viel grüner.
Aber seit ihrer Verletzung fand sie einfach keinen Halt auf nassem Boden. Ihre Füße rutschten ab und selbst Merix als Stütze diente nicht immer gut.
Es war also alles in allem überhaupt kein Wetter, bei dem sie gerne den Fuß nach draußen setzten wollte, es sei denn, die Heilerin wollte sie wirklich heilen. Einen Knochenbruch sollte sie hinbekommen.
„Es könnte besser sein, wenn das Ende des Regens abgewartet wird.“, konnte ihr Gesprächspartner, der Elf, leise vernehmen. Ihre wirren Gedanken kreisten darum, warum er sie begleiten wollte. Vielleicht wollte er wissen, was sie hat. Aus Neugier. Oder noch viel schlimmer – weil es vermutlich ihre Arbeit einschränken konnte.
Aber das sie nicht Lügen konnte – galt das überhaupt als Krankheit? Klar, wenn eine Lüge ihre Lippen verließ bekam sie schreckliche Anfälle. Aber die Ursache war ja keine Krankheit sondern Magie.
„Es wäre mir also lieber später zu gehen.“
Ihre blauen Augen hefteten sich auf das Brot in ihren Händen. Essen. Frage dich nicht, wann das Wetter besser wird….
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Kator Riwagar
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BeitragVerfasst am: Do Jul 15, 2010 6:47 am    Titel: Antworten mit Zitat

Leon Mawerda Leon Mawerda
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Leon wurde irgendwie aus ihren Worten nicht schlau. Die offensichtliche Aussage war ihm klar, aber er glaubte, dass noch etwas anderes mit darin war, aber er verstand nicht, was es sein könnte.

"Gut, dann warten wir bis das Wetter besser geworden ist. eS ist ja auch wirklich schrecklich im Moment."

bestätigte er, was das Mädchen gesagt hatte. Gedankenverloren begann der Elf sich noch ein Brötchen zu schmieren. Wie spät war es eientlich inzwischen? Erst jetzt wurde Leon bewusst, dass die Mittagszeit schon angebrochen sein musste. Es war Zeit sich mal wieder an die Arbeit zu machen. DEr Elf gab sich einen Ruck und blickte von seinem fast fertig geschmierten Brot auf:

"Wir sollten jetzt langsam fertig werden mit dem Frühstück, damit wir noch Zeit haben ein wenig zu arbeiten."
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Meowyn
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 17, 2010 3:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dia Elisat Diakaj von Tal Dia Elisat Diakaj von Tal
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„Ja.“, war die einsilbige, bestätigende Antwort des Mädchens. Es gefiel ihr sich vorzustellen, wie wohl jetzt die Meisterwerke des Glasmachers aussehen mochten. Gestern noch hatte er gekonnt mit dem Glas hantiert und kleine Krüge gefertigt, die nun ausgekühlt sein mussten. Ob sich darinnt auch das Licht so wunderschön brach wie in der Vase, die ihre Mutter geschenkt bekommen hatte?
„Fertigen wir heute das große Glasfenster für den Schmied an?“, fragte Dia zögernd. Sie hatte den Lehrling nicht vergessen. Er war sonderbar freundlich gewesen. Sie hatte ihn gemocht. Sehr sogar. Aber er war nicht wieder gekommen und sie hatte ihn nicht finden können. Wahrscheinlich war es auch gut so gewesen. Aber wenn sie das Fenster fertig hatten – dann würde sie ihn bestimmt noch einmal sehen.
Sie war wirklich satt. In ihrer Zeit der Not hatte sie gelernt mit dem wenigsten auszukommen und jetzt hatte sie drei Mal am Tag Essen und musste sich um ihr tägliches Essen wirklich keine Sorgen machen. Der Teller vor ihr war wieder völlig leer. Die Arbeit gefiel ihr einfach, auch wenn es anscheinend viel, viel komplizierter war.
„Ich wäre soweit.“
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