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Die Töpferei / ehem. Bäckerei Häher
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Die Töpferei / ehem. Bäckerei Häher
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Amalthea
Geschichtenerzähler
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BeitragVerfasst am: Do Jul 15, 2010 8:45 am    Titel: Die Töpferei / ehem. Bäckerei Häher Antworten mit Zitat



Im Handwerkerviertel Arons, recht günstig in einer Seitengasse der großen Strasse gelegen, findet sich die alte Bäckerei der Familie Häher. Lange gab das idyllische Häuschen der großen Familie und ihrem Betrieb ein sicheres zu Hause. Die Kinder spielten in dem kleinen, an der Rückseite des Fachwerkhauses gelegenen Gartens verstecken hinter uralten Weiden und freundlich blühendne Ginsterbüschen. Der alte Meister Häher, welcher angeblich das wohlschmeckendste Kräuterbrot der Stadt herstellte, bot seine Waren durch ein ausladendes Fenster im Erdgeschoss direkt aus dem Ofen auf die Strasse hinaus an. Seine vom Herzen schöne Frau fand man bei ihrem Stande am Markt.

Eines Tages jedoch, es war kein besonderes Wetter, kein vorhergesagtes Unglück, kein Weiblein das drohend den Finger hob oder Priester der betrogen ward, es war ganz schlicht ein Tag im Mai, als das Jüngste der Kinder schwer erkrankte. Der Husten den es plagte sprang bald auf die gesamte Familie und einige Nachbarn über. Die herbeigerufenen Heiler konnten den Erkrankten nicht mehr helfen, nur noch die Gesunden schützen. Innerhalb weniger Tage starben an diesem ungekannten Husten neun Menschen, darunter die gesamte Familie Häher.

Ein Sommer kam und ging wieder ins Land, bis das Haus an einen reichen Stoffhändler überging. Er verlebte darin sicher fünf oder sechs Monate in Ruhe und Frieden, bis er durch einen unglücklichen Umstand, der zwei schwarzbehandschute Hände und das Geld eines konkurrierenden Stoffhändlers in der Tasche hatte, die Treppe hinuntergestoßen wurde.

Daraufhin stand die ehemalige Bäckerei lange leer und verfiel zusehens, bis ein findiger Schreiberling ein gutes Geschäft witterte, das Gebäude erstand und renovierte. Schnell waren neue Mieter gefunden, doch innerhalb von nur einer Woche waren sie auch schon wieder fort, denn angeblich vernahmen sie unheilvolle Geräusche des Nächtens.
Das Haus fand bald neue Besitzer, die jedoch von der unerklärlichen Kälte in den unteren Stockwerken vertrieben wurde. Käufer folgte auf Käufer, Mieter auf Mieter und jeder fand das das äußerlich so heimelig und freundlich wirkende Gemäuer in seinem inneren nur böse Überraschungen bereit hielt. Keiner weilte dort länger als neun Tage.

Zwei lange, unlukrative Jahre blieb die Stadt auf dem Gebäude sitzen. Auf der alten Bäckerei Häher mit dem gelb-schwarzen Vogel über der Eingangstür. Bis jener findige Schreiberling, welcher schon vor Jahren das Haus renoviert hatte, einem gutgläubigen Käufer für das Fachwerkhaus fand.

Hell und freundlich leuchtet die Fassade jedem entgegen der sich in die ruhige Seitengasse verirrt. Elegant gewachsener Efeu rankt neben der Eingangstüre empor und umschliesst das emailierte Schild mit dem Vogel. Warten wir nur, was jenseits der Türen geschehen mag.
Der alte Ofen soll nämlich bald wieder angeheitz werden, doch nicht mehr Brot sondern Geschirr und Zierrat aus Ton soll er nun brennen. Nun, wir werden es sehen, nicht wahr?
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 31, 2010 6:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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(kommt von http://aron-rpg.de/forum/viewtopic.php?p=75135#75135)

"Puh, was für ein anstrengender Fußmarsch in dieser Hitze!", stöhnte Rugor und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Aber seht, da vorne, das efeuüberwucherte Haus da hinten ist es schon!", sagte er und fuchtelte dabei wie wild mit seinem alten, knorrigen Zauberstab in Richtung des Hauses als wolle er es mit einem Zauber belegen. "Was meint ihr, sieht doch von draußen noch recht gut erhalten aus - wollen wir mal schauen, ob es von innen auch so nett aussieht? Oder wollen wir erst noch einige Gastgeschenke für die Geister besorgen?", fragte Rugor kichernd.
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Sienne
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BeitragVerfasst am: So Aug 01, 2010 9:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Sienne Ralcee Sienne Ralcee
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Seufzend betrachtete Sienne das hübsche kleine, efeuüberwucherte Häuschen.
Grad in einer neuen Stadt angekommen und schon in eine Geistergeschichte verwickelt, du bist wirklich sehr Kontaktfreudig Sienne! dachte sie bei sich.
Sie betrachtete ihre Gefährten, Rugor brannte anscheinend darauf diese Geister zu Gesicht zu bekommen, während Reena ganz ruhig und anscheinend Gedankenverloren hinter ihr stand. Sienne zog die Kapuze ihres Umhangs, die sie wegen der Hitze aufgezogen hatte, aus, straffte die Schultern und schlug den Weg hinter Rugor zur geisterhaften Bäckerei ein.
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Reena
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BeitragVerfasst am: So Aug 01, 2010 4:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Reena D. Reena D.
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Reenabetrachtete das Hausnachdenklich und mit sehr gemischten Gefühlen. Obwohl es wirklich wunderhübsch und verträumt wirkte, war es ihr doch irgendwie unheimlich. Es hatte nichts offensichtlich Böses an sich, es war einfach ein normales Haus, schön gelegen, idyllisch. Zu schön um wahr zu sein! Zu friedlich Zu still! Reena konnte verstehen, woher die Geistergeschichten stammten- oder waren es eher die Geitergeschichten, die ihr das Haus auf diese Weise zeigten? Still war sie jedenfalls, als sie langsam Rugor und Sienne folgte und sich immer wieder törticht ängstlich umblickte, wenn etwas im Efeu raschelte oder knackte.

Im Haus selbst war es heller als sie erwartet hatte, als Rugor aufgeschlossen hatte und sie das Haus betraten, und lange nicht so ungemütlich. Nachdem die Besitzer ausgezogen waren, hatte man das Haus wohl ausgerumt. Ein feiner Staubfilm bedeckte den Boden und wirbelte ab und an auf. Abgesehen davon war das Haus aber recht vielversprechend. In Reena wallte langsam die Neugier auf.

"Sehen wir uns um", sagte sie mit ihrer leisen Stimme und schritt davon, um sich die restlichen Räume anzusehen.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: So Aug 01, 2010 8:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Da von den beiden anderen kein Einspruch kam, ging Rugor zu dem Haus rüber, schloss auf und öffnete die laut knarzende Tür. Die drei betraten die ehemalige Bäckerei und sahen sich um. Rugor hatte mit einem Haus gerechnet, welches vor lauter Dreck düster und unheimlich wirkte, aber das Haus wirkte auch von innen recht freundlich, wenn auch weit entfernt von sauber. Es schien noch nicht so lange her zu sein, dass der letzte Bewohner hier ausgezogen war.

Während die 3 umherblickten, knallte pllötzlich die Eingangstür zu und das Geräusch ließ alle zusammenfahren. Warum schloss sich die Tür, wo sich doch gerade draußen kein Lüftchen regte und es auch im Haus nicht zog? Rugor blickte fragend zu den beiden Frauen. "Hat jemand von euch die Tür zugezogen?"
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Sienne
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 02, 2010 1:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sienne Ralcee Sienne Ralcee
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Auf die Frage des Magiers schüttelte Sienne nur den Kopf, sie war nicht einmal in reichweite der Tür gewesen um sie zu zu schlagen. Sie begutachtete die Tür und zog ein paar Mal am Türgriff der anscheinend durch den Rost der sich gebildet hatte etwas klemmte, nach dem dritten Versuch gab sie es auf.

"Das fängt ja schonmal gut an!" meinte sie dann amüsiert.

Sie schuff ein paar kleine Lichtkügelchen und ließ sie durch den Raum tanzen um besser sehen zu können, da der blaue Himmel draußen dunklen Wolken wich und es im Haus deswegen auch dunkler wurde.
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Reena
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 02, 2010 4:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Reena D. Reena D.
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Trotz des klammen Gefühls, das sie ergriffen hatte, als die Tür ohn eerklärbaren Grund zu gefallen war, staunte Reena über die kleinen Irrlichter, die aus Siennes Handfläche aufstiegen. Wie kleine Glühwürmchen sahen sie aus. Eine Zauberin, eine junge Zauberin musste sie sein. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie sich bis jetzt garnicht die Zeit genommen hatte, ihr eneue Begleiterin näher in Augenschein zu nehmen, geschweige denn sich Gedanken darüber zu machen, wer sie eigentlich war. Die Momente in denen sie zu ihr und Rugor gestoßen war, waren ihr nur schleierhaft in Erinnerung.

"Bist du ein Mensch?" fragte sie zaghaft. Sie wusste nicht, wie sie sonst hätte fragen sollen. Und dann an Rugor gewandt:"Ihr seid ein Elf, nicht?"

Und wer bin ich? Was bin ich überhaupt? Reife Leistung, Reena!
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Di Aug 03, 2010 6:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Die zugeknallte Tür fand Rugor zwar etwas sonderbar, aber er machte sich da erst einmal keine weiteren Gedanken darum.

Er lächelte Reena an: "Selbstverständlich bin ich ein Elf, das sieht man doch! Naja, so leidlich zumindest, mein schöner Hut vereckt doch recht viel von meinem Gesicht." Und damit Reena es besser sehen konnte, nahm er den Hut abund präsentierte ihr seine spitzen Elfenohren. "Na, glaubt Ihr mir jetzt? So sehen original elfische Spitzohren aus!" Er kicherte.

Plötzlich vernahmen genau diese elfischen Spitzohren ein neues Geräusch. Die Fensterläden des Hauses klappten zu. nicht alle gleichzeitig, sondern hübsch nacheinender. Nummer 1 - BAMM. Nummer 2 - BAMM. Nummer 3 -BAMM. So ging es weiter, bis alle Fensterläden zugeklappt waren. Hätte Sienne nicht für Licht gesorgt, ständen Sie jetzt im Dunkeln. "Der Lichtkugelzauber ist schon recht praktisch, was?", meinte Rugor, aber es klang eher unsicher als witztig, anscheinend war das selbst dem alten Zauberer etwas unheimlich.
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Sienne
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 06, 2010 10:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Sienne Ralcee Sienne Ralcee
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Ihr lief ein Schauer über den Rücken und sie schlang ihren Umhang änger um sich. Die Geister, falls es tatsächlich welche waren, lieferten eine grandiose Vorstellung. Eigentlich war das alles ihr schon beinah zu unheimlich, wahrscheinlich wäre sie am liebsten wieder zurück zum warmen, wohlriechenden Gasthaus gelaufen um dieses freundlich wirkende Häuschen zu vergessen, doch die Neugier war stärcker, sie brannte darauf diese sogennanten Geister zu Gesicht zu bekommen.
Reenas Frage, ob sie ein Mensch sei überhörte Sienne und auch Rugors Elfenohren bekamm sie nur am Rande mit. Ihre Sinne konzntrierten sich auf etwas anderes, in einer der Ecken welche ihre Lichtkugeln nicht erreichten knisterte und raschelte es energisch.
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Reena
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 06, 2010 10:46 am    Titel: Antworten mit Zitat

Reena D. Reena D.
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Bei jedem Knallen der Fensterläden war Reena zusammengezuckt. Das war's. Das Licht war weg! Nur noch die Lichtkugeln von Sienne spendeten karges Licht.

Nun war Reena ernsthaft beunruhigt. Draußen regte sich kein Lüftchen, das wusste sie, die Hitze hatte ihr auf dem Weg hierher ziemlich zu schaffen gemacht. Die Fenster waren nicht vom Wind geschlossen worden!
Geister, schoss es ihr durch den Kopf und dann: Unsinn! Eine seltsame Mischung aus Ärger und leichter Panik bestimmte ihren Ausdruck. War es denn möglich? Spukte es hier drin tatsächlich?

"Wir sollten nicht hier sein," flüsterte sie angespannt. "Nein, wir sollten wirklich nicht hier sein!" Sie bemerkte Siennes Blick und augenblicklich wandte auch sie sich der Ecke zu, stellte ebenfalls fest, dass es darin beunruhigend knisterte.

"Geh nicht dorthin", piepste sie. "Bitte, Sienne..." Die junge Frau hatte zwar keinerlei Anstalten dazu gemacht, aber Reena war viel zu nervös um klar zu denken. Falls es ein Geist war, der sich dort versteckte- Panik! Falls es ein Lebender war- war er freundlich gesinnt oder feindlich? Falls es Tiere waren- musste sie sich wohl schämen! Mit großen AUgen starrte sie den dunklen Fleck an, der da so rumorte und -täuschte sie sich?- zu keckern schien!
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 06, 2010 6:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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Die Aufmerksamkeit der beiden Frauen schien auf irgendetwas in der Ecke des Raumes gerichtet zu sein. "Was ist dort, ich kann mit meinen alten Augen nichts erkennen, macht doch mal etwas mehr Licht!" Aber anscheinend kannte sich Sienne nicht so gut mit Lichtzaubern aus, zumindest wurd es nicht heller. Daher beschloss Rogor, dass er sich mal um mehr Licht kümmern müsse. "Ach lasst, ich mache das schon!", sagte er, vollführte eine kleine Bewegung mit der Hand, murmelte dazu einige Worte - und sie hatten Licht. Absolut ausreichend Licht. Okay, wir wollen ehrlich sein, es war zu viel Licht. Der ganze Raum war in gleißendes Licht wie von 100 Sonnen getaucht, so dass alle Anwesenden geblendet waren und Rugor erschrocken die Hand vor die Augen riss.

Als das Licht nach einem kurzem Spruch von Rugor wieder verschwand, sah er trotzdem nur Sterne vor seinen Augen glitzern. Langsam erkannte er die Schemen der beiden anderen vor sich. "Entschuldigt, das war wohl etwas viel des Guten...", murmelte er, während er sich die Augen rieb.
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Reena
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 21, 2010 11:19 am    Titel: Antworten mit Zitat

Reena D. Reena D.
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"Hui..." machte Reena nur, rieb sich die Augen und taumelte dabei rückwärts. Aua! Das plötzliche Licht hatte ihre Augen verbrannt und alles war verschwommen. Heftig blinzelnd versuchte sie, wieder eine klare Sicht zu bekommen. Durch den kurzen Moment der gleißenden Helligkeit erschien ihr das Haus nun noch finsterer als zuvor. Um genau zu sein konnte sie nun überhaupt nichts mehr erkennen. Bunte Sterne tanzten vor ihren Augen!

In besagter Ecke hatte das Rumoren nun aufgehört. Aber dafür klang jetzt ein anderes Geräusch von dort zu ihr hinüber. Es klang wie ein leises Zischeln. Reena blinzelte noch einmal und versuchte, allmählich mit zurückkehrender Beunruhigung, ihre AUgen wieder an die schummrigen Verhältnisse zu gewöhnen.

Dann geschah etwas, was sie vor Schreck beinahe in die Luft springen ließ. Fauchend schoss ein schwarzer Blitz auf sie zu. Ein lautes Ratsch ertönte und dann landete etwas mit einem dumpfen Aufschlag neben ihr auf dem Boden. Mit einer Mischung aus dem noch anhaltenden Schrecken und plötzlichr Erleichterung betrachtete sie den Geist, der sie überfallen hatte.

"Eine Katze... nur eine Katze"; wisperte sie halb lachend- als sie sich an das reißende Geräsuch erinnerte. Alarmiert tastete sie nach ihrem Mantel, zog ihn sich über den Kopf und fuhr mit der Hand daran entlang. Einen langen Riss hatte die Katze mit ihren Krallen hineingezogen. Das Tierchen stupste jetzt mit ihrer Nase an Reenas Bein und schnupperte. Dann schlich sie mit einem lauten Maunzen zur Tür hinüber und kratzte daran. Reena musste lächeln und ging zur Tür hinüber um den kleinen Geist nach draußen zu lassen und zog daran, um sie zu öffnen.
Nichts.
Sie drückte dagegen.
Nichts.
Reena runzelte die Stirn.
Sie rüttelte an der Tür, klopfte leicht gegen den Rahmen.
Nichts.
Mit bleichem Gesicht wandte sie sich zu Rugor und Sienne um.

"Die Tür geht nicht auf..." sagte sie.
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Mizara
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 21, 2010 3:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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"Ach so, da ist nur eine Katze! Ich habe mir ja schon gedacht, dass es hier keine echten Gespenster gibt...", meinte Rugor, aber es klang nicht wirklich überzeugend. Es schien ihn auch nicht selber zu überzeugen, denn laut dachte er weiter nach: "Aber das erklärt eigentlich nicht, warum die Fenster und Türen trotzder Windstille zugefallen sind. Naja, aber auch das hat bestimmt eine natürliche Erklärung, wahrscheinlich ist doch einfach plötzlich etwas Wind aufgekommen...", aber auch dieses Mal machten seine Worte eher den Eindruck, als ob er ihnen damit die Angst nehmen wollte und nicht so sehr, als ob er daran glaubte.

So langsam konnte er wieder sehen und bekam mit, dass Reena versuchte, die Katze aus dem Haus zu lassen. Aber die Tür wollte sich nicht öffnen lassen. "Lasst mich mal machen, da muss man sicher nur mal etwas kräftiger zupacken.", brummte er und rüttelt sehr kräftig, aber genau so vergebens an der Tür. Diese klemmte offensichtlich nicht, sondern wirkte eher wie abgeschlossen, oder als ob da ein Riegel vorgeschoben war. Das verwunderte den alten Magier dann doch. Er probierte noch einmal den Schlüssel, den er von Hubertus bekommen hatte, aber ohne Erfolg. "Tja, dann müssen wir wohl mal gucken, ob man nicht woanders wieder raus kommt, genug Fenster hat das Haus ja, da wird sich schon eines öffnen lassen.", meinte er zu seinen Begleiterinnen.
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Reena
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 27, 2010 11:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Reena D. Reena D.
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Reena nickte vorsichtig. Dann nahm sie ihr Stirnband ab und wischte sich einige verklebte Strähnen aus der Stirn. ihre Finger zitterten, das merkte sie genau. Sienne gab bis jetzt keinen Ton von sich, ob sie erschrocken war oder einfach nur angespannt vermochte Reena nicht zu deuten. Sie konzentrierte sich vielmehr auf den alten Zauberer, dessen Unsicherheit sie förmlich spüren konnte.

Ja, tatsächlich konnte sie sie spüren. Sie fühlte sie als wäre es ihre eigene, aber doch überlagerte sich die Unsicherheit mit Reenas eigenen empfindungen. Ein merkwürdiges, beinahe Übelkeit erregendes Gefühl. Diese seltsamen Gefühle, die sie spürte, wenn sie sich auf andere Menschen konzentrierte- was bedeuteten sie? Gerne hätte sie den alten Elfen gefragt ob er dies deuten konnte, aber darauf kam sie in diesem Moment nicht einmal.

Stattdessen begann sie nun, alle Fenster abzuklopfen und leicht an den Läden zu rütteln. Im Haus war es jetzt wieder totenstill, der Raum schien immer enger zu werden. Sie wollte nach draußen, an die frische Luft, egal wie nass und kalt es von dort draußen durch die Ritzen in den Wänden hereinkroch. Ein Käuzchen schrie, es musste bereits Nacht sein. So lange waren sie also schon hier drinnen, dachte sie zusammen mit einem weiteren Geistesblitz, der ihr in diesem Moment kam: Geisterstunde!
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Mizara
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BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 9:13 am    Titel: Antworten mit Zitat

Rugor von Lichtfels Rugor von Lichtfels
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"Kommt mit, wir schauen uns mal die anderen Räume an!", forderte Rugor die anderen auf. Sie gingen in den nächsten Raum und Rugor versuchte als erstes, ob sich das Fenster öffnen ließ. Er benötigte einen kräftigen Ruck, doch dann löste sich das total verzogene Fenster aus dem Rahmen und ging auf. "Na also, wir sind also doch nicht gefangen!". Er warf einen prüfenden Blick aus dem Fenster und beschloss, lieber im Haus zu bleiben. "Da ist zwar eine schmale Kante, über die man wahrscheinlich zur Vordertür kommt, aber wenn wir abrutschen, stürzen wir in den Fluss und holen uns nasse Füße, darauf möchte ich nach Möglichkeit verzichten.", meinte der alte Zauberer und ließ dabei mal wieder sein typisches Kichern erklingen. Offenbar fand er langsam wieder etwas Mut, wo sie nicht mehr eingesperrt waren.

Doch dieser Mut sollte recht bald auf die Probe gestellt werden. Sie waren gerade auf dem Weg in das nächste Zimmer, als sich Reenas Vermutung bestätigte: Die Turmuhr von Aron schlug 12 Mal, die Geisterstunde war angebrochen. Und wie auf Kommando erhob sich im Haus ein Heulen, Stöhnen und Kettenrasseln, welches aus allen Richtungen zu kommen schien. Der Magier zuckte zusammen und sah sich um, konnte aber nichts entdecken. Er versuchte einen Zauber, der die Geister wieder zurück in die Geisterwelt treiben sollte, aber entweder misslang dieser, oder er zeigte aus anderen Gründen keine Wirkung. Jedenfalls änderte sich nichts an den unheimlichen Geräuschen.
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